30.12.2017

Krankenschwester und Missionar aus Bayern verliebten sich am Amazonas


von Alexander Augustin


Annäherung am Amazonas: Gretl und Franz Gineiger lernten sich im Norden Brasiliens kennen. Er war katholischer Pfarrer. Er gab sein Amt auf und heiratete Gretl. Heute leben sie in Stein an der Traun. − Foto: Gineiger

Annäherung am Amazonas: Gretl und Franz Gineiger lernten sich im Norden Brasiliens kennen. Er war katholischer Pfarrer. Er gab sein Amt auf und heiratete Gretl. Heute leben sie in Stein an der Traun. − Foto: Gineiger

Annäherung am Amazonas: Gretl und Franz Gineiger lernten sich im Norden Brasiliens kennen. Er war katholischer Pfarrer. Er gab sein Amt auf und heiratete Gretl. Heute leben sie in Stein an der Traun. − Foto: Gineiger


Die Geschichte von Gretl und Franz Gineiger aus Stein an der Traun (Landkreis Traunstein) liest sich wie ein Drehbuch aus Hollywood. Sie: Krankenschwester im brasilianischen Urwald. Er: Missionar in Bolivien. Am Amazonas lernen sich die beiden kennen und lieben.

Den Rauschebart trägt Franz Gineiger (80) noch immer. Der ist zwar inzwischen grau geworden, aber genauso dicht wie damals, Anfang der Siebziger. Ein Bart, wie ihn Revoluzzer tragen. Fidel Castro, Bud Spencer. Und irgendwie ist auch Franz Gineiger einer von ihnen. Ein Mann mit Visionen, ein Abenteurer. Als kleiner Junge träumt er, in die weite Welt zu ziehen. Er wächst in Hemau bei Regensburg auf, ist eines von 14 Geschwistern. Eine sehr gläubige Familie, Gineigers Weg ist vorgezeichnet. Nach der Bundeswehr studiert er katholische Theologie, wird 1958 zum Priester geweiht. Er will Missionar werden. Daraus wird aber zuerst nichts.

Bildliche Erinnerungen: Nur wenige Fotos haben Franz und Gretl Gineiger von ihren Abenteuern. − Foto: Augustin

Bildliche Erinnerungen: Nur wenige Fotos haben Franz und Gretl Gineiger von ihren Abenteuern. − Foto: Augustin

Bildliche Erinnerungen: Nur wenige Fotos haben Franz und Gretl Gineiger von ihren Abenteuern. − Foto: Augustin


Während Franz eine Pfarrstelle im Fichtelgebirge antritt, lässt sich Margarete Gineiger, die damals noch Petter heißt, in Waldkirch im Breisgau zur Krankenschwester ausbilden. 1943 in Blumenau im Sudetenland geboren, wird sie zwei Jahre später mit ihrer Familie aus der Heimat vertrieben. Mit ihren Eltern und den sechs Geschwistern zieht sie ins oberbayerische Langenpreising. Sie geht zur Volks-, dann zur Haushaltungsschule. Ab 1956 arbeitet sie in der Waschküche einer Frauenklinik in München. 1961 entscheidet sie sich umzuschulen. Nach der Ausbildung zur Krankenschwester in Waldkirch geht sie zurück nach Wasserburg. Bis 1967. Gretl, wie sie von allen genannt wird, erfährt von einem Seminar für Entwicklungshelferinnnen. Sie lernt Portugiesisch, geht für vier Monate nach Lissabon. Denn es soll nach Brasilien gehen, ins Amazonasgebiet. Dorthin, wo es außer Urwald wenig gibt. Ein Abenteuer, das ihr Leben prägt.

Die vollständige (Liebes-)Geschichte lesen Sie in der Wochenendausgabe Ihrer Passauer Neuen Presse (Online-Kiosk) oder nach kurzer Anmeldung kostenlos auf PNP Plus.




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