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5721020 | Foto: picture-alliance / dpa

Das undatierte Archivbild zeigt Karl Valentin, einen der berühmtesten Komiker Deutschlands. Im Jahr 1882 als Ludwig Fey geboren, entschloß er sich schon im Alter von elf Jahren 'aus Gesundheitsgründen zur Abnormität', wie Valentin später erzählte. Mit 20 Jahren wurde er Volkssänger und schaffte 1908 mit seinen selbstverfaßten Monologen den Durchbruch, wobei sein wohl bekanntester Sketch der 'Buchbinder Wanninger' ist. Gemeinsam mit seiner Partnerin Liesl Karlstadt wurde der Münchner, dessen Todestag sich am 9. Februar zum 50. Mal jährt, auch über die bayerischen Grenzen hinaus bekannt. - Foto: picture-alliance / dpa


"Und wia da Schimmi tot is gwen,
hams eahm an Schippi Hei mitgebn,
ned dass d' Leit sagn,
zwangs da Not
waar da Schimmi tot.

Auf wen träfe dieses alte Couplet aus der Holledau mehr zu als auf einen der berühmtesten Münchner Komiker, dessen siebzigster Todestag am 9. Februar diesen Jahres sicher wieder einmal Anlass ist, ihm so manchen "Schippi Hei" zu Füßen zu legen. Zu Lebzeiten ist er ja ein Humorist gewesen, der selber wenig zu lachen hatte − vor allem am Anfang und gegen Ende seiner Karriere.

Valentin Ludwig Fey, so der bürgerliche Name, kommt am 4. Juni 1882 in der Münchner Entenbachstraße (heute Zeppelinstraße) zur Welt. Der aus Hessen stammende Vater betreibt dort zusammen mit einem Kompagnon das Möbeltransportgeschäft Falk & Fey. Schon als Schulbub dichtet der Ludwig Ritterspiele und führt sie mit Nachbarskindern daheim im Hof auf. Die Bretter, die für ihn nach Abschluss der Volksschule zunächst die Welt bedeuten, stapeln sich allerdings in einer Werkstatt. Fünf Jahre lang, von 1896 bis 1901, harrt er im Schreinerberuf aus, den er nach dem Willen des Vaters beim Meister Hallhuber in Haidhausen lernen muss. Nebenher übt er als Mitglied in verschiedenen Musikvereinen auf allen möglichen Instrumenten. Das Geld dazu verdient er sich mit "Schuberln" − das heißt: Er durchstreift mit der Zither die Wirtshäuser und geht bei den Gästen mit dem Teller zum Sammeln.

Eine Varieté-Schule, die er in den Abendstunden besucht hatte, vermittelt ihm 1902 ein erstes Engagement im Nürnberger "Zeughaus" − und voll Optimismus hängt er seinen Schreinerberuf an den Nagel. Doch in der Franken-Metropole fällt der "Salonhumorist und Beherrscher sämtlicher einschlägiger Instrumente", wie er sich ankündigen lässt, mit Pauken und Trompeten durch. Als "Musical-Fantast Charles Fey" versucht er sein Glück nun mit einem selbstgebastelten Orchestrion, das er mit Armen und Füßen bedient, wobei bis zu 22 verschiedene Instrumente erklingen. Doch sein Unikat wird mehr belächelt als bewundert. Ernüchtert nach München zurückgekehrt, greift er zum Hackbeil und zertrümmert, wie er selbst gesteht, "in einem Anfall von einem Löwenbräubierriesenrausch" sein technisches Wunderwerk.

Valentin findet jetzt − in den Jahren 1903 bis 1907 − Unterschlupf in einer fensterlosen Schlafkammer, die ihm der Wirt des Gasthofs Stubenvoll für dreißig Pfennig pro Nacht überlässt. Und geht wieder zum "Schuberln". Das Wasser steht ihm bis zum Hals, da rettet ihn − das Aquarium. So heißt das Ste-greif-Solo, mit dem ihn 1907 der Baderwirt an der Dachauer Straße, nahe dem Hauptbahnhof, auftreten lässt. Der skurrile Monolog, bei dem er sich selber mit der Ziehharmonika begleitet, wird ein Bomben-Erfolg. Ebenso seine folgende Original-Nummer als "Schwerer Reiter", mit der er im Frankfurter Hof an der Schillerstraße vors Publikum tritt.






 

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