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Altötting  |  21.03.2016  |  20:15 Uhr

Die Eskalation einer Freundschaft: Wie Stalking ein Leben zerstört

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Spring doch einfach, solch eine Nachricht bekam Anna P. von einem Münztelefon aus geschickt. Hinter der Drohung steckt eine ehemalige Jugendfreundin, vermutet sie. − Foto: Stummer

Spring doch einfach, solch eine Nachricht bekam Anna P. von einem Münztelefon aus geschickt. Hinter der Drohung steckt eine ehemalige Jugendfreundin, vermutet sie. − Foto: Stummer

Spring doch einfach, solch eine Nachricht bekam Anna P. von einem Münztelefon aus geschickt. Hinter der Drohung steckt eine ehemalige Jugendfreundin, vermutet sie. − Foto: Stummer


Es gibt keine Rangfolge. Sie kann nicht sagen, was ihr mehr zusetzt: das Stalking oder der Umstand, dass ihr keiner glaubt. Seit 1991 wird Anna P.* aus dem Landkreis Altötting verfolgt und belästigt. Sie wird verleumdet und bedroht. Nicht von einem verflossenen Liebhaber oder einem geheimen Verehrer. "Eine Jugendfreundin ist seit 1991 dabei, mein Leben zu zerstören." Ihre Familie, ihre Freunde, Nachbarn und Bekannte werden in das Stalking mit hineingezogen. "Es ist ganz einfach furchtbar", sagt die Mittfünfzigerin.

Es begann mit einer ganz normalen Freundschaft unter Nachbarskindern. Anna P. lernte das Mädchen aus der Wohnung über ihr kennen und die beiden Kinder freundeten sich an. Sie war die Schüchternere, die andere gab den Ton an. Anna fügte sich und die beiden verbrachten die Jugend miteinander. Der erste Bruch kam mit Anfang zwanzig. Die beiden jungen Frauen waren gemeinsam im Urlaub, als plötzlich Annas Schlüssel zum Hotel verschwunden war und sie ganz von der Freundin abhängig war, die ab sofort bestimmte, wann sie in die Unterkunft durfte. Und wann eben nicht. Sie ist sich noch heute sicher, den Schlüssel nicht verloren zu haben. Nach diesem Urlaub kamen Zweifel auf. Auch die Jahre danach fielen ihr immer häufiger Machtspiele auf, die die Dominanz der anderen untermauern sollte.

Anna P. löste sich aus dieser Freundschaft, in dem sie wegzog und jeglichen Kontakt vermied. Jahre später meldete sich die Jugendfreundin wieder. "Und ich dachte mir, wir sind ja jetzt Erwachsen, lassen wir die Vergangenheit ruhen", sagt sie heute. Sie wollte der Jugendfreundschaft eine Chance geben. Ein fataler Entschluss.

Mehr dazu lesen Sie am 22.März im Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger (Online-Kiosk) oder als registrierter Abonnent hier.








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