• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 20.01.2018



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




18.05.2011  |  00:00 Uhr

Fünf Kilometer in die Tiefe

Heißes Wasser in Kirchweidach – Zweite Bohrung zur Erschließung hat bereits begonnen

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Kirchweidach / Tacherting (wt). Die erste Bohrung auf dem Geothermie-Standort Kirchweidach ist erfolgreich abgeschlossen: 4900 Meter haben die Experten der Bohrfirma Anger’s Söhne aus dem hessischen Lichtenau den Bohrmeißel in den Untergrund getrieben. Dass sie ihr Weg dabei nicht nur stetig nach unten, sondern auch auf Umwegen zum Ziel führte, zeigt die Länge des Bohrlochs: Knapp fünf Kilometer weit musste man bohren, um schließlich in etwa 3800 Metern Tiefe auf ein ergiebiges und für die Nutzung zur geothermischen Energiegewinnung sehr gut geeignetes Heißwasser-Vorkommen zu stoßen. Das Aushubmaterial der zweiten Bohrung wird derzeit in der AKR-Kiesgrube bei Tacherting gelagert.

"Der Kirchweidacher Untergrund hat es uns in den letzten Wochen nicht immer leicht gemacht", sagte Geoenergie-Bayern-Geschäftsführer Bernhard Gubo. "Aber jetzt ist es geschafft." Erste Pumpversuchstests hätten vier unterschiedliche Förderraten ergeben. Die Messungen hätten ließen darauf schließen, dass das Malmwasser unterhalb von Kirchweidach in 3800 Metern Tiefe den Analysen nach fast Trinkwasserqualität hat. Gubo: "Dies wird den späteren Kraftwerksbetrieb erheblich erleichtern."

Entscheidend für den nun erzielten Erfolg waren nach Angaben der Ingenieure der Geoenergie Bayern die überdurchschnittliche Bohrlochstabilität und -sicherheit. Dadurch sei es möglich gewesen, auch die nötigen 1200 Meter horizontale Bohrstrecke im Malm ohne größere Probleme zurückzulegen. Die von den Geologen prognostizierten Störungs- und Verkarstungszonen konnten angebohrt und erschlossen werden. Es gab sogar mehrmals Bereiche, in denen der Bohrmeißel einige kurze Momente ohne Gegendruck durch kleinere verkarstete Höhlen gefallen sein muss.

Der nächste Schritt zur Erschließung der Heißwasservorkommen wurde indes bereits in die Wege geleitet. Am 9. Mai, so Bernhard Gubo, wurde damit begonnen, das Bohrgerät vom ersten Bohrkeller auf einen zweiten zu schieben. Sieben Meter vom ersten Bohrloch entfernt wird nun parallel das zweite Bohrloch in die Tiefe gebracht. "Wir rechnen mit drei bis vier Monaten, bis unsere zweite Bohrung abgeschlossen sein wird." Voraussetzung dafür sei, dass auch diese Arbeiten unfallfrei verlaufen. Bernhard Gubo: "Mit etwas Fortune und wenn Komplikationen ausbleiben, wird auch aus unserem zweiten Bohrloch heißes Wasser in ausreichender Menge und in geeigneter Qualität sprudeln."

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass das Geothermiekraftwerk wie geplant um die Jahreswende 2012/13 in Betrieb genommen werden kann. Die Planungen für die zweite Bohrung liefen in den letzten Monaten auf Hochtouren. Laut Gubo würden die gewonnenen Erkenntnisse aus der ersten Bohrung direkt für das zweite Bohrloch genutzt.

Parallel zu diesem Vorhaben sollen nun die Bürger zu den Themen Fernwärmelieferung und Kraftwerksplanung umfangreich informiert und zum Dialog über "ihre" künftige umweltfreundliche Energieversorgung eingeladen werden. Positive Effekte erhofft man sich bei der Geoenergie Bayern zudem von der bevorstehenden geplanten Novellierung der EEG Einspeisevergütung für Geothermieprojekte, "die sich auch wirtschaftlich positiv auf das Projekt auswirken wird und für weitere Projekte zwingend erforderlich ist", so Geschäftsführer Gubo.

Um die Lagerung des Bohrmaterials hatte es bei der ersten Bohrung Unstimmigkeiten gegeben, da das aus der Tiefe geholte Material vorübergehend in einer Kiesgrube zwar ordentlich gelagert war, die Kiesgrube aber nicht die notwendige Zulassung hatte. Jetzt wird das Aushubmaterial aus dem Bereich der ersten 800 Meter der zweiten Bohrung in der AKR-Kiesgrube bei Tacherting gelagert.

Diese Kiesgrube habe die Zulassung für diese mit Betonit versetzten Stoffe, bestätigte gestern Günter Hopf, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes in Traunstein.








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2018
Dokument erstellt am










Anzeige





Eine 20 Jahre alte Frau und ihre 16-jährige Schwester sind bei einem Autounfall in Oberbayern ums Leben gekommen. −Symbolfoto: Wolf

Bei einem Autounfall auf schneeglatter Fahrbahn in Oberbayern sind zwei junge Schwestern getötet...



Der Lkw durchbrach den Gartenzaun eines Grunstücks und kam dort zum Stehen. − Foto: News5

Ein tragischer Verkehrsunfall mit einem Lkw hat sich am Freitagabend in Kelheim ereignet...



Gleich in der ersten Dschungelprüfung griff RTL in die Vollen - und servierte Kamelhirn und Straußenfuß. − Foto: MG RTL D / Stefan Menne

Er hat wieder begonnen: Der alljährliche Untergang des Abendlandes - das Dschungelcamp...



Der neue oberbayerische Skiheld Thomas Dreßen: Thomas Dreßen auf Garmisch-Partenkirchen. − Foto: dpa

Thomas Dreßen hat die Abfahrt von Kitzbühel und damit das wichtigste Rennen im alpinen Ski-Weltcup...



Weil sich ein Mann nach einem Unfall im österreichischen Bezirk Gmunden als Lebensretter ausgab und mehrere Geschenke vom Unfallopfer annahm, ermittelt nun die Polizei. − Foto: Archiv

Es ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Ein Rentner hat nach dem Mann gesucht...





Null Sicht am Schießstand: Johannes Kühn musste beim Rennen der Männerstaffel in Oberhof zweimal unter besonders irregulären Bedingungen in den Anschlag gehen. − Foto: dpa/Martin Schutt

Dass beim Biathlon-Weltcup in Oberhof ausgerechnet Johannes Kühn in der Männerstaffel fast alles...



Künftig für Burghausen am Ball: Maurizio Scioscia, der in Heidenheim schon 2. Liga spielte. − Foto: dpa

Neuer Mann für Wacker Burghausen: Maurizio Scioscia (26) wird den Regionalligisten in den restlichen...



Notgedrungen fand der Feld-, Wald- und Wiesen-Lauf in Tacherting-Altenham 2017 erstmals im Frühjahr statt. Ab sofort soll es immer so sein. − Foto: Veranstalter

Zweimal musste der Tachertinger Westerholzlauf im nördlichen Landkreis Traunstein in den vergangenen...



Zwei Tore in 17 Einsätzen bejubelte Markus Mayer (rechts) beim FC Töging. Nach nur einem halben Jahr ist der Stürmer nun wieder weg. − Foto: Zucker

Zwei Abgänge meldet Fußball-Landesligist FC Töging: Markus Mayer und Marcel Erlinger haben den...



Es wird eine harte erste Woche für die Burghausener Spieler um Tim Sulmer, die am Montag erstmals wieder auf dem Platz standen. − Foto: Butzhammer

Der Ball rollt wieder an der Salzach – am Montagabend versammelte Wacker Burghausens Trainer...





Die Nachfrage zur Teilnahme am freiwilligen PFOA-Blutmonitoring im Landkreis Altötting ist wie erwartet hoch. − Foto: dpa

Die Nachfrage zur Teilnahme am freiwilligen PFOA-Blutmonitoring im Landkreis Altötting ist wie...



Am Amtsgericht in Miesbach hat ein Richter für ein Verfahren gegen einen Asylbewerber aus Afghanistan ein Kreuz abhängen lassen. −Symbolfoto: dpa

Für ein Verfahren gegen einen jungen Asylbewerber aus Afghanistan hat ein Richter am Amtsgericht...



Am Wochenende wurden in Regensburg mehrere Polizeibeamte im Einsatz verletzt. −Symbolbild: dpa

Bei einer Serie von teils gewalttätigen Übergriffen auf Polizisten sind in der Nacht zu Sonntag...



Die "neue" Feuerwehr, von links: Walter Haider, Andreas Spermann, Georg Remmelberger, Matthias Heuwieser, Benedikt Dittmann, Veronika Edhofer, Christian Weiser, Peter Pfaffenhuber, Immanuel Eberle und Michael Heuwieser.

Eine stark verjüngte Vorstandschaft ist das Ergebnis der Neuwahl auf der Jahreshaupt-versammlung der...



Die CSU hat beschlossen, Straßenausbaugebühren abzuschaffen. −Symbolfoto: dpa

Neun Monate vor der Landtagswahl will die CSU die umstrittenen Straßenausbaubeiträge für Ortsstraßen...