31.12.2015

Schneelastwaage für Extrembedingungen


von Christoph Kleiner


Freudlsperger-Geschäftsführer Tom Roßhuber hatte die Idee zur Schneelastwaage. Etwa 60 Stück wurden bislang verkauft.

Freudlsperger-Geschäftsführer Tom Roßhuber hatte die Idee zur Schneelastwaage. Etwa 60 Stück wurden bislang verkauft.

Freudlsperger-Geschäftsführer Tom Roßhuber hatte die Idee zur Schneelastwaage. Etwa 60 Stück wurden bislang verkauft.


Noch ist kein Schnee in Sicht. Doch nicht nur Skifahrer und Kinder wünschen sich die weißen Flocken herbei. Geht es nach Tom Roßhuber, dann sollte der Winter im nächsten Jahr ruhig kräftig ausfallen. Schließlich kommt jede Schneeflocke ein klein wenig seiner Geschäftsidee zugute: dem Wiegen von Schnee.

Ein dreiseitiges Gestell aus Spezialkunststoff, dazu Wägeplatten und einiges an Elektronik und IT-Technik – so setzt sie sich zusammen, die dritte Version der Schneelastwaage. Seit knapp sechs Jahren sind Geschäftsführer Tom Roßhuber und die von ihm co-geleitete Freudlsperger Beton- und Kieswerke GmbH mit der Idee auf dem Markt. Über die Tochterfirma Roofguards wird das System vertrieben – und das erfolgreich. So gehören nicht nur BMW, Siemens, die Flughäfen München und Hamburg sowie die Deutsche Bahn AG zum Kundenstamm der Neuöttinger, sondern auch Wasser-Abfüller Evian am Genfer See.

Auf dem Schneefernerhaus, nahe dem Gipfel der Zugspitze, ist "Roofguards" mit ihrer Schneelastwaage seit kurzem vertreten.

Auf dem Schneefernerhaus, nahe dem Gipfel der Zugspitze, ist "Roofguards" mit ihrer Schneelastwaage seit kurzem vertreten.

Auf dem Schneefernerhaus, nahe dem Gipfel der Zugspitze, ist "Roofguards" mit ihrer Schneelastwaage seit kurzem vertreten.


Sie alle setzen auf die Idee, mittels fester Waage rund um die Uhr die Schneelast auf Hallendächern zu messen. Unglücke wie der Eishalleneinsturz von Bad Reichenhall im Winter 2006 sollen so nach Möglichkeit verhindert werden. Infolge der damaligen Tragödie war bei Roßhuber die Idee für das Wiegesystem gereift. Bis dahin war das Thema weitestgehend neu gewesen. "Ich habe gesucht und gesucht, aber nicht wirklich etwas gefunden", erinnert er sich. Es dauerte ein paar Jahre, bis das Patent durch war.

Auf der Forschungsstation soll die Erfindung unter Extrembedingungen getestet werden. Im Winter werden bis zu sieben Meter Schnee erwartet. − Fotos: Roofguards

Auf der Forschungsstation soll die Erfindung unter Extrembedingungen getestet werden. Im Winter werden bis zu sieben Meter Schnee erwartet. − Fotos: Roofguards

Auf der Forschungsstation soll die Erfindung unter Extrembedingungen getestet werden. Im Winter werden bis zu sieben Meter Schnee erwartet. − Fotos: Roofguards


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