03.01.2018

Flüchtlinge legen Bahnverkehr bei Freilassing für eine Stunde lahm


von Michael Hudelist


Am Bahnhof in Freilassing sollten zwei Flüchtlinge kontrolliert werden, sie flüchteten zurück in Richtung Österreich. −Symbolfoto: Michael Hudelist

Am Bahnhof in Freilassing sollten zwei Flüchtlinge kontrolliert werden, sie flüchteten zurück in Richtung Österreich. −Symbolfoto: Michael Hudelist

Am Bahnhof in Freilassing sollten zwei Flüchtlinge kontrolliert werden, sie flüchteten zurück in Richtung Österreich. −Symbolfoto: Michael Hudelist


Zwei Flüchtlinge aus Nigeria haben am Dienstagabend für knapp eine Stunde den Bahnverkehr zwischen Salzburg und Freilassing (Landkreis Berchtesgadener Land) lahmgelegt. Bei einer Personenkontrolle im Zug verhielten sie sich nicht "kooperativ", so ein Polizeisprecher. Am Bahnhof Freilassing seien sie dann geflüchtet.

Bundespolizisten wollten die beiden Nigerianer in der S-Bahn zwischen Liefering und Freilassing kontrollieren, "da sie sich allerdings nicht kooperativ verhielten, haben wir sie am Bahnhof Freilassing aus dem Zug genommen", so Martin Zartner von der Bundespolizeiinspektion Freilassing. Am Bahnsteig hätten sie zwar noch österreichische Asyldokumente übergeben, dann aber auf den Gleisen die Flucht zurück in Richtung Österreich ergriffen. Daraufhin sei die Strecke sofort gesperrt worden.

Der Bahnverkehr zwischen Salzburg-Liefering und Freilassing war in der Folge von 20.10 Uhr bis 21.05 Uhr total gesperrt, anschließend hätten die Züge in diesem Abschnitt wieder "auf Sicht" fahren können. "Ab 21.40 Uhr haben wir den Bahnverkehr wieder freigegeben", so der Polizeisprecher. Die beiden Geflüchteten wurden zu diesem Zeitpunkt in der Saalachau ab dem Zollhäusl Flussaufwärts vermutet, Streifenbesatzungen der Bundespolizei und der Bayerischen Polizei, sowie Hubschrauber suchten das Gelände ab, vergeblich.

"Wir haben um 23 Uhr die Hubschrauber wieder abgezogen", so Zartner. Ob sich die beiden Nigerianer noch im bayerischen Grenzgebiet aufhalten oder wieder zurück nach Salzburg geflüchtet sind, ist derzeit nicht bekannt. Die österreichischen Asyldokumente würden derzeit geprüft, "fest steht bisher, dass sie bereits einmal versucht hatten, nach Deutschland einzureisen und dabei zurückgewiesen wurden".




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