29.12.2017

Ab Frühjahr bestimmen Baukräne das Stadtbild



Bürgermeister Hans Steindl setzt nicht nur kommunalpolitisch die Themen, er ist auch Vorgesetzter von fast 400 Mitarbeitern der Stadtverwaltung. − Foto: Wetzl

Bürgermeister Hans Steindl setzt nicht nur kommunalpolitisch die Themen, er ist auch Vorgesetzter von fast 400 Mitarbeitern der Stadtverwaltung. − Foto: Wetzl

Bürgermeister Hans Steindl setzt nicht nur kommunalpolitisch die Themen, er ist auch Vorgesetzter von fast 400 Mitarbeitern der Stadtverwaltung. − Foto: Wetzl


Die wirtschaftliche Situation Burghausens ist bestens, die Steuereinnahmen sprudeln dank optimaler Ertragslage der Unternehmen. Zudem fließt viel privates Kapital in den Wohnungsbau, Bauhandwerker sind kaum mehr zu bekommen, der Markt droht zu überhitzen. Bürgermeister Hans Steindl rechnet für 2018 mit Gesamtinvestitionen in Burghausen von 200 Millionen Euro (ohne Industrie). Nannte Steindl schon das Jahr 2016 das erfolgreichste der Stadtgeschichte und 2017 ein "Traumjahr", so sind die Voraussetzungen für das neue Jahr 2018 einmal mehr geeignet, einen Superlativ zu erzeugen. Welche Schwerpunkte Hans Steindl für dieses Jahr sieht, darüber hat der Anzeiger mit ihm gesprochen.
Die städtische BuWoG hat am Holzfelder Weg Sozialwohnungen gebaut, weitere Wohnungen baut die Stadt am früheren Verkehrserziehungsgarten. Jetzt haben Sie eine Investitionspause angekündigt. Ist der Burghauser Wohnungsmarkt bereits gesättigt und wie viele Studentenwohnungen wird Burghausen noch brauchen?
Wir werden 2018/2019 ca. 10 Millionen Euro von der BuWoG in 40 – 60 Wohneinheiten investieren. Das staatliche Förderprogramm (ca. 40 %) werden wir voll ausschöpfen. Genau für solche Situationen haben wir die BuWoG vor 25 Jahren gegründet – Förderungsmaßnahmen umsetzen, familiengerechte Wohnungen errichten und die Mietpreispolitik sozial durch eigene Mietpreisgestaltung beeinflussen. Wir sind mit 800 Wohnungen der größte kommunale Wohnungsvermieter im Landkreis und haben im Jahr ca. 500 Mietanfragen zu bearbeiten. Das zeigt, es gibt genug zu tun. Wir wollen aber auch den Markt nicht überreizen, weil es sonst zu Leerständen kommt, dies wäre kontraproduktiv.

Thema Salzachzentrum: Vor einem Jahr haben Sie hier die Hoffnung auf einen Baubeginn Mitte 2017 ausgesprochen, nachdem sich zuvor schon mehrmals Ankündigungen zerschlagen haben. Was wollen sie tun, wenn auch die Hamburger Investoren einmal hinschmeißen sollten?
Vor wenigen Tagen haben wir den Vertrag mit HBB Hamburg unterschrieben, der Bauantrag für das 60-Millionen-Projekt liegt uns vor. Das letzte halbe Jahr ist hier sehr professionell von beiden Seiten, Stadt und Bauträger, im Stillen gearbeitet worden, im Stadtrat gibt es weitgehend einmütige Zustimmung und wir gehen von einem Baubeginn Mitte 2018 aus. Die Stadt ist mit der Wirtschaftsbeteiligung mit ca. 10 Millionen Euro bei der Errichtung von 220 Stellplätzen in der Tiefgarage Projektbeteiligter über die eigene WiBG (Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft). Vertragsrechtliche und steuerrechtliche Aspekte mussten hier gleichwertig beachtet werden, auch die Interessen des Altmieters Edeka – alles nicht einfach, aber nach meiner Ansicht für das 14000 m² Filetgrundstück in der Stadtmitte die einzige Chance, als Erneuerungsprojekt auch die anderen Vorhaben in der neuen Mitte Neustadt voranzutreiben und im Wettbewerb auch neue und durchaus anspruchsvolle Ziele zu setzen. − rwMehr dazu lesen Sie am 30. Dezember in Ihrer Heimatzeitung.




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