04.01.2018

Video wird zum Hit im Netz: Diese Szenen sollen Gaffer abschrecken


von Daniel Ober


Einer der drei Schaulustigen im Video "Schaulustige - Sei kein Gaffer" geht bis an ein am Boden liegendes Unfallopfer neben einem ausgebrannten Autowrack heran, um ein Selfie zu knipsen. −Screenshot: Blickfänger GbR/youtube.com

Einer der drei Schaulustigen im Video "Schaulustige - Sei kein Gaffer" geht bis an ein am Boden liegendes Unfallopfer neben einem ausgebrannten Autowrack heran, um ein Selfie zu knipsen. −Screenshot: Blickfänger GbR/youtube.com

Einer der drei Schaulustigen im Video "Schaulustige - Sei kein Gaffer" geht bis an ein am Boden liegendes Unfallopfer neben einem ausgebrannten Autowrack heran, um ein Selfie zu knipsen. −Screenshot: Blickfänger GbR/youtube.com


Es sind vier Minuten, die Gaffer aufrütteln sollen: Der Kurzfilm "Schaulustige - Sei kein Gaffer" sorgt derzeit für Furore im Netz. Darin posieren drei junge Menschen vor der Handykamera an einem Unfallort und behindern dabei die Einsatzkräfte - bis die Situation jedoch ein tragisches Ende für die Schaulustigen nimmt. (Das Video finden Sie am Ende des Artikels)

Seit Mitte Dezember steht das Video der beiden Filmemacher Elena Walter und Emanuel Zander-Fusilo aus Osnabrück von der Blickfänger GbR im Netz. Gedreht wurde es mit Unterstützung der Sparkasse Osnabrück, des Bürgervereins Wüste e.V. und der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück. Auf Youtube wurde es bereits über 240.000 Mal gesehen. In Facebook wird das Video fleißig geteilt, gelikt und kommentiert.

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Das passiert im Film: Drei junge Menschen sind im Auto unterwegs, als sie plötzlich an eine Unfallstelle mit einem brennenden Auto gelangen. Die Drei steigen aus, machen zunächst Fotos und Videos aus der Ferne, veröffentlichen sie und schreiben dazu "Krasser Unfall. Wir sind live dabei!!!"

Gaffer behindern die Einsatzkräfte bei der Arbeit

Doch damit nicht genug: Die zwei Männer und eine Frau nähern sich der Unfallstelle. Sie machen sich am Feuerwehrauto zu schaffen, posieren mit Ausrüstung der Einsatzkräfte, filmen und fotografieren das Geschehen aus der Nähe - und all das, während die Einsatzkräfte dabei sind, die brennenden Autowracks zu löschen und ein am Boden liegendes Opfer zu versorgen.

Die Reaktionen, die die Schaulustigen auf ihre verschickten Fotos und Videos erhalten, animieren sie dazu, noch näher an die Unfallstelle heranzugehen. Selbst ein Feuerwehrmann kann sie nicht davon abhalten. Einer der drei Gaffer rückt sogar bis an das Unfallopfer heran, um Selfies von sich und den Rettungsversuchen der Einsatzkräfte im Hintergrund zu machen. Als er diese Bilder seiner Mutter schickt und diese jedoch nicht auf seine Nachrichten reagiert, nimmt die Gafferei ein böses Ende.

VIDEO: Schaulustige - Sei kein Gaffer




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