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Altötting  |  10.02.2017  |  05:50 Uhr

Bestatter im PNP-Porträt: Papa arbeitet "für den lieben Gott"

von Johanna Stummer

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"Mein Papa arbeitet für den lieben Gott. Er bereitet die Menschen dafür vor, dass sie in den Himmel kommen": Mit diesen Worten beschrieben Marco Keßlers Söhne die Arbeit eines Bestatters. − Fotos: jo

"Mein Papa arbeitet für den lieben Gott. Er bereitet die Menschen dafür vor, dass sie in den Himmel kommen": Mit diesen Worten beschrieben Marco Keßlers Söhne die Arbeit eines Bestatters. − Fotos: jo

"Mein Papa arbeitet für den lieben Gott. Er bereitet die Menschen dafür vor, dass sie in den Himmel kommen": Mit diesen Worten beschrieben Marco Keßlers Söhne die Arbeit eines Bestatters. − Fotos: jo


Der Weg zur letzten Ruhe beginnt mit dem Öffnen einer Edelstahltür. Auf einer Bahre dahinter liegt der tote Körper einer Frau. Marco Keßler vom Bestattungsinstitut Liegl und sein Sohn Sebastian ziehen die Bahre heraus, heben den Leichnam auf einen Tisch und beginnen mit ihrer Arbeit. Dumpf schnappt die Edelstahltür zurück ins Schloss. Nur das leise Brummen der Kühlaggregate ist jetzt noch zu hören.
Das Zimmer 148 im Keller der Altöttinger Kreisklinik ist ein nüchterner Raum. Beige Kacheln, Stahlbetten zum Transport der Toten, ein Holzkreuz an der Wand, ein Kupferkessel – recht viel mehr ist in dem kargen Raum nicht zu finden. Einsargung steht auf dem Schild an der Tür und das Einsargen ist Marco Keßlers Job.

In seinem Berufsalltag wird viel geweint: Marco Keßler hat gelernt, damit umzugehen. "Es ist nicht mein Schmerz, nicht mein Leid."

In seinem Berufsalltag wird viel geweint: Marco Keßler hat gelernt, damit umzugehen. "Es ist nicht mein Schmerz, nicht mein Leid."

In seinem Berufsalltag wird viel geweint: Marco Keßler hat gelernt, damit umzugehen. "Es ist nicht mein Schmerz, nicht mein Leid."


In gedämpftem Ton sprechen Vater und Sohn die nächsten Handgriffe ab. Vorsichtig drehen sie die Frau zur Seite, ziehen ihr das weiß-grüne Krankenhaushemd aus und beginnen sie einzukleiden. Unterwäsche, Hemd, Hose, Bluse – mit routinierten Griffen streifen sie der alten Dame die Sachen über. Sebastian Keßler greift in seinen Arbeitskoffer, holt eine Bürste hervor und beginnt der Frau die Haare zu richten. Vorsichtig drückt er eine allzu widerspenstige Haarsträhne an den Kopf. In seinem Koffer liegen noch zwei Nassrasierer, eine Dose Rasierschaum, eine Schere, ein Kamm und etwas Puder zum Abdecken. "Es geht darum, einen Menschen auf seiner letzten Reise zu begleiten", sagt Marco Keßler und er will für die Menschen einen würdigen Abschluss finden.

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