• pnp.de
  • regioevent.de
  • heimatsport.de


pnp.de 28.07.2015



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




01.10.2011  |  00:00 Uhr

Traunsteiner Feuerwerker zünden Rekordbombe über Berlin

Zwei-Mann-Firma Bavaria Fireworks schießt am 12. November Europas größte Pyro-Kugel in den Hauptstadthimmel

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Von Thomas Thois

Traunstein/Traunreut/Berlin. Am Samstag, 12. November, lassen sie über Berlin die Bombe platzen – und dann sind Thomas Wagner (45) und Udo Neumann (49) aus Bergen Europas führende Pyrotechniker. Die findigen Chefs der Traunsteiner Firma Bavaria Fireworks wollen zum Abschluss der Pyro-World-Messe am ehemaligen Flughafen Tempelhof ein Rekord-Feuerwerk zünden, indem sie eine 450 Kilogramm schwere Kugel von einem Meter Durchmesser fast einen Kilometer hoch in den Hauptstadthimmel schießen und einen gigantischen Farbenteppich erzeugen. "Das wäre die größte jemals in Europa hochgeschossene Kugelbombe", so Udo Neumann. "Ein größeres Kaliber haben bislang nur die Japaner geschafft."

Es ist das Highlight der noch jungen Firmengeschichte. Seit April firmiert die Zwei-MannFeuerwerks-Manufaktur unter dem Namen "Bavaria Fireworks", nachdem Thomas Wagner vorher als pyrotechnisch hochbegabter Einzelkämpfer unterwegs war in Sachen OneShots, Blitzknall und Großkaliberbomben.

Das aus den Büros in Traunstein, einem Bunkergelände nahe Rosenheim und einem Herstellungsbetrieb nahe Traunstein bestehende Unternehmen ist europaweit schon gut vernetzt. "Mit der Rekord-Kugelbombe wollen wir uns weiter etablieren", so Udo Neumann, für den der letzte der drei Messe-Tage in Berlin doppelt historisch werden könnte. Denn just am 12. November feiert der aus Bergen auf der Insel Rügen stammende und in Bergen im Chiemgau lebende Unternehmer seinen 50. Geburtstag. "Ein schöner Zufall. Und das größte Geschenk wäre natürlich, wenn die Herausforderung klappt."

Nach dem Motto "Sicherheit und Qualität an erster Stelle" wird derzeit fleißig an dem gewaltigen Prototyp gewerkelt. "Wenn da in Tempelhof Tausende Leute zuschauen, und bei gutem Wetter vielleicht halb Berlin, soll natürlich alles reibungslos ablaufen", betont der 49-Jährige. Deshalb wird vorher alles genau geplant und berechnet – von Flugbahn und Ballistik über die Schwarzpulvermenge bis zum Sicherheitsabstand. "Und wir werden – vermutlich bei uns in der Region – einen Testlauf machen und eine Kugel ohne Effektladung in die Luft schießen."

Die "Kanone" dazu ist fast fertig. Die Firma Bavaria Composites aus Biebing bei Traunreut hat den XXL-Mörser aus glasfaserverstärktem Kunststoff fabriziert. Als Form für die vier Meter lange und 640 Kilo schwere Abschussrampe, die fast vollständig in den Boden eingegraben werden muss, diente ein ausrangierter Öltank.

Die "Kanonenkugel" selbst existiert bislang nur als Styropor-Dummy, "den wir zu Werbezwecken übrigens auch schon für ein Gipfelfoto auf den Hochfelln befördert haben", wie Neumann berichtet, so dass die Riesen-Murmel also schon mal auf 1674 Metern Höhe war. Am Abschlussabend der Pyro-Fachmesse in Berlin würden schon 800 Meter reichen – wobei diese dann nicht gemächlich mit der Seilbahn überwunden werden, sondern in einem rund achtsekündigen, rasanten JungfernSteilflug, der seinen Antrieb aus der Explosionskraft von 35 Kilogramm Schwarzpulver bezieht, die die Bavarian Fireworkers in die "Dicke Berta" aus Biebing stopfen und per elektrischer Fernsteuerung zünden werden.

"Einfach hingehen und mit dem Streichholz anzünden könne wir das Ganze natürlich nicht", scherzt Udo Neumann. "Da müssen streng die Sicherheitsabstände eingehalten werden, eventuell bis zu einem Kilometer, denn unser großer Leuchtteppich wird einen Durchmesser von rund 600 Metern haben."

"Project 1000" haben Wagner und Neumann ihr pyrotechnisches Riesen-Baby getauft – wegen der Kaliberzahl von 1000 Millimetern.
Das Feuerwerk, das die Mega-Kugel in den Berliner Nachthimmel transportiert und per verzögerter Zündung freigibt, soll 20 Sekunden oder länger dauern und ein gigantisches Farbenschauspiel über die Bundeshauptstadt zaubern. Wobei die Bevölkerung bei der Effektgestaltung mitreden kann – bei einem Online-Wettbewerb auf der Firmenhomepage, dessen Sieger dann sogar per Knopfdruck die Bombe zünden darf.

Dass von dem mit einem halben Jahr Vorbereitungszeit und 30 000 bis 50 000 Euro Kosten verbundenen Spektakel am Ende nicht nur Schall und Rauch übrig bleiben, davon ist Udo Neumann überzeugt. "Wir wollen zeigen, was technisch möglich ist." Ein leuchtendes Beispiel der Handwerkskunst soll es werden, "denn Feuerwerker sind ja auch zu einem gewissen Grad Künstler". Das Interesse an "Project 1000" ist schon jetzt enorm. "Es gibt bereits Anfragen von Großhändlern aus dem Ausland, die sowas unbedingt auch haben wollen", so Neumann, wobei traditionell die südeuropäischen Länder besonders glühende Feuerwerk-Fans sind. Vor allem in Italien, Spanien und auf Malta werde diese uralte Faszination gepflegt. Ein interessanter Markt also für die Traunsteiner Shooting-Stars der Szene. "Wobei wir aber von dieser Riesenkugelbombe sicher nicht mehr als vier Stück pro Jahr produzieren können, weil wir uns ja auch noch um unsere restliche Produktpalette kümmern müssen."

So oder so ist eines wichtig: Dass der 12. November ein rundum gelungener Geburtstag wird. Sowohl für den dann 50-jährigen Udo Neumann, als auch für sein 450 Kilo schweres "Geburtstags-Kind", das gegen 21 Uhr 800 Meter über Berlin das Licht der Welt erblicken – und vor allem eindrucksvoll verschönern – wird.








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2015
Dokument erstellt am










Anzeige





Sonntag und Montag blieb das Freibad in Kulmbach geschlossen. Am Dienstag soll die Anlage aber wieder für die Besucher geöffnet werden. − Foto: Nicolas Armer/dpa

Im Fall der beiden tödlich verunglückten Männer in einem Kulmbacher Freibad hat die...



−Symbolbild: dpa

Wegen Vergewaltigung eines 13 Jahre alten Mädchens auf einem Spielplatz in Amberg sitzt ein junger...



Foto: Archiv dpa

Im Raum Lindau gibt zum zweiten Mal binnen eines Jahres ein katholischer Pfarrer wegen einer Frau...



Reals Topstar Cristiano Ronaldo. Foto: dpa

Das wird wenige Tage vorm Bundesliga-Start wieder ein Fußballfest zum Zungeschnalzen: Weltfußballer...



Foto: Sven Hoppe/dpa

Nach einem Brand in einem Intercity-Triebwagen in München ist es am Montag zu einem Bahnchaos in...





Noch immer uneins: Sebastian Frankenberger ist vom Nutzen des Rauchverbots überzeugt, Franz Bergmüller hingegen nicht. − Fotos: Thomas Jäger/privat

Seit fünf Jahren ist in bayerischen Wirtshäusern, Kneipen und Clubs und auf Volksfesten das Rauchen...



Foto: Archiv dpa

Nach dem Stopp des Betreuungsgeldes durch das Bundesverfassungsgericht will die Staatsregierung die...



Wirbt für mehr Pflegekräfte: Harald Weinberg (2.v.l.), gesundheitspolitischer Sprecher der Linken. − F.: Jäger

MdB Harald Weinberg (Die Linke) tourt derzeit durch Niederbayern. Im Gepäck hat er vier...



Wer die Alz im Schlauchboot runterschippert, sollte in Truchtlaching Vorsicht walten lassen. Nicht wegen Stromschnellen oder gefährlicher Untiefen. Die "Gefahr" kommt von oben, von den mit maximaler Wasserverdrängung im Fluss aufschlagenden Brückenspringern. Bevorzugte Zielgruppe der Spritz-Attacken: Die Preiß’n, wie der BR-Film über den "wilden Chiemgauer Brauch" (kl Bild) zeigt. −Fotos: Archiv rse/Screenshot BR Abendschau

Auf halber Strecke ist es vorbei mit der beschaulichen Paddel-Idylle. Nicht nur, weil die Alz...



Mit ihrem achtjährigen Sohn war eine 44-jährige am Mittwochabend zum Einkaufen in einen Landshuter...





Tüten voll mit Essen und Trinken sind vom nächtlichen Protest vor der Burghauser PI übrig geblieben. Die zurückgelassenen Lebensmittel will die Polizei – soweit noch brauchbar – der Tafel übergeben. − Foto: Kleiner

Polizei, Landratsamt, Helfer – sie alle können nur den Kopf schütteln über einen...



An der Sepp-Kiene-Straße auf dem Areal hinter dem orangefarbenen Container will die Wohnungsbau GmbH des Landkreises Traunstein eine dezentrale Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber errichten. Derzeit herrscht dort Baustellenbetrieb, da der Landkreis die Kreisstraße 26 am Zaglberg ausbaut. − Foto: fam

Für Asylbewerber will die Wohnungsbau GmbH des Landkreises Traunstein an der Sepp-Kiene-Straße eine...



Um ein Zeichen zu setzen, stellten sich die Schüler für ein Gruppenfoto aus der Vogelperspektive in eigens ausgesuchten Formationen zusammen. Auf dem Bild zu sehen ist die Mittelschule Tüßling. − Foto: Schulamt

Landesfahnen von Syrien, Peru, Afghanistan und dem Iran – schon die Wappen am neuen...



Aufstieg zur Großen Zinne in den Sextener Dolomiten im Jahr 1958 (v. l.): Hans Kellendorfer sen. und Luise Gschirr. Luise trägt das Seil am Körper, mit dem sie sich auch später beim Abstieg sichern lässt. Ihre Mutter durfte das Seil bei der Abfahrt zu Hause nicht sehen, damit sie sich keine Sorgen machte. Berggehen hält jung: Luise Gschirr (81), die auch mit dem Vater von Hans Kellendorfer jun. (84) unterwegs war, und Hans Kellendorfer jun. sind in den 50er-Jahren auf so manchen Gipfel gekraxelt. Der Hochfelln hat es Luise besonders angetan, und der Dachstein ist Hans’ Liebling. − Fotos: Archiv DAV-Sektion Tittmoning (4)/Agnes Lamminger (1)

"Wir haben viel riskiert, aber passiert ist uns nie etwas", sagt Luise, und Hans nickt...



Wer die Alz im Schlauchboot runterschippert, sollte in Truchtlaching Vorsicht walten lassen. Nicht wegen Stromschnellen oder gefährlicher Untiefen. Die "Gefahr" kommt von oben, von den mit maximaler Wasserverdrängung im Fluss aufschlagenden Brückenspringern. Bevorzugte Zielgruppe der Spritz-Attacken: Die Preiß’n, wie der BR-Film über den "wilden Chiemgauer Brauch" (kl Bild) zeigt. −Fotos: Archiv rse/Screenshot BR Abendschau

Auf halber Strecke ist es vorbei mit der beschaulichen Paddel-Idylle. Nicht nur, weil die Alz...













Pichelsteinerfest

28.07.2015 /// 13:00 Uhr /// Pichelsteiner-Festplatz /// Regen

Tag der Land- und Forstwirtschaft, der Kinder und der Feriengäste.
66. Eginger Volksfest

28.07.2015 /// 14:00 Uhr /// Festplatz /// Eging am See

Familiennachmittag und Partyabend mit der Band "Frontal".
Kindermusical "Jorinde und Joringel"

28.07.2015 /// 18:00 Uhr /// Theater am Hagen /// Straubing

Eigenproduktion des Anton-Bruckner-Gymnasiums, Projekt der beiden 5. Ganztagsklassen.
mehr
Europäische Wochen

29.07.2015 /// 19:30 Uhr /// Modehaus Garhammer /// Waldkirchen

Klavierrecital mit Galina Vracheva.
21. Eulenspiegel Zeltfestival

29.07.2015 /// 20:00 Uhr /// Ortspitze /// Passau

Musikkabarett "Drei Männer nur mit Gitarre". Mit Keller Steff, Roland Hefter und Michi Dietmayr.
Eulenspiegel Festival - 3 Männer nur mit Gitarre

29.07.2015 /// 20:00 Uhr /// Ortspitze /// Passau

Keller Steff, Roland Hefter, Michi Dietmayr.
mehr
Mit "Gefühlt Mitte Zwanzig" gelingt Indiefilm-Meister Noah Baumbach eine anspielungsreiche...
Im Sommer-Spekaktel von Chris Columbus wird die Erde auf möglichst durchgeknallte Art bedroht - von...
"Ooops! Die Arche ist weg ..." ist ein turbulenter und lustiger Animationsfilm um zwei Tierkinder,...
Liebe, Freundschaft - oder bloß Bewunderung? In "Margos Spuren" bringt ein Roadtrip Klärung in die...
mehr