03.01.2018

Unbelehrbare Skitourengeher sorgen für großen Ärger auf den Pisten


von Christian Wechslinger


Die meisten Skibergsteiger benützen die ihnen zugewiesenen Aufstiege wie hier am Roßfeld neben dem Lift. Das sorgt für ein gutes Miteinander und dient der Sicherheit. Wie überall gibt es jedoch einige Pistengeher, für die gegenseitige Rücksichtnahme ein Fremdwort ist. − Foto: Christian Wechslinger

Die meisten Skibergsteiger benützen die ihnen zugewiesenen Aufstiege wie hier am Roßfeld neben dem Lift. Das sorgt für ein gutes Miteinander und dient der Sicherheit. Wie überall gibt es jedoch einige Pistengeher, für die gegenseitige Rücksichtnahme ein Fremdwort ist. − Foto: Christian Wechslinger

Die meisten Skibergsteiger benützen die ihnen zugewiesenen Aufstiege wie hier am Roßfeld neben dem Lift. Das sorgt für ein gutes Miteinander und dient der Sicherheit. Wie überall gibt es jedoch einige Pistengeher, für die gegenseitige Rücksichtnahme ein Fremdwort ist. − Foto: Christian Wechslinger


Nachdem das Skitourenwesen immer mehr boomt, werden aus den Skigebieten im Berchtesgadener Land auch Probleme gemeldet. Es sind zwar nur einige Unbelehrbare, die sich über die Regeln hinwegsetzen, aber umso mehr sorgen sie für Unmut bei Liftbetreibern und Gästen, die für Aufstiegshilfe und präparierte Pisten bezahlen. Dabei sind es weniger die Einheimischen als vielmehr Skitourengeher aus dem Nachbarland, die ganz besonders unseinsichtig sind, und dazu auch noch frech.

Das hat zum Beispiel Bernhard Heitauer vom Skigebiet Götschen jüngst erlebt: "Wir mussten ein Super G-Rennen unterbrechen, weil ein älterer Herr mitten in der abgesperrten Strecke aufgestiegen ist. Er ignorierte die Aufforderungen der Torrichter und setzte unbeeindruckt den Aufstieg in der Rennstrecke fort", schildert Heitauer sichtlich verständnislos. Später musste sich Heitauers Ehefrau auch noch von dem Salzburger beschimpfen lassen.

Um Tourengeher daran zu hindern, die Parkplätze in vorderster Linie zu belegen, werden zwei Mitarbeiter eingesetzt, die die Tourengeher zu den abseits gelegenen Plätzen leiten. Da die Liftfahrer für eine Karte bezahlen, sollen sie das Recht haben, näher am Skilift zu parken. Erstmals wurde heuer beim Aufstieg über die Waldabfahrt eine Kasse aufgestellt, in die ein freiwilliger Obolus für die Pistenpflege eingeworfen werden kann. Schließlich benützt der Tourengeher zur Abfahrt auch die präparierte Piste. Bislang sind die Erfahrungen gut. Die Verantwortlichen notieren eine hohe Zahlungsmoral. "Wir hatten schon 50- und sogar 100-Euroscheine in der Kasse. Offensichtlich sind das Personen, die sich damit wohl auch eine Saisonerlaubnis holen", glaubt Heitauer.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch kostenlos auf PNP Plus und in Ihrer Heimatzeitung am Online-Kiosk.




URL: http://www.heimatzeitung.de/lokales/berchtesgadener_land/2786893_Unbelehrbare-Skitourengeher-sorgen-fuer-Verstimmungen-auf-den-Pisten.html
Copyright © Passauer Neue Presse GmbH. Alle Inhalte von heimatzeitung.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterveröffentlichung, Vervielfältigung, Verbreitung auch in elektronischer Form, sowie eine Speicherung, die über die private Nutzung hinausgeht, ist ohne vorherige Zustimmung des Verlages nicht zulässig.