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20.10.2012  |  00:00 Uhr

Aus Dornröschenschlaf erwacht

Zwei Wochen vor Abschluss der Landesausstellung ziehen die Verantwortlichen ein erstes, rundum positives Fazit

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Von Christoph Kleiner

Burghausen. Ob längste Burg Europas oder längste Burg der Welt – in einem sind sich die Salzachstädter einig: Ihr Wahrzeichen genoss bislang nicht den Bekanntheitsgrad, den es eigentlich verdient hätte. In den letzten sechs Monaten hat sich die Situation geändert. Dank der Landesausstellung ist das gut ein Kilometer lange Bollwerk aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Jetzt will Bürgermeister Hans Steindl das Erreichte auch über das Ende der Schau hinaus erhalten.

Mit 200 000 Besuchern hatten die Organisatoren gerechnet, auf eine noch größere Zahl gehofft. Jetzt steht fest: Wenn in zwei Wochen die Schau zu Ende geht, wird die tatsächliche Zahl über der 300 000er-Marke liegen. "Damit hätte ich nicht gerechnet", sagt Dr. Wolfgang Jahn, Projektleiter vom Haus der Bayerischen Geschichte.

Zwar bleibt die bayerisch-österreichische Kooperation hinter den Zahlen des vergangenen Jahres zurück, doch war von Anfang an klar, dass Burghausen der Ausstellung rund um den Besuchermagneten Ludwig II. nicht das Wasser würde reichen können. 575 000 Menschenströmten damals nach Herrenchiemsee – absoluter Rekord. Gemessen an den anderen Landesausstellungen aber steht "Verbündet - Verfeindet - Verschwägert" bestens da. So kam Füssen 2010 auf 200 000 Besucher, Schloss Neuburg 2005 auf 117 000 und Zwiesel 2007 auf nur 86 000. Von den vergangenen zehn Ausstellungen lag neben Herrenchiemsee nur Würzburg (365 000) über der aktuellen.

Besonders freut Bürgermeister Hans Steindl, dass ein Großteil der Gäste von weit her anreist, viele davon aus Österreich. Der Werbeeinsatz habe sich gelohnt. Die Stadt habe ihren Bekanntheitsgrad enorm steigern können. Cafés und Biergärten seien gut belegt. Auch die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden in Österreich hätten nur Positives berichtet.

Auszusetzen hatten die Besucher bislang kaum etwas. "Die Rückmeldungen im Gästebuch sind durchweg positiv", sagt Stadtarchivarin Eva Gilch. Ihr Fazit fällt eindeutig aus: "Einfach super!" Auch Ausstellungschef Jahn und Bürgermeister Steindl sind keine großen Klagen bekannt – weder seitens der Gäste noch seitens der Burgbewohner. "Wir sind nicht nur zufrieden, wir sind begeistert", sagt Steindl. "Das ist vergleichbar mit der Landesgartenschau 2004."

Besonders gut kommen die Mitmachstationen an, vom Bogenspannen bis zum Pflügen. "Der Tretradkran ist eigentlich immer in Bewegung", sagt Eva Gilch. "Und er wird nicht nur von Kindern genutzt." Begeistert würden sich die Besucher auch von der Fülle der Ausstellungsstücke zeigen. "So viele Exponate von solcher Güte in einer Ausstellung ist schon was besonderes", sagt Gilch.

Damit die Burghauser Burg ab 5. November nicht wieder aus dem überregionalen Bewusstsein verschwindet, plant Hans Steindl bereits die nächste Veranstaltung. 2013 soll sich die Burg in eine deutsch-österreichische Kulturmeile verwandeln. Rund ein Dutzend international bekannte bildende Künstler sollen dabei über längere Zeit hinweg ihre Arbeiten, Großplastiken etwa, präsentieren. Auch abseits der Burg verspricht sich der Bürgermeister einiges an Nachhaltigkeit von der Landesausstellung. Gerade die in den vergangenen Monaten geknüpften Freundschaftsbande nach Österreich sieht er als Chance. "Ich bin mir sicher, dass die Bekanntschaften weitergepflegt werden", sagt er. "Die Landesausstellung hat Augen und Herzen geöffnet."








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