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Altötting  |  12.11.2014  |  19:00 Uhr

Anwalt im Ruhestand wegen Kinderpornografie verurteilt

von Thorsten Schaff

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Zu Beginn der Verhandlung wies der Angeklagte die Anschuldigungen noch weit von sich. Am Ende aber zeigte er sich einsichtig. − Foto: Kleiner

Zu Beginn der Verhandlung wies der Angeklagte die Anschuldigungen noch weit von sich. Am Ende aber zeigte er sich einsichtig. − Foto: Kleiner

Zu Beginn der Verhandlung wies der Angeklagte die Anschuldigungen noch weit von sich. Am Ende aber zeigte er sich einsichtig. − Foto: Kleiner


Ein Anwalt im Ruhestand hat sich am Mittwoch vor dem Altöttinger Amtsgericht wegen Kinderpornografie behaupten müssen. Dem Altöttinger wurde vorgeworfen, sich kinderpornografische Bilder und Videos aus dem Internet auf seinen Computer heruntergeladen zu haben.

Zu Beginn der Verhandlung hatte der Altöttinger die Anschuldigungen noch zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft konfrontierte ihn mit dem Vorwurf, elf Fotos und neun Videos mit kinderpornografischem Inhalt am 9. September 2013 auf seinen Rechner heruntergeladen zu haben. Die Dateien seien in einem Unterordner, den ein installiertes und benutztes File-Sharing-Programm automatisch anlegt, auf dem PC des Angeklagten gefunden worden, hieß es vor Gericht. Zu sehen seien sowohl Burschen als auch Mädchen unter 14 Jahren, die orale Stimulation an männlichen Geschlechtsteilen vorgenommen hätten, führte der Richter aus.

"Ich kenne kein einziges Foto. Ich will das gar nicht ansehen, mir graust’s", sagte der Angeklagte vor Gericht. Daher habe er sogleich die Dateien gelöscht, ein spezielles Löschprogramm gestartet und auch den Cache gelöscht, berichtete er. Im Verlaufe der Verhandlung gestand der redegewandte Rentner auf Nachfrage des Richters dann doch ein, selbst die Downloads angestoßen zu haben. Und auch, dass er in dem File-Sharing-Programm gezielt nach jungen Mädchen gesucht habe. "Ich wollte wissen, was für kinderpornografische Dateien vorhanden sind. Das gebe ich zu und das bereue ich jetzt", erklärte er.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 13. November, im Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger.








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