05.03.2018

Schwein gehabt − seit 9000 Jahren



Zwei, die sich riechen können: Mutter und Kind, Sau und Ferkel.

Zwei, die sich riechen können: Mutter und Kind, Sau und Ferkel. | Foto: Walter J. Pilsak

Zwei, die sich riechen können: Mutter und Kind, Sau und Ferkel. - Foto: Walter J. Pilsak


Unser Hausschwein (sus scrofa domestica) ist die domestizierte Form des Wildschweins. Schon seit etwa 9000 Jahren wird es vom Menschen zur Fleischerzeugung gezüchtet. Heute gibt es eine Vielzahl von Schweinerassen, die sich alle in den vergangenen zwei Jahrhunderten entwickelt haben.

Die meisten Schweine werden in China gehalten. Es sind dies etwa 489 Millionen, während es in Europa 191 Millionen und in Deutschland 27 Millionen gibt. Ursprünglich wurden Schweine ausschließlich im Freiland gehalten. Diese Freilandhaltung ist heute in Mitteleuropa fast völlig verschwunden. Nur einige wenige idealistische Züchter halten heute noch Schweine auf diese natürliche Lebensweise, so wie etwa im Allgäu das Westallgäuer Weideschwein. Da unser Hausschwein einer der wichtigste Fleischlieferanten ist, wird es in großer Zahl (Massentierhaltung) oft in zu kleinen Ställen gehalten, was dazu führt, dass sie anfälliger für Krankheiten sind und Medikamente gefüttert bekommen.

Suhlen reinigt den Körper

Wir Menschen halten Schweine oft für dreckig und dumm. Doch diese Vorurteile sind wissenschaftlich widerlegt. Gibt man den Schweinen genügend Platz, nutzen sie generell eine Stelle als Kotecke und halten den Rest ihres Stalls sauber. Auch die angeborene Verhaltensweise des Suhlens im feuchten Schlamm dient der körperlichen Reinigung und der Gesundheit. Ebenso ist ihre Intelligenz neuen Untersuchungen zufolge mit der anderer Primaten vergleichbar und in Einzelfällen sogar höher.




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