03.08.2017

Wie die Diesel-Affäre BMW in Dingolfing und Landshut betrifft


von Sebastian Fleischmann


Etwa jedes zweite im BMW-Werk Dingolfing gebaute Auto fährt mit einem Dieselmotor. Die Motoren werden nicht vor Ort produziert, sondern als "Fertigteil" verbaut. − Foto: Birgmann

Etwa jedes zweite im BMW-Werk Dingolfing gebaute Auto fährt mit einem Dieselmotor. Die Motoren werden nicht vor Ort produziert, sondern als "Fertigteil" verbaut. − Foto: Birgmann

Etwa jedes zweite im BMW-Werk Dingolfing gebaute Auto fährt mit einem Dieselmotor. Die Motoren werden nicht vor Ort produziert, sondern als "Fertigteil" verbaut. − Foto: Birgmann


Deutschland diskutiert über die Diesel-Affäre und die Zukunft des Selbstzünders. Auch in der Region verfolgt man die Geschehnisse genau, denn die Automobilindustrie ist von zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Niederbayern. Spürbar negative Auswirkungen zeitigt die Diesel-Affäre derzeit aber offenbar weder im BMW-Werk Dingolfing noch am Standort Landshut des Münchner Autobauers – obwohl auch dort Dieselmotoren große Bedeutung zukommt.

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Etwa jedes zweite der 340.000 im vergangenen Jahr in Dingolfing gebauten Autos der Baureihen 3er, 4er, 5er, 6er und 7er wird von einem Dieselmotor angetrieben, heißt es auf Anfrage aus dem Werk. Die Nachfrage nach den Dingolfinger Modellen sei aktuell hoch, größere Unruhe oder gar Besorgnis unter den Mitarbeitern seien aktuell nicht spürbar. Zu den Stärken des Werks gehört die breite Aufstellung, die nicht nur für die Vielzahl an Modellen gilt, sondern auch für die bedienten Märkte: Ein erheblicher Anteil der Dingolfinger Fahrzeuge wird in alle Welt exportiert. Zumindest die Debatte um mögliche Fahrverbote in deutschen Innenstädten dürfte bei ausländischen Kunden keine Rolle spielen.

Ähnlich ist die Situation in Landshut: Knapp jeder zweite der 4100 Mitarbeiter des Komponentenwerks arbeitet dort in der Leichtmetallgießerei, wo Teile für Diesel-Motoren entstehen. Zur Produktpalette der Gießerei gehören aber auch Komponenten für Benzinmotoren oder Fahrwerke. Folgen für die Auftragslage gibt es derzeit wohl nicht: Man sei "unverändert gut ausgelastet", heißt es aus dem Werk.

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