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"Schreiben gehört zu meinem Leben dazu": Vormittags setzt sich Maria Jelen an den Laptop und formuliert ihre "Sonntagsgedanken" für die Altbayerische in ihrer wunderbar klaren, schönen Sprache.

"Schreiben gehört zu meinem Leben dazu": Vormittags setzt sich Maria Jelen an den Laptop und formuliert ihre "Sonntagsgedanken" für die Altbayerische in ihrer wunderbar klaren, schönen Sprache.

"Schreiben gehört zu meinem Leben dazu": Vormittags setzt sich Maria Jelen an den Laptop und formuliert ihre "Sonntagsgedanken" für die Altbayerische in ihrer wunderbar klaren, schönen Sprache.


33 Geschichten, mit Familienfotos sparsam bebildert und einer kleinen, gezeichneten Landkarte versehen – diese 33 Geschichten haben Maria Jelen ihr Leben lang begleitet, erst einmal im Gedächtnis, später dann Schwarz auf Weiß festgehalten und gebunden in einem Büchlein, das in einer Auflage von sechs Exemplaren gedruckt worden ist. Es dokumentiert vor allem für Julia, die Enkelin, die Prinzessin, einen Schatz an Erinnerungen − und natürlich auch für die Autorin selbst. Dabei stapeln sich im Schrank tausende Zeitungsseiten, stehen im Regal fünf selbst geschriebene Bücher, ordnen sich im Laptop Zeilen über Zeilen, die die Autorin jede Woche für die Altbayerische Heimatpost in die Tasten tippt. Die glückliche Kindheit aber, die sich da in den 33 Kapiteln auftut, diese Kindheit war so tragend, so prägend, dass Maria Jelen in ihrem Herzen das junge Mädchen bewahrt hat, das am Ende immer das Gute hervorkehrt und den Hoffnungsschimmer am Horizont sieht. Auch im Alter. Am Montag, 25. September, feiert sie ihren 80. Geburtstag.

Penetrant drängt sich ein Wort ins Bewusstsein, wenn das Porträt von Maria Jelen Gestalt annehmen will: "Urgestein" − Urgestein der Altbayerischen Heimatpost, seit Jahrzehnten Autorin der "Sonntagsgedanken" auf Seite 2, die als Einstimmung auf jede neue Ausgabe zur lieben Gewohnheit geworden sind. Dabei ist dieser Begriff viel zu hart und zu starr für diese lebendige, diese humorvolle, diese liebenswerte Frau, die da an einem sonnigen Septembermorgen in der Eingangstür ihres Mehrfamilienhauses im oberbayerischen Höhenkirchen steht und strahlend, "Sie sind ja pünktlich", dem Gast zur Begrüßung entgegenruft. Schuhe anlassen oder barfuß wie sie selbst in ihren bunt gestrickten Wollsocken – das überlässt Maria Jelen ihrem Gegenüber zur freien Entscheidung. Unter dem großen Kruzifix über der Eckbank, die Bilderwand mit den sechs Generationen im Blick, den laubblasenden Hausmeister im Ohr – so beginnt das Gespräch mit der Autorin, die die Leserinnen und Leser der Altbayerischen Heimatpost doch eigentlich schon so gut zu kennen meinen. Schließlich gibt sie jede Woche Einblick in ihr Gedankengebäude. Seit wann genau? "Oh je, das weiß ich nicht mehr", stößt sie lachend hervor. Mit der "tapferen, kleinen Chiemgauerin" begann ihre schriftstellerische Karriere eben irgendwann Anfang der 1970er Jahre, als sich die gelernte Zahnarzthelferin in der Babypause einen sinnvollen Zeitvertreib verschaffen wollte: "Ich hatte Angst, dass mir die Decke auf den Kopf fällt", sagt sie und so hatte sie sich an der Axel-Andersson-Akademie in Hamburg angemeldet, um in einem zweijährigen Kurs das Schreiben zu lernen. Erst hatte sie kleine Beiträge formuliert und schließlich die Aufgabe bekommen, zwölf Artikel für zwölf verschiedene Zeitungen zu verfassen, immer in einem anderen Stil. Mit ihrer ersten Erzählung, einer Geschichte über das Schicksal eines jungen Mädchens, das unheilbar krank war, hatte sie den Nerv des Seminarleiters getroffen und dann auch das Interesse der Redaktion der Altbayerischen Heimatpost geweckt: "Die Antwort kam postwendend", erinnert sich Maria Jelen, "und da dachte ich natürlich sofort: Die Veröffentlichung ist abgelehnt." Doch der damalige Chef, Alois Weichselgartner, wollte die "Chiemgauerin" unbedingt ins Blatt heben: eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert. Die Autorin hatte das Mädchen kennengelernt, als sie selbst als Kindsmagd im gleichen Ort in Stellung war. Die neunjährige Monika offenbarte ihr, nur noch kurze Zeit zu leben. Ihre Nieren arbeiteten schlecht. "Wenn ich gestorben bin, möchte ich ein kleiner Wind am Chiemsee sein, und wenn du einen sanften Hauch in deinem Gesicht spürst, dann ist das ein Bussi von mir", hatte die Kramerstochter in kindlicher Sehnsucht zu ihrem Gegenüber gesagt. Nie mehr hat Maria Jelen diesen Wunsch, der Traurigkeit und Trost zugleich in sich trägt, vergessen.








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