03.03.2018

Siemens schafft Abschiebe-Büros: Keine Aufgaben für 13 Mitarbeiter


von Regina Ehm-Klier


Die Siemens AG setzt am Standort in Ruhstorf auf Härte. 13 Beschäftigte, die nicht gehen wollen, werden in ein Büro versetzt, in dem es keine Arbeit gibt. −Foto: Jörg Schlegel

Die Siemens AG setzt am Standort in Ruhstorf auf Härte. 13 Beschäftigte, die nicht gehen wollen, werden in ein Büro versetzt, in dem es keine Arbeit gibt. −Foto: Jörg Schlegel

Die Siemens AG setzt am Standort in Ruhstorf auf Härte. 13 Beschäftigte, die nicht gehen wollen, werden in ein Büro versetzt, in dem es keine Arbeit gibt. −Foto: Jörg Schlegel


Die Siemens AG, die den Standort im niederbayerischen Ruhstorf von gut 1300 auf 600 Mitarbeiter schrumpfen will, setzt bei Beschäftigten, die nicht die zum Teil großzügigen Abfindungsangebote annehmen wollen, auf Härte: Sie werden in ein Büro in einer Halle am Rande des Betriebsgeländes versetzt, in dem es Wlan, Computer und eine Küche gibt - aber keine Arbeit.

13 Mitarbeiter, vorwiegend Männer, im Alter zwischen 30 und gut 50 Jahren sind davon seit 1. Februar betroffen. Der Konzern verteidigt den Schritt damit, dass die Arbeit nicht mehr vorhanden sei, der Betriebsrat hat Verständnis, Vorsitzende Elke Malcher spricht aber auch von "vorsätzlicher Körperverletzung".

Denn nicht nur, dass die 13 nicht arbeiten dürfen. Auch der Kontakt zu den Kollegen ist unterbunden. Die Hallen und Arbeitsplätze sind mit Ausnahme des Betriebsrats- oder Vorgesetztenbüros und der Kantine tabu. Auch umgekehrt sollen die Mitarbeiter nicht Halle 14 aufsuchen. Es seien, verspricht Siemens, "weitere Maßnahmen angedacht", um eine Lösung zu finden.

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