• pnp.de
  • regioevent.de
  • heimatsport.de


pnp.de 28.04.2017



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




01.02.2012  |  09:40 Uhr

Erste 1000 Meter sind schon geschafft

Geothermie-Meißelschlag mit 120 Gästen in Traunreut - Parzinger: "Ein richtungsweisendes Leuchtturm-Projekt"

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Von Herbert Reichgruber

Traunreut. Mit dem symbolischen Akt eines "Meißelanschlages" wurde gestern der offizielle Startschuss für den Bau eines Geothermie-Kraftwerks in Traunreut gegeben. Dazu waren nicht nur politische Vertreter aus Stadt und Landkreis, sondern auch die Investoren und beteiligten Firmen nach Traunreut gekommen. Die Bohrung selbst hat längst begonnen, und die Meißel sind nach zwei Wochen bereits bis in eine Tiefe von 1000 Metern vorgedrungen.

Beeindruckend waren für viele der rund 120 Gäste des Meißelschlags nicht nur die gigantischen Ausmaße des Bohrplatzes und der Bohranlage selbst; so mancher mochte auch kaum glauben, dass während des Festaktes die Bohrung weiterlief, denn zu hören war davon kaum etwas. Doch Thomas Neu, Geschäftsführer der Geothermischen Kraftwerksgesellschaft Traunreut, versicherte der Lokalredaktion, dass seit dem Bohrbeginn am 16. Januar der Bohrmeißel mittlerweile in 1010 Meter Tiefe angelangt ist. Deshalb war der gemeinsame Knopfdruck nurmehr ein symbolischer Akt. Dennoch bot der Festakt die passende Gelegenheit, die Bedeutung und Dimension des Projekts zu erläutern.

So werden in die Anlage bei einem Erfolg bis 2014 rund 65 Millionen Euro investiert. Das Geld kommt von Investoren, die die Muttergesellschaft Grünwald Equity Geothermie GmbH gewonnen hat. Deren Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Raimund König war mit einigen Investoren nach Traunreut gekommen, und er betonte, dass bei allen Voruntersuchungen doch auch eine gehörige Portion Risiko in dem Unternehmen stecke: "Hier ist erheblicher unternehmerischer Pioniergeist gefordert. Grünwald Equity als mittelständische Unternehmensgruppe ist einer von bislang wenigen privaten Betreibern geothermischer Anlagen. Würde die Allgemeinheit nur auf die großen Energieversorger setzen, dann müssten wir alle länger auf die tiefe Geothermie warten."

Zuletzt war dieses Risiko am bisherigen Standort des Bohrturms in Kirchweidach deutlich geworden, wo zwar die erste Bohrung erfolgreich war, diezweite Bohrung für die Rückführung des Wassers aber erst auf den zweiten Versuch gelang. Diese Verzögerung wurde auch gestern nicht verschwiegen. Thomas Neu betonte aber, dass nun mit umso mehr Elan die Arbeiten in Traunreut begonnen hätten.

Neu verdeutlichte auch die Vorteile der Geothermie: "Das ist unsere Energie, die uns kein Zar und kein Scheich nehmen kann, sie ist preislich kalkulierbar, geopolitisch unabhängig, braucht wenig Platz und ist klimaneutral." Ausdrücklich dankte Neu auch Klaus-Dieter Giese, der bereits 2005 die Idee eines Geothermiekraftwerks in Traunreut geboren hatte. In Folge der Finanzkrise war der eigentlich schon für 2008 geplante Bohrbeginn durch ein anderes Unternehmen zwar geplatzt, aber die Idee wird nun von der neuen Gesellschaft umgesetzt.

Wie Neu betonte, soll nun die erste Bohrung im April in 5000 Meter Tiefe enden. Dann wird ein erster Pumpversuch unternommen. Anschließend könnte die zweite Bohrung beginnen, die im September mit dem zweiten Pumpversuch enden soll. Im Oktober sei dann ein erster Zirkulationstest geplant. Ist bis dahin der Bauvorbescheid für das eigentliche Kraftwerk erteilt, sollen noch in diesem Jahr die Fundamente des Kraftwerks gesetzt werden.

Bis zum Herbst 2013 soll dann die Wärmelieferung an die Stadtwerke Traunreut möglich sein. Die Stadtwerke werden bis dahin eine 750 Meter lange Verbindungsleitung bis zum Anbindepunkt in der Theodor-KörnerStraße verlegen. Die neue Fernwärmequelle wird im Stadtgebiet schon sehnlichst erwartet: "Wir stehen praktisch mit angezogener Handbremse bereit und können sofort loslegen", versicherte Wilhelm Helmdach, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke. Nach Angaben des Technischen Stadtwerke-Leiters Franz Hagenauer bietet die Geothermie die Möglichkeit, bis zu 3000 Wohnungen in Traunreut mit Fernwärme zu versorgen. Wie Bürgermeister Franz Parzinger sagte, werden derzeit schon rein rechnerisch 4000 Haushalte in der Stadt mit Fernwärme beliefert. Er betonte gestern: "Der Entschluss für die Geothermie in Traunreut hängt auch mit unserem modernen Fernwärmenetz zusammen. Mit dem Beschluss, die Wärmeversorgung Süd aufzubauen, wurde auch der Grundstein für das Geothermie-Projekt gelegt." Parzinger gab sich jedenfalls überzeugt: "Das Traunreuter Geothermie-Kraftwerk ist ein Leuchtturm-Projekt, das in Zeiten der Energiewende richtungsweisend ist."

Landrat Hermann Steinmaßl lobte das Kraftwerk als einen entscheidenden Schritt zum erklärten Ziel des Landkreises Traunstein, bis 2020 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Dazu sei ein Energiemix aus Wasser, Biomasse, Geothermie, Sonne und Windnötig. Die Geothermie sei ein wichtiger Baustein, da sie an 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr zur Verfügung stehe: "Für die Energiewende brauchen wird diese grundlastfähigen Formen erneuerbarer Energien!" Er forderte den Freistaat auf, mit Landesbürgschaften für die Bohrung das Fündigkeitsrisiko kalkulierbarer zu machen. Steinmaßl fügte hinzu: "Ich hoffe, dass im Landkreis noch weitere Kommunen auf den Zug aufspringen und die vorhandenen Potenziale in Sachen Geothermie ausschöpfen. Es bestehen bereits Planungen beziehungsweise Anfragen für Schnaitsee, Nußdorf und rund um Traunstein."

In Traunreut gilt es nun die Ergebnisse der Bohrungen abzuwarten. Läuft alles optimal, kann nach der Fernwärmelieferung ab Herbst 2013 im Frühjahr 2014 die Stromproduktion beginnen.








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2017
Dokument erstellt am










Anzeige





Christian Bradic wird von seinen Freunden auch "Kiki" genannt. Er wird seit Samstag vermisst. − Foto: Polizei

Die Polizei sucht nach dem 16-jährigen Christian Bradic, der von seinen Freunden auch "Kiki" genannt...



Mit diesem Bild macht die junge Designerin demnächst in Passau auf sich aufmerksam – das Plakat wird sechs mal acht Meter groß sein und in Uninähe platziert. − Foto: "Variasophia"/Christian Kropfmüller

Dass da noch keiner drauf gekommen ist: Eine Modedesignerin aus Afham (Landkreis Passau) hat für das...



Regnerisch und trüb ist es zur Zeit im Süden Bayerns. −Symbolfoto: dpa

Regen, Regen, Regen. So sieht es derzeit im südlichen Bayern aus. Für die nieder- und...



Blumen stehen vor einem Bild der verschwundenen Madeleine McCann (Maddie). Auch zehn Jahren nach dem Verschwinden von Maddie hat die Londoner Polizei die Hoffnung noch nicht aufgegeben.  − Foto: dpa

Ana rollt mit den Augen, als sie den Namen "Maddie" hört. "Es reicht! Langsam muss ja Schluss sein...



Die Polizei konnte bereits einen Tag nach dem sexuellen Übergriff auf eine 17-Jährige beim Besuch der Gerner Dult einen Tatverdächtigen festnehmen. −Archivfoto: Schön

Während des Besuches der Gerner Dult kam es am Montag in Eggenfelden im Landkreis Landkreis...





Um von der Grundschule auf die Realschule oder das Gymnasium zu wechseln, brauchen Schüler einen bestimmten Notenschnitt. In Zukunft sollen allein die Eltern über die Schullaufbahn entscheiden, fordert die SPD-Landtagsfraktion in einem Gesetzentwurf. − Foto: dpa

Die Note allein soll in Bayern nicht mehr darüber entscheiden, welche Schule ein Kind besuchen darf...



Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) Foto: dpa

Ausgerechnet bei seinem eigenen Karriereende lässt CSU-Chef Seehofer den eigenen Worten keine Taten...



Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter war beim Rückspiel des FC Bayern in Madrid vor Ort. Hautnah hat er miterlebt, wie die Polizei den Bayern-Block gestürmt und auf Fans eingeschlagen hatte. Nun will er einen Anwalt einschalten. − Foto: dpa

Als Stadionbesucher vor Ort hat Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter beim Viertelfinal-Rückspiel...



Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. − Foto: dpa

Eklat beim Antrittsbesuch von Außenminister Sigmar Gabriel in Israel: Ministerpräsident Benjamin...



Zusammengerechnet sollen die beiden Bandenmitglieder Metalle im Wert von rund 300000 Euro erbeutet haben. Beide müssen dafür rund fünf Jahre in Haft. − Foto: Schöttl

Jeweils um die fünf Jahre müssen zwei Mitglieder der sogenannten Kupferbrigade ins Gefängnis...





Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. − Foto: dpa

Eklat beim Antrittsbesuch von Außenminister Sigmar Gabriel in Israel: Ministerpräsident Benjamin...



Liquidatoren wurden die Männer genannt, die nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl – heute vor 31 Jahren – mit Aufräumarbeiten beauftragt waren. Sergej Tag musste immer wieder in den havarierten Block 4, um noch brauchbare Ersatzteile auszubauen. Schon kurz nach dem GAU begannen die Reparaturarbeiten an Block 4 (kleines Foto vom 1. Oktober 1986). Die benachbarten Reaktorblöcke liefen teils noch bis 2000. − Fotos: dpa

Zehn Jahre lang hat Sergej Tag im Atomkraftwerk in Tschernobyl gearbeitet. Der Techniker...



Bereits mit neun Jahren half er dem Vater aus, heute – 70 Jahre später – ist der Fimberger Max der letzte Glöckner von Maria Ach. − Foto: Stummer

Er wirkt ein wenig wie aus der Zeit gefallen. Wenn er langsam durch die Kirche schlurft...



Der neue Oberstaatsanwalt Prof. Dr. Kroiß (links), Justizminister Winfried Bausback und Wolfgang Giese. - Foto: Karlheinz Kas

Traunstein. Festakt im Schwurgerichtssaal: Dort wo ansonsten die schweren Fälle der...



Noch vor der ohnehin immer früh beginnenden Osternachtsmesse versammelten sich rund 150 "Geburtstagsgäste" im und am Geburtshaus Benedikts XVI., um sich inmitten eines Lichterlabyrinths auf den besonderen Tag einzustimmen. − Fotos: A. Kleiner

Erst andächtig und leise, im späteren Tagesverlauf immer ausgelassener und klanggewaltiger hat...













Country Weekend

28.04.2017 /// 10:00 Uhr /// Westernstadt Pullman City /// Eging am See

Country Musik vom Feinsten
Gerner Dult

28.04.2017 /// 14:00 Uhr /// Rottgauhalle /// Eggenfelden - Gern

Unterhaltung mit "Räuber Kneissl und seine Kumpane". Ab 19 Uhr Abend der Betriebe mit den...
Konzertreihe "Orgel.Punkt3"

28.04.2017 /// 15:00 Uhr /// Stadtpfarrkirche St. Paul /// Passau

eine halbe Stunde Orgelmusik, um zur Ruhe zu kommen
mehr
Circus Krone: Evolution

29.04.2017 /// 15:30 Uhr /// Volksfestplatz /// Mühldorf am Inn

Kabarett mit dem "Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinn"

29.04.2017 /// 20:00 Uhr /// Bürgerhaus /// Waldkirchen

Wise Guys

29.04.2017 /// 20:00 Uhr /// Salzburg Congress (Europasaal) /// Salzburg

mehr
mehr