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21.02.2013  |  00:00 Uhr

"Verstehe nicht, wie man sowas machen kann"

Rasierklingen in Würstchen: Immer mehr Hundeköder in Fridolfing – Giftköder in Chieming

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Von Stefan Hensel

Fridolfing/Chieming. Die Angst geht um unter den Hundebesitzern in der Region – vor allem in Fridolfing. Dort wurden im Lauf der letzten Wochen mehrere Wiener Würstchen gefunden, die mit abgebrochenen Rasierklingen gespickt waren. Glücklicherweise wurde bisher kein Hund verletzt. Schlechter war es da, wie berichtet, "Filou" ergangen: der BRK-Rettungshund hat Ende Januar in Chieming vermutlich einen Giftköder geschluckt und musste zwei Tage in einer Münchener Tierklinik behandelt werden.

Auf der Online-Plattform Facebook haben die Fridolfinger Köder bereits für einiges Aufsehen gesorgt. 130 Benutzer haben die Nachricht von Chantal Blass geteilt, in der sie vom Fund eines Köders berichtet. "Ich bitte um Hilfe und Aufmerksamkeit, um diesen Psychopathen und diesen ganzen Wahnsinn zu stoppen. Es muss enden!!!!!!!", schreibt sie in ihrem Profil.

Die 26-Jährige war am Valentinstag mit ihrem Freund und ihrem Hund "Dakota" spazieren, als sie den Köder entdeckten. Gerade noch konnten sie den Hund davon abhalten, den Köder zu essen. "Ich verstehe nicht, wie man so etwas machen kann", sagt sie im Gespräch mit der Lokalzeitung. "Wie kann man jemanden etwas wegnehmen wollen, was er liebt?"

Inzwischen versucht Chantal Blass, beim Gassigehen die Gegend um das Edeka-Geschäft Bräumann zu meiden, denn dort hat sie den Köder gefunden. "Für größere Spaziergänge fahre ich jetzt lieber ein Stück." Wenn sie doch in dieser Gegend unterwegs ist, muss "Dakota" einen Maulkorb tragen, "oder ich muss extrem aufpassen". Sie habe jedoch immer im Hinterkopf, dass irgendwo ein Würstchen mit Rasierklinge liegen könnte. Es ist übrigens nicht der erste Fund dieser Art: Chantal hat vor drei Jahren schon mal einen solchen Köder gefunden.

Im Ort hat sich die Nachricht schnell herumgesprochen. "Wer so etwas macht, hat doch selbst ein Problem", sagt eine ältere Dame, die mit ihrem Hund "Pia" in Fridolfing Gassi geht. Eine Freundin ihrer Tochter habe sie vor den Ködern gewarnt. "Meine ,Pia‘ habe ich immer an der Leine, das würde ich anderen Hundebesitzern auch empfehlen." Vor ein paar Jahren hat das Frauchen von "Pia" auch schon einen Köder gefunden und ihn weggeschmissen.

Neu ist die Häufung der Köder. Bereits am 20. und am 21. Januar hatte eine Hundebesitzerin in der Rupertistraße in Fridolfing zwei präparierte Wurststücke gefunden. Am 14. Februar fand dann Chantal Blass einen Köder. Damit nicht genug: Am 17. Februar entdeckte eine weitere Hundebesitzerin in der Krankenhausstraße ein Würstchen, dass auf die gleiche Art präpariert war. Der Köder lag offen auf dem Weg.

Die Polizei nimmt die Vorfälle ernst. Die Ermittlungen laufen jetzt bei den Operativen Ergänzungsdiensten (OED) in Traunstein zusammen. "Diese Geschichte ist wirklich heftig", sagt Polizeihauptkommissar Bernhard Seitlinger. Selber machen könne die Polizei leider wenig. DNA-Untersuchungen an Beweisstücken, die auf der Straße liegen, würden nicht viel bringen. Man sei also auf Zeugen angewiesen.

Die Polizei bittet die Hundehalter in der betroffenen Gegend darauf zu achten, dass ihre Vierbeiner nichts vom Boden aufnehmen können. Verdächtige Wahrnehmungen und Hinweise auf den Täter erbittet die Polizei Traunstein, Telefon 0861/9873-0, oder jede andere Polizeidienststelle. Es wird davon ausgegangen, dass die Köder nachts ausgelegt werden.

Neue Erkenntnisse zu den Giftködern in Chieming gibt es nicht. "Es ist auch sehr schwer nachzuweisen, was Rettungshund ‚Filou' tatsächlich erwischt hat", sagt Bernhard Seitlinger. Nachdem etliche Hunde in Chieming Vergiftungserscheinungen gezeigt haben, sind die Hundebesitzer alarmiert. So wurde das Thema auf der Bürgerversammlung angesprochen. Und ein Vortrag zum Thema "Sicherheit für den Hund" lockte am Montag viele Besucher ins Haus des Gastes (siehe Bericht im blauen Kasten links).








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