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16.09.2011  |  00:00 Uhr

Bohrungen gestoppt

Geothermie sucht größere Vorkommen für Wasser-Verpressung

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Kirchweidach. Knapp vier Monate hat die Geo-Energie in Kirchweidach für das zweite Bohrloch in die Tiefe gebohrt. Nun wurden die Arbeiten für das Geothermie-Projekt in Kirchweidach vorübergehend unterbrochen. Hintergrund sind derzeit noch nicht ausreichende Heißwasservorkommen im Bereich der zweiten Bohrung.

"Wir haben wie geplant bei einer Bohrstrecke von etwa 5000 Metern eine Gesamttiefe von 3800 Metern erreicht", sagte Bernhard Gubo, Geschäftsführer der Geo-Energie Kirchweidach, gestern in einer Mitteilung. Durch das zweite Bohrloch werde für das geplante Geothermiekraftwerk das Wasser, das zuvor im ersten Bohrloch zutage gefördert wurde, wieder in den Untergrund zurückgepresst.

"Damit das Geothermiekraftwerk die geplante Leistungsfähigkeit erreicht, ist es notwendig, dass wir bei beiden Bohrungen auf ein vergleichbar großes Wasservorkommen stoßen", erklärte Gubo. Die erste Bohrung habe das erkundete Wasserreservoir in erwarteter Weise erschlossen und habe so eine Messlatte gesetzt, "die die zweite Bohrung hinsichtlich der Förderrate derzeit nicht erreicht." Deshalb müsse weiter gebohrt werden.

"Die nachgewiesene Reservoirtemperatur von 132 Grad Celsius übersteigt unsere Erwartungen schon jetzt, zumal im Betriebszustand nochmals Temperaturanstiege möglich sind", sagt Gubo zur ersten Bohrung. "Das bestätigt die Qualität des Standortes und motiviert uns, mit weiteren Maßnahmen das bestmögliche Ergebnis am Standort Kirchweidach zu erzielen", betonte der Geschäftsführer.

Eine neue, horizontale Streckenführung bei der zweiten Bohrung werde weitere Verkarstungszonen erschließen, die von den Geologen im Untergrund prognostiziert wurden. So würden zusätzliche geeignete Heißwasser-Reservoirs nutzbar gemacht. In knapp 3000 Metern Tiefe werde der Bohrmeißel erneut angesetzt und eine Ablenkung aus dem bestehenden Bohrloch vorgenommen. "Das bedeutet, dass wir einen Großteil der Bohrung benutzen und damit die neue horizontale Bohrung zügig vorantreiben können", zeigte sich Gubo optimistisch. Schon Ende September sollen die Nachbesserungen in Angriff genommen werden, zuvor muss die Bohranlage gewartet und vom TÜV überprüft werden. "Trotz der notwendigen Nachbesserung wollen wir unseren ehrgeizigen Zeitplan halten, dass das Geothermiekraftwerk im Frühjahr 2013 in Betrieb genommen wird", unterstrich Gubo.








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