08.03.2018

Revoluzzer Paul Breitner aus Freilassing erinnert sich an 1968


von Sabine Zehringer


Mit diesem Foto rief Paul Breitner Geister, die er nicht mehr los wurde: Wegen des Portraits von Mao und der chinesischen Zeitung galt er als Maoist: "Dabei habe ich auch Adenauer gelesen. − Foto: Sven Simon

Mit diesem Foto rief Paul Breitner Geister, die er nicht mehr los wurde: Wegen des Portraits von Mao und der chinesischen Zeitung galt er als Maoist: "Dabei habe ich auch Adenauer gelesen. − Foto: Sven Simon

Mit diesem Foto rief Paul Breitner Geister, die er nicht mehr los wurde: Wegen des Portraits von Mao und der chinesischen Zeitung galt er als Maoist: "Dabei habe ich auch Adenauer gelesen. − Foto: Sven Simon


Fußball-Weltmeister Paul Breitner, ein ehemaliger Freilassinger und Traunsteiner Schüler, erinnert sich im Gespräch mit der Heimatzeitung an 1968 zurück und erzählt, wie er die Zeit des Umbruchs erlebt hat.

Das Feuer des fast schon legendären Widerstandsgeists lodert noch immer in Paul Breitner, nur wenige Buchstaben bringen den 66-Jährigen sofort in Fahrt: "Ich kann das Wort Kritik nicht mehr hören, auch nicht nachhaltig oder gar Meinungsfreiheit – das sind alles so ausgelutschte Worte – und was haben wir heute davon? Shitstorms in den Sozialen Medien, sobald einer was sagt, was anderen nicht passt!"

Dem kurzen Aufreger zum Trotz: In umgänglichem Ton und umfassend spricht der ehemalige Freilassinger, der als gesellschaftskritischer Geist gilt, aber das darin enthaltene Wort nicht mehr mag, mit der Heimatzeitung über seine Erinnerungen an 1968. Die Zeit des Umbruchs hat er als Traunsteiner Gymnasiast in Diskutierzirkeln erlebt und gelebt.

Sozial engagiert: Paul Breitner und seine Frau Hildegard unterstützen seit Jahren die Münchner Tafel, im Bild 2017 bei einer Essensausgabe in der Alten Bayerischen Staatsbank in München. − Foto: Ursula Düren/dpa

Sozial engagiert: Paul Breitner und seine Frau Hildegard unterstützen seit Jahren die Münchner Tafel, im Bild 2017 bei einer Essensausgabe in der Alten Bayerischen Staatsbank in München. − Foto: Ursula Düren/dpa

Sozial engagiert: Paul Breitner und seine Frau Hildegard unterstützen seit Jahren die Münchner Tafel, im Bild 2017 bei einer Essensausgabe in der Alten Bayerischen Staatsbank in München. − Foto: Ursula Düren/dpa


Paul Breitner galt als Revoluzzer und als Maoist, als Intellektueller und Provokateur. Und obwohl er diese Kategorisierung im Speziellen und das Schubladendenken im Allgemeinen vehement ablehnt, gibt er zu, nicht ganz unbeteiligt gewesen zu sein: "Ja, ich wollte damals schon provozieren."

Mehr dazu lesen Sie am Freitag in Ihrer Heimatzeitung (Online-Kiosk) sowie kostenlos bei PNP Plus:
- Paul Breitner: "Als Maoist zu gelten, war nicht lustig"
- Seite 3: "Absoluten Willen entwickelt, alles zu hinterfragen"




URL: http://www.heimatzeitung.de/lokales/berchtesgadener_land/2862976_Als-Maoist-zu-gelten-war-nicht-lustig.html
Copyright © Passauer Neue Presse GmbH. Alle Inhalte von heimatzeitung.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterveröffentlichung, Vervielfältigung, Verbreitung auch in elektronischer Form, sowie eine Speicherung, die über die private Nutzung hinausgeht, ist ohne vorherige Zustimmung des Verlages nicht zulässig.