06.03.2018

Immer bessere Abinoten: "Politisch gewollte Gefälligkeitspädagogik"


von Andreas Scheuerer


Die Abiturnoten werden werden immer besser, die Schüler aber nicht. − Foto: dpa

Die Abiturnoten werden werden immer besser, die Schüler aber nicht. − Foto: dpa

Die Abiturnoten werden werden immer besser, die Schüler aber nicht. − Foto: dpa


Nachdem der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, eine "Inflation an guten Noten" beklagt hatte, werden die Diskussionen um eine Reform des Notensystems an bayerischen Gymnasien immer lauter. Viele Pädagogen sprechen sich dafür aus, die Anforderungen wieder anzuheben. Ob das das Problem lösen kann, ist umstritten.

Dass die Abiturnoten immer besser werden, macht eine Statistik des Kultusministeriums deutlich. Demnach ist der Anteil bayerischer Gymnasiasten mit einem 1,0-Abitur in den vergangenen zehn Jahren von 0,95 auf 1,9 Prozent angestiegen. Das heißt, doppelt so viele Schüler bekommen ein perfektes Abitur.

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"Ich behaupte nicht, dass den Schülern das Abitur nachgeschmissen wird, zumal nicht in Bayern. Aber sicherlich sind die Leistungsanforderungen zurückgegangen, wenn auch nicht in allen Fächern", sagt Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes.

Noch drastischer formuliert es der ehemalige Lehrerpräsident und Buchautor Josef Kraus, er sagt: "Wir betrügen die jungen Leute." Seit mehr als zehn Jahren beobachtet Kraus das Notenproblem an Schulen. Man betreibe seit Jahren eine "Gefälligkeitspädagogik, die politisch gewollt ist".

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