• pnp.de
  • regioevent.de
  • heimatsport.de


pnp.de 19.02.2017



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




18.05.2011  |  00:00 Uhr

Fünf Kilometer in die Tiefe

Heißes Wasser in Kirchweidach – Zweite Bohrung zur Erschließung hat bereits begonnen

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Kirchweidach / Tacherting (wt). Die erste Bohrung auf dem Geothermie-Standort Kirchweidach ist erfolgreich abgeschlossen: 4900 Meter haben die Experten der Bohrfirma Anger’s Söhne aus dem hessischen Lichtenau den Bohrmeißel in den Untergrund getrieben. Dass sie ihr Weg dabei nicht nur stetig nach unten, sondern auch auf Umwegen zum Ziel führte, zeigt die Länge des Bohrlochs: Knapp fünf Kilometer weit musste man bohren, um schließlich in etwa 3800 Metern Tiefe auf ein ergiebiges und für die Nutzung zur geothermischen Energiegewinnung sehr gut geeignetes Heißwasser-Vorkommen zu stoßen. Das Aushubmaterial der zweiten Bohrung wird derzeit in der AKR-Kiesgrube bei Tacherting gelagert.

"Der Kirchweidacher Untergrund hat es uns in den letzten Wochen nicht immer leicht gemacht", sagte Geoenergie-Bayern-Geschäftsführer Bernhard Gubo. "Aber jetzt ist es geschafft." Erste Pumpversuchstests hätten vier unterschiedliche Förderraten ergeben. Die Messungen hätten ließen darauf schließen, dass das Malmwasser unterhalb von Kirchweidach in 3800 Metern Tiefe den Analysen nach fast Trinkwasserqualität hat. Gubo: "Dies wird den späteren Kraftwerksbetrieb erheblich erleichtern."

Entscheidend für den nun erzielten Erfolg waren nach Angaben der Ingenieure der Geoenergie Bayern die überdurchschnittliche Bohrlochstabilität und -sicherheit. Dadurch sei es möglich gewesen, auch die nötigen 1200 Meter horizontale Bohrstrecke im Malm ohne größere Probleme zurückzulegen. Die von den Geologen prognostizierten Störungs- und Verkarstungszonen konnten angebohrt und erschlossen werden. Es gab sogar mehrmals Bereiche, in denen der Bohrmeißel einige kurze Momente ohne Gegendruck durch kleinere verkarstete Höhlen gefallen sein muss.

Der nächste Schritt zur Erschließung der Heißwasservorkommen wurde indes bereits in die Wege geleitet. Am 9. Mai, so Bernhard Gubo, wurde damit begonnen, das Bohrgerät vom ersten Bohrkeller auf einen zweiten zu schieben. Sieben Meter vom ersten Bohrloch entfernt wird nun parallel das zweite Bohrloch in die Tiefe gebracht. "Wir rechnen mit drei bis vier Monaten, bis unsere zweite Bohrung abgeschlossen sein wird." Voraussetzung dafür sei, dass auch diese Arbeiten unfallfrei verlaufen. Bernhard Gubo: "Mit etwas Fortune und wenn Komplikationen ausbleiben, wird auch aus unserem zweiten Bohrloch heißes Wasser in ausreichender Menge und in geeigneter Qualität sprudeln."

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass das Geothermiekraftwerk wie geplant um die Jahreswende 2012/13 in Betrieb genommen werden kann. Die Planungen für die zweite Bohrung liefen in den letzten Monaten auf Hochtouren. Laut Gubo würden die gewonnenen Erkenntnisse aus der ersten Bohrung direkt für das zweite Bohrloch genutzt.

Parallel zu diesem Vorhaben sollen nun die Bürger zu den Themen Fernwärmelieferung und Kraftwerksplanung umfangreich informiert und zum Dialog über "ihre" künftige umweltfreundliche Energieversorgung eingeladen werden. Positive Effekte erhofft man sich bei der Geoenergie Bayern zudem von der bevorstehenden geplanten Novellierung der EEG Einspeisevergütung für Geothermieprojekte, "die sich auch wirtschaftlich positiv auf das Projekt auswirken wird und für weitere Projekte zwingend erforderlich ist", so Geschäftsführer Gubo.

Um die Lagerung des Bohrmaterials hatte es bei der ersten Bohrung Unstimmigkeiten gegeben, da das aus der Tiefe geholte Material vorübergehend in einer Kiesgrube zwar ordentlich gelagert war, die Kiesgrube aber nicht die notwendige Zulassung hatte. Jetzt wird das Aushubmaterial aus dem Bereich der ersten 800 Meter der zweiten Bohrung in der AKR-Kiesgrube bei Tacherting gelagert.

Diese Kiesgrube habe die Zulassung für diese mit Betonit versetzten Stoffe, bestätigte gestern Günter Hopf, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes in Traunstein.








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2017
Dokument erstellt am










Anzeige





Markus Söder als Homer Simpson (rechts) und Horst Seehofer. − Foto: Daniel Karmann/mdpa

Wer nach Veitshöchheim kommt, muss einstecken können. Die Künstler der "Fastnacht in Franken"...



− Foto: Schlegel/Symbolfoto

Ein über die Gleise laufender Mann hat einen Lokführer zu einer Notbremsung gezwungen - und ihn...



Unfall bei Peterskirchen. − Foto: FDL/BeMi

Ein Großaufgebot an Rettungskräften wurde am Samstag gegen 13.40 Uhr im Raum Peterskirchen alarmiert...



Laura Dahlmeier jubelt im Ziel über ihr fünftes Gold bei dieser WM. − Foto: Barbara Gindl/dpa

Laura Dahlmeier hat bei der Biathlon-WM in Hochfilzen ihre fünfte Goldmedaille gewonnen und damit...



Viel zu investieren, viel Arbeit, zu wenig Gäste – nicht nur der Neuöttinger Gasthof Krone zieht angesichts dessen die Notbremse. − F.: Kleiner

Der "Dörfl" in Neuötting, der "Brandhof" in Alzgern – es sind traditionsreiche Namen...





Hier wird der Vorsitzende der AfD daran gehindert, auf den Parkplatz des Schwaigerkellers zu fahren. Foto: TB21

Zu einer sogenannten "Spontandemo" hatten sich Anhänger aus der Antifaschistischen Szene am...



Die Pkw-Maut verstößt laut einem Bundestagsgutachten gegen EU-Recht. Foto: Jens Büttner/dpa

Die Pkw-Maut bekommt mit Korrekturen den juristischen Segen der EU. So hat es Minister Dobrindt klar...



Werden Dieselfahrzeuge in München bald verboten? −Symbolfoto: dpa

Saubere Luft in den Städten - darum wird seit Jahren gerungen. Mit dem Feinstaub ist es in München...



Robert Lewandowski jubelt. − Foto: Christian Charisius/dpa

Nach der Gala in der Champions League hat Robert Lewandowski den Bayern in der Bundesliga in...



Symbolfoto: dpa

Der Bayerische Lehrerverband BLLV fordert, die Vergabe von Schulnoten zu überdenken...





In Handschellen wird Edgar Groth 1957 ins Traunsteiner Schwurgericht geführt. Dort verurteilten ihn die Richter im Dezember zu fünf Jahren Zuchthaus. − Fotos: dpa

Ein elektrischer Stuhl, eine ausgeklügelte Geheimtür, ein perfider Plan: Vor 60 Jahren landete einer...



Ein schwerer Unfall hat sich am Freitagmorgen bei Burgkirchen ereignet. Eine Frau kam dabei ums Leben. − Foto: Timebreak21

Bei einem schweren Unfall ist am Freitag eine 59-jährige Emmertingerin unweit des Chemieparks...



Die Boeing 737 namens "Landshut" wurde 1977 von Terroristen entführt. Zurzeit steht das Flugzeug auf einem Abstellplatz in Brasilien. Doch es gibt Überlegungen, sie nach Deutschland zu bringen. − Fotos: dpa

Die "Landshut" steht schon auf dem Friedhof. Eingezwängt zwischen zwei anderen Flugzeugen...



14 Jahre war sie an der Spitze der Grünen-Landtagsfraktion: Margarete Bause. −Foto: dpa

Die Grünen-Landtagsfraktion vollzieht an diesem Mittwoch den lange angekündigten Generationswechsel...



Manfred Kick hockt am Donnerstag in Garching (Bayern) am Heck seines Teslas. Auf der A9 hatte er mit einem waghalsigen Manöver ein Fahrzeug gestoppt - und dem Fahrer so vermutlich das Leben gerettet. Über seinen Twitter-Account gratulierte Tesla-Chef Elon Musk persönlich - und versprach, die Reparaturkosten zu übernehmen. −Foto: dpa

Als Held fühlt sich Manfred Kick nicht - auch wenn er in den Medien als solcher gefeiert wird...