26.02.2018

Nachfolger-Suche für Kastls Trainer Sven Vetter zieht sich: Viele Gespräche, aber noch kein Vollzug


von Wolfgang Czernin


Beim letzten Test am Sonntag in Garching gegen den SV Kay (4:0) sah Sven Vetter wegen der blendenden Sonne teilweise nicht ganz klar. Glasklar ist dagegen seine Absicht, als Trainer des Landesligisten TSV Kastl zum Saisonende aufzuhönren. − Foto: Butzhammer

Beim letzten Test am Sonntag in Garching gegen den SV Kay (4:0) sah Sven Vetter wegen der blendenden Sonne teilweise nicht ganz klar. Glasklar ist dagegen seine Absicht, als Trainer des Landesligisten TSV Kastl zum Saisonende aufzuhönren. − Foto: Butzhammer

Beim letzten Test am Sonntag in Garching gegen den SV Kay (4:0) sah Sven Vetter wegen der blendenden Sonne teilweise nicht ganz klar. Glasklar ist dagegen seine Absicht, als Trainer des Landesligisten TSV Kastl zum Saisonende aufzuhönren. − Foto: Butzhammer


Fußball-Landesligist TSV Kastl ist weiter auf der Suche nach einem Nachfolger für den zum Saisonende scheidenden Cheftrainer Sven Vetter. Zwar soll bereits mit einer Reihe von potenziellen Kandidaten gesprochen worden sein, der erhoffte Vollzug konnte bisher aber noch nicht vermeldet werden.

Vetter hatte eigenen Angaben zufolge vereinsintern schon frühzeitig – um genau zu sein: im Sommer letzten Jahres – angekündigt, sein Engagement in Kastl nach der laufenden Spielzeit und damit insgesamt vier Jahren zu beenden. Im Zeitplan von Abteilungsleiter Thomas Genz war vorgesehen, bis spätestens Ende Februar einen neuen Trainer zu präsentieren, um möglichst früh Planungssicherheit für die Zukunft zu haben.

Jetzt aber muss der Funktionär die selbst auferlegte Deadline nach hinten verschieben. Genz räumt auf Nachfrage von heimatsport.de ein: "Das wird wohl noch dauern." Er habe "schon viele Gespräche geführt, doch von einer Entscheidung sind wir noch weit entfernt". Man sondiere sehr genau, "denn wir wollen uns einfach sicher sein, dass es passt", so der Spartenleiter.

Zusätzlich gebremst wird Genz dadurch, dass die infrage kommenden Kandidaten noch bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen und sich erst später entscheiden wollen. Als heißester Anwärter auf den Kastler Trainerjob war zuletzt Michael Kostner gehandelt worden, doch der Ex-Profi – bis vor wenigen Tagen noch für den Bezirksligisten TSV Dorfen verantwortlich – hat quasi über Nacht beim SV Kirchanschöring unterschrieben. Der abstiegsbedrohte Bayernligist ließ in einer Pressemeldung die Laufzeit des Vertrags zwar unerwähnt, doch dass der 49-Jährige nur als "Feuerwehrmann" bis zum Saisonende einspringt, gilt als unwahrscheinlich. Soll heißen: Genz wird Kostner von seiner Liste streichen müssen.

Vetter: "Vier Jahre in einem Verein sind genug"Unterdessen stellt Sven Vetter klar, dass er in Kastl keineswegs aus familiären Gründen Schluss machen wolle: "Mit meiner privaten Situation hat diese Entscheidung nichts zu tun", so der Sachse, der den TSV 2016 in die Landesliga Südost führte und die erste Saison dort auf dem sehr guten 7.Platz beendete. Er sei "einfach der Meinung, dass vier Jahre in einem Verein genug sind. Die Zusammenarbeit war sehr gut, doch es war mein Wunsch, jetzt mal eine Pause zu machen."

Dass er zur kommenden Saison bei einem anderen Klub anheuert, schließt Vetter daher auch kategorisch aus: "Anfragen gab es bereits, doch bis zum Winter mache ich definitiv nichts." Ungeachtet dessen versichert er, sich weiterhin zu 100 Prozent bis zum letzten Spieltag für den TSV Kastl einzusetzen. Seinem Nachfolger eine in der Landesliga spielende Mannschaft übergeben – so lautet das Ziel des 45-Jährigen.

Vetter macht keinen Hehl daraus, dass er es gern sehen würde, wenn bis zum Start der Frühjahrsrunde der neue Trainer bekannt sei. "Das bringt den Spielern Sicherheit und wir brauchen in den kommenden Spielen einfach Ruhe im Verein, um die nötigen Punkte, die zum Klassenerhalt noch fehlen, zu holen", begründet Vetter. Er überwintert mit seinem Team auf Mittelfeld-Rang 9. Bei 30 Punkten aus 21 Spielen hat man einen Vorsprung von acht Zählern auf den ersten Relegationsplatz, den Aufsteiger TV Aiglsbach einnimmt.

Zum ersten Mal in diesem Jahr um Punkte soll es für die Kastler am kommenden Samstag gehen. Ob die Partie gegen Tabellenführer SE Freising allerdings wie geplant um 15Uhr angepfiffen werden kann, hängt von den Platzverhältnissen ab. Diese würden im aktuellen Zustand gewiss kein Spiel zulassen. So gesehen hat Abteilungsleiter Genz mit einiger Wahrscheinlichkeit noch mindestens bis zum 10. März Zeit, wenn er Vetters Nachfolger vor der Auftaktpartie 2018 präsentieren will. Dann steht die erste Auswärtsaufgabe beim TuS Geretsried auf dem Programm.

Infos zum Kastler 4:0-Testspielsieg bei der Generalprobe gegen den SV Kay im Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger (Dienstagsausgabe)




URL: http://www.heimatzeitung.de/heimatsport/sportnachrichten/landkreis_altoetting/2850333_Nachfolger-Suche-fuer-Kastls-Trainer-Sven-Vetter-zieht-sich-Viele-Gespraeche-aber-noch-kein-Vollzug.html
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