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18.10.2011  |  00:00 Uhr

Die letzte große Ritterschlacht

Die Schlacht bei Mühldorf – Herbert Matejka entführte Zuhörer in Garching in die Geschichte

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Garching. Es war eine Schlacht, bei der es für die beteiligten Fürsten um viel ging, um die Herrschaft im damaligen Deutschen Reich. Zwei Adelsgeschlechter, die Wittelsbacher und die Habsburger, stritten um die Vormacht. In der Schlacht bei Mühldorf 1322 setzte sich schließlich Herzog Ludwig IV von Bayern durch. Beim Heimatbund Garching ließ Herbert Matejka nun die Schlacht noch einmal lebendig werden.

In seinem sehr quellentreu gehaltenen Vortrag berichtete Herbert Matejka über die letzte Ritterschlacht ohne Feuerwaffen im Jahr 1322, an der auf beiden Seiten nach seiner Schätzung jeweils 6000 Mann beteiligt waren. Neben zahlreichen Gästen hörte auch Kreisheimatpflegerin Renate Heinrich im Gasthaus Schartner aufmerksam zu.

Die Ritter hoch zu Ross und geschützt von schweren Rüstungen, ausgerüstet mit Lanzen, Schwert und Streitäxten waren regelrechte Kampfmaschinen, die das mit Keulen, Stichwaffen und Morgenstern bewaffnete Fußvolk, unter ihnen auch Armbrust- und Bogenschützen, anführten und antrieben.

Dabei konnte Matejka auf eigene Feldforschungen im ursprünglichen Wortsinn verweisen: 1982 erzählte ihm ein Bauer, dass regelmäßig beim Ackern Metallteile zum Vorschein kämen. Als passionierter Archäologe, der bereits seit 1972 mit dem Landesamt für Denkmalpflege eng zusammenarbeitet, ging er diesem Hinweis nach und machte reiche Beute. Insgesamt 200 Armbrustspitzen, 80 Pfeilspitzen, einen Dolch, einen Schwertknauf, Münzen, Riemen und Gürtelschnallen und anderes mehr sammelte er im Laufe der Jahre ein.

Die Artefakte, die er inzwischen der Prähistorischen Staatssammlung übereignet hat, wurden dort auch von Experten untersucht und zeitlich eindeutig dem frühen 14. Jahrhundert zugeordnet. So widerlegten unter anderem diese Funde die Legende, dass diese Schlacht, bei der es zwischen dem Wittelsbacher Herzog Ludwig IV. von Bayern und dem Habsburger Friedrich dem Schönen immerhin um die römisch-deutsche Königswürde ging, bei Ampfing stattgefunden hätte.

Wie Matejka erklärte, wurden in Quellentexten die Orte Emping und Zundersdorf genannt. Nachdem diese Namen auf keinen Karten zu orten waren, leiteten Geschichtssschreiber von "Emping" den Ort Ampfing ab, so dass bis in die jüngere Vergangenheit immer von der Schlacht bei Ampfing die Rede war, diese aber in Wirklichkeit bei Mühldorf/Erharting stattgefunden hat.

Mit einer weiteren Legende wusste Matejka aufzuräumen: "Jedem Mann ein Ei, dem frommen Schweppermann zwei", so lautet eine Inschrift auf dem Grabstein des 1337 in KastlOberpfalz begrabenen Ritters. Diesen Ausspruch soll König Ludwig nach gewonnener Schlacht im Jahr 1322 getan haben. Tatsächlich hat aber der treue Ritter und Feldmarschall Ludwigs an dieser Schlacht altersbedingt – er war zu diesem Zeitpunkt 65 Jahre alt – nicht mehr teilgenommen, so Matejka.








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