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22.02.2016  |  10:24 Uhr

Ex-Wackerianer Sven Kresin traut Burghausen Titel zu – und dem SV Erlbach den Klassenerhalt in der Bayernliga

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Alter Bekannter: Sven Kresin (39) kehrte am Samstag als Trainer von Bayernligist TSV Landsberg in die Wacker-Arena zurück. − Foto: Zuckier

Alter Bekannter: Sven Kresin (39) kehrte am Samstag als Trainer von Bayernligist TSV Landsberg in die Wacker-Arena zurück. − Foto: Zuckier

Alter Bekannter: Sven Kresin (39) kehrte am Samstag als Trainer von Bayernligist TSV Landsberg in die Wacker-Arena zurück. − Foto: Zuckier


Von 2008 bis 2010 spielte Sven Kresin in der damals neu eingeführten 3. Fußballliga für den SV Wacker Burghausen. Unter Günter Güttler, Ralf Santelli und Jürgen Press brachte es der Abwehrspieler auf 46 Einsätze und drei Tore. Dann ging er zum TSV Landsberg, war erst Spieler, dann Spielertrainer. Mittlerweile ist er nur noch Trainer. Seinen markanten Glatzkopf hatte der 39-Jährige unter einer Mütze verhüllt, als er am Samstag zum Testspiel in die Wacker-Arena zurückkehrte. Nach dem Landsberger 0:1 stellte sich Kresin den Fragen von heimatsport.de.

In der ersten Halbzeit wirkte Ihre Mannschaft wie das Kaninchen vor der Schlange, in der zweiten war sie deutlich mutiger und zumindest beim Dagegenhalten phasenweise auf Augenhöhe. Wie haben Sie’s gesehen?

Sven Kresin: "Augenhöhe" glaub’ ich nicht. Man hat die Unterschiede klar erkannt, wo es bei uns noch hapert, um gegen so einen Gegner mitzuspielen. Aber wir haben viel Herz, viel Kampf, viel Leidenschaft – das haben wir in die Waagschale geschmissen. Burghausen hat sich ein bisschen schwergetan, klare Chancen rauszuspielen. Die waren oft durch Standards gefährlich, wo sie in unserem Fünfmeterraum frei zum Kopfball kamen. Eine Chance haben sie genutzt. Umso schlimmer für uns, dass wir durch einen Standard verlieren.

Wie meinen Sie das?

Kresin: Ich hätte nichts gesagt, wenn sie uns auseinandergenommen hätten. Dann wäre das auch in Ordnung gewesen. So bin ich ganz zufrieden, mit dem Ergebnis aber überhaupt nicht. Wir haben verloren, das ist mal Fakt. Aber wenn man die Generalprobe verliert, ist das ja eigentlich ein gutes Omen.

Kommenden Samstag startet Ihre Mannschaft beim Tabellenzweiten der Bayernliga Süd, 1.FC Sonthofen. Mit einem Sieg wäre man auf drei Punkte am Relegationsplatz dran. Ist das Ihr Ziel oder liebäugelt man in Landsberg zumindest damit?

Kresin: Nein, wir wollen eine ordentliche Runde zu Ende spielen. Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben und so schnell wie’s geht unsere Punkte einfahren.

Aber Ihr Team stand schon mal wesentlich höher als auf Platz 7.

Kresin: Wir waren deutlich weiter oben, haben dann aber vor der Winterpause dreimal unentschieden gespielt, wo wir hätten gewinnen können, müssen. Jetzt haben wir 34 Punkte, der Zweite ist mit 40 ein bisschen weiter weg. Hätten wir drei Punkte dazu, dann wären wir mit 37 gut auf Tuchfühlung.

Gegen den SV Erlbach hat Landsberg 1:2 verloren. Trauen Sie "unserem" Altöttinger Dorfklub in dieser ausgeglichenen Liga den Klassenerhalt zu?

Kresin: Klar, die letzten acht, neun Mannschaften kämpfen um die Relegation, nur Ruhmannsfelden ist ein bisschen weiter weg. Erlbach hat gegen uns mit viel Leidenschaft gespielt. Die haben in der 92. Minute durch einen abgewehrten Standard, wo dann der Harald Bonimeier frei im Fünfmeterraum zum Putten kam, das 2:1 geschossen. War für uns super ärgerlich.

Burghausen überwintert in der Regionalliga als Spitzenreiter. Wie haben Sie Ihre "alte" Mannschaft erlebt, die ja längst ein komplett neues Gesicht hat.

Kresin: Moment, Christoph Burkhard ist noch da! Klar, für die Region wär’s super, wenn sie sich oben halten. Die Relegation um die 3. Liga zu spielen, ist wieder was Anderes. Aber ich glaube, sie haben gute Chancen. Sie müssen sie nehmen, packen, greifen – und nicht mehr loslassen. Und dafür haben sie aber auch einen guten Trainer, der das von außen vorlebt. Was ihnen ein Stück weit abgeht, ist das letzte Quäntchen im Sechzehner oder zum Abschluss hin. Das fehlt ihnen genauso wie uns. Aber ich glaube, man hat gesehen, die Qualität ist schon da.

Wie war für Sie die Rückkehr an Ihre alte Wirkungsstätte?

Kresin: War ein schönes so genanntes "Welcome home". Toll, mal wieder hier zu sein. Ich komme immer wieder gerne her. Weil: Ich hatte hier ’ne fantastische Zeit.

Was machen Sie eigentlich außerhalb des Fußballs?

Kresin: Ich hab mich selbstständig gemacht: Athletiktrainer und Personal Trainer. Ich ziehe meine Kreise damit schon seit vier, fünf Jahren, hab mir einen Kundenstamm aufgebaut. Das läuft.

Interview: Oliver Wagenknecht








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