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15.06.2012  |  00:00 Uhr

Vibrationsfahrzeuge starten

Erdwärme Bayern erforscht Geothermievorkommen – Bis Juli sollen Messarbeiten abgeschlossen sein

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Trostberg / Kienberg (fam). Startschuss für seismische Untersuchungen: Für den heutigen Freitag sind im Trostberger Stadtgebiet die ersten Messfahrten mit Vibrationsfahrzeugen geplant, um Erdwärmevorkommen in der Tiefe zu erforschen. Wo genau es heute im Stadtgebiet losgeht, konnte Bürgermeister Karl Schleid gestern auf Anfrage der Redaktion nicht sagen – das Unternehmen Erdwärme Bayern hat die Erlaubnis von Grundstückseigentümern selbst eingeholt.

Trostberg / Kienberg (fam). Startschuss für seismische Untersuchungen: Für den heutigen Freitag sind im Trostberger Stadtgebiet die ersten Messfahrten mit Vibrationsfahrzeugen geplant, um Erdwärmevorkommen in der Tiefe zu erforschen. Wo genau es heute im Stadtgebiet losgeht, konnte Bürgermeister Karl Schleid gestern auf Anfrage der Redaktion nicht sagen – das Unternehmen Erdwärme Bayern hat die Erlaubnis von Grundstückseigentümern selbst eingeholt.

Die Markierungsarbeiten entlang der Messstrecken sind laut Unternehmen inzwischen in weiten Teilen abgeschlossen. Die Messfahrten beginnen heute auch in Kienberg und setzen sich voraussichtlich von Montag, 18., bis Samstag, 23. Juni, im Westteil des Untersuchungsgebiets in südlicher Richtung fort: über Pößmoos bei Kienberg, Rabenden und Rupertsdorf bei Altenmarkt bis ins Höllthal.

Im Messgebiet sind mehr als 400 Erlaubnisanfragen durchgeführt worden. "Die Resonanz war äußerst positiv", heißt es seitens Erdwärme Bayern. "Fast alle kontaktierten Landwirte und Grundstückseigentümer erklärten sich mit der Auslage von Messkabeln und Geophonen auf ihren Flurstücken einverstanden", teilt Geschäftsführer Dr. Markus Wiendieck mit. "Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich für die große Kooperationsbereitschaft bedanken. Dank dieser Unterstützung konnten wir unsere seismischen Untersuchungen wie geplant vorbereiten. Nur so erhalten wir ein erstes, aufschlussreiches Bild von der Zugänglichkeit und Ergiebigkeit der Heißwasservorkommen im Untergrund, das wir benötigen, um das Heizwärme- und Stromerzeugungspotenzial abschätzen zu können."

Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid begrüßt die Pläne von Erdwärme Bayern, nach erschließbaren Erdwärmevorkommen zu suchen. "In der TiefenGeothermie liegt eine große Chance für die Stadt Trostberg und für die ganze Region", so der Rathaus-Chef. "Gleichzeitig sehe ich es als unsere Aufgabe an, gemeinsam mit dem Projektbetreiber dafür zu sorgen, dass die Bürger immer auf dem neuesten Stand gehalten werden."

Bevor Strom und Wärme aus heißem Wasser produziert werden kann, müssten Bereiche in der Tiefe gefunden und genau ausgemessen werden, die dafür ideale Bedingungen bieten, erklärt Erdwärme Bayern auf ihrer Homepage. Dazu dienen die seismischen Untersuchungen. Spezialfahrzeuge fahren das Suchgebiet ab und senden in regelmäßigen Abständen Vibrationen mit niedriger Schwingungsfrequenz von zehn bis 100 Hertz. Dabei entstehen Schallwellen, die tief ins Erdreich vordringen. Anschließend zeichnen empfindliche Sensoren – sogenannte Geophone – das aus den tief gelegenen Erdschichten zurück geworfene Echo dieser Schallwellen auf. So entsteht nach und nach ein räumliches Abbild von den Strukturen unter der Erde. Dieses Bild hilft, eine Erdwärmeförderung exakt zu planen.

Mit den anstehenden Messarbeiten hat Erdwärme Bayern die Firma DMT aus der TÜV-NordUnternehmensgruppe beauftragt, die über langjährige Erfahrung im Bereich der geophysikalischen Messungen verfügt. Die für die Untersuchungen eingesetzten Vibrationsfahrzeuge bewegen sich im Konvoi überwiegend auf Straßen und Wegen, wodurch es zu kurzfristigen Lärm- und Verkehrsbeeinträchtigungen kommen kann. Die erzeugten Vibrationen sind laut Erdwärme Bayern für Mensch und Umwelt ungefährlich. Im Messbetrieb sei der Konvoi in der Regel nach wenigen Minuten an den jeweiligen Anliegern vorbeigewandert.

Die Messfahrten, die nach einem genehmigten Betriebsplan des Bergamts Südbayern stattfinden, sollen sich vor allem auf das Gebiet von Trostberg, Altenmarkt und Stein konzentrieren. Die Messmannschaft sei in der Regel zwischen 6 und 22 Uhr unterwegs.

Die Messarbeiten sollen voraussichtlich im Juli abgeschlossen sein. Genaue Termine für die einzelnen Messabschnitte gibt Erdwärme Bayern in Kürze über die Webseite www.erdwaermebayern.de bekannt.








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