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22.04.2010  |  00:00 Uhr

Donauschwaben gedenken der Flucht

Erinnerung an 65 Jahre Aufnahme im Kreis Altötting – Feier am Sonntag, 25. April, in Wald – Gedenkmesse in Garching

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Garching (mw). In diesen Tagen ist es 65 Jahre her, dass ein großer Flüchtlingstreck im Landkreis Altötting angekommen ist und hier aufgenommen wurde. Die Garchinger Donauschwaben veranstalten aus diesem Anlass eine Gedenkfeier und einen Erinnerungstag am Sonntag, 25. April.

Es war ein großer Flüchtlingstreck, der am 24. April abends in Garching ankam. Die Menschen fanden zum Teil Unterkunft im Gasthaus Weber und in Schuppen und Scheunen in Unterneukirchen. Die Kolonne bestand noch aus ungefähr 800 Personen mit über 200 Pferden, die müde und völlig entkräftet waren. Sie waren am 8. Oktober 1944 auf Befehl des Kreiskommandos von Neusatz in der Batschka (heute Serbien) unter Führung ihres Bürgermeisters Josef Klingler aus Futok an der Donau mit ihren Planwagen aufgebrochen.

Ihr Weg hatte sie über Ungarn und Österreich in den Kreis Altötting geführt. Viele der älteren Unterneukirchener und Garchinger erinnern sich noch an diesen Treck. Die Menschen sahen fremdartig aus: die Frauen trugen lange Röcke und schwarze Kopftücher, die Männer hohe Pelzmützen und Schaftstiefel.

Man ließ die Ankömmlinge die Nacht über in Ruhe, aber am nächsten Tag wurde ihnen eröffnet, dass sie nicht hier bleiben könnten, da die Bauern unmöglich so viele Menschen und Pferde aufnehmen könnten. Bürgermeister Klingler begab sich mit einigen Männern aus dem Treck in die Kreisstadt, um von den Behörden eine Aufenthaltserlaubnis für einige Tage zu erbitten, damit sich die Leute erholen könnten. Die NS-Kreisbehörden verteilten die Flüchtlinge samt Wagen und Pferden auf die Gemeinden Garching, Unterneukirchen, Oberburgkirchen, Halsbach, Feichten, Wald und Kastl.

Wenige Wochen nach der Ankunft, nach dem Kriegsende, befassten sich die neuen Verwaltungs- und Gemeindevertreter noch einmal mit dem Flüchtlingsproblem. Da die BatschkaDeutschen, wie man sie damals nannte, bekräftigten, sie würden so bald wie möglich in ihre Heimat zurückkehren, ließ man ihnen nach langen Verhandlungen ihre Pferde und verteilte die Familien so auf die Bauernhöfe, dass jeder Hof nur ein bis zwei Pferde zusätzlich versorgen musste. Als die ersten Nachrichten aus der alten Heimat kamen und die Leute erfuhren, dass die Zurückgebliebenen in Zwangsarbeiterlagern interniert waren und zu Hunderten starben, war an eine Rückkehr nicht mehr zu denken und allmählich begannen die Donauschwaben, in ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen.

In der Gedenkfeier im Gasthaus "Zum Bräu" in Wald am Sonntag, 25. April, ab 15 Uhr soll daran erinnert werden. Die Veranstalter laden alle Donauschwaben und alle, die dieses Thema interessiert, ein. Es werden Bilder aus der Sammlung von Franz Wetzl gezeigt. Donauschwäbische Frauen werden Kuchen nach überlieferten Rezepten backen. Es besteht auch Gelegenheit, um 19 Uhr am Gedenkgottesdienst in der Garchinger Nikolauskirche teilzunehmen. Für weitere Informationen steht Josef Polacek, Tel. 0 86 34/82 25, zur Verfügung.








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