• pnp.de
  • regioevent.de
  • heimatsport.de


pnp.de 9.12.2016



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Traunreut  |  11.02.2016  |  17:37 Uhr

Polizeiarbeit ist nicht immer so spektakulär wie im Fernsehen

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Abwehrwaffen, wie ein Elektroschocker, sind nicht unproblematisch, weil man sie im Ernstfall oft nicht effektiv einsetzen kann.

Abwehrwaffen, wie ein Elektroschocker, sind nicht unproblematisch, weil man sie im Ernstfall oft nicht effektiv einsetzen kann.

Abwehrwaffen, wie ein Elektroschocker, sind nicht unproblematisch, weil man sie im Ernstfall oft nicht effektiv einsetzen kann.


Für Spannung und Aufmerksamkeit sorgte der Besuch von zwei Polizeibeamten am Traunreuter Gymnasium: Zwei Schulstunden lang wurden die 10. Klassen des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums mit Kriminalität, Verkehrsunfällen, aber auch mit Zivilcourage und Prävention konfrontiert. Der Traunreuter Polizeichef Johann Bohnert und sein Kollege Christian Kolb berichteten über viele Themen aus dem Polizeialltag. In erster Linie wurden dabei Straftaten erwähnt, die sich speziell in Traunreut ereignet haben, und es wurde auch über die Traunreuter Kriminalitäts-Brennpunkte informiert.

Besonderes Interesse rief bei den Schülern das Tötungsdelikt an einem 61-jährigen Rentner im Jahr 2014 hervor. Den Zehntklässlern wurde anhand des Falles aufgezeigt, wie schwierig sich die Ermittlungen gestaltet hatten, zumal die Leiche erst Tage nach dem Mord aufgefunden wurde und die Zeugenaussagen sehr widersprüchlich waren. Zwar konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden, aber letztendlich war die Beweislage so dünn, dass es nicht zur Verurteilung des Mannes reichte.

Andererseits wurde den Schülern durch die Berichte der Beamten auch klar, dass das Polizistenleben nicht immer so spektakulär ist, wie es oft auch im Fernsehen dargestellt wird. Der Tagesablauf wird durch viel Routine bestimmt: Streife fahren, Unfälle sowie Straftaten aufnehmen und Verwarnungen erteilen. Es wurde deutlich, dass die Polizeiarbeit mit viel Schreibtätigkeit und Bürokratie verbunden ist.

Die Polizeibeamten legten in ihrem Vortrag auch besonderen Wert darauf, den Schülern zu vermitteln, wie man Straftaten vermeidet und dass oft schon ein unbedachter Streich ungeahnte Konsequenzen haben kann. Am Beispiel eines Ladendiebstahls zeigte Bohnert auf, was passiert, wenn man bei einer Straftat erwischt wird. Eine unangenehme Prozedur wartet in der Regel auf den Täter: Zunächst wird er zur Dienststelle mitgenommen, wo eine Vernehmung erfolgt und in bestimmten Fällen sogar Fingerabdrücke genommen werden. Bei wiederholten Vorgängen werde die Wohnung durchsucht, was ja durchaus peinlich sein kann, wenn die Nachbarn das mitbekommen. Die Straftat werde schließlich in das polizeiliche Führungszeugnis aufgenommen.

Groß sei dann oft die Überraschung, wenn man sich beispielsweise um eine Lehrstelle oder eine Arbeitsstelle bemüht und nur Absagen bekommt. Mit einer Vorstrafe als Hypothek hat man wesentlich schlechtere Karten auf dem Arbeitsmarkt, und speziell im öffentlichen Dienst braucht man sich überhaupt keine Hoffnung auf eine Einstellung zu machen. Polizeiobermeister Kolb ging in seinem Vortrag unter anderem auf die Gefahren des Straßenverkehrs ein. Denn junge Leute sind besonders häufig in Unfälle verwickelt. Gründe für die gefährliche Raserei seien Alkohol, Imponiergehabe und Übermut. Nicht ohne Grund gab er den Schülern den Rat, nie bei angetrunkenen oder verantwortungslosen Fahrern einzusteigen. Auffällig sei dabei, dass es meist die jungen Männer sind, die betrunken schwere Verkehrsunfälle verursachen. Deshalb wurde auch das absolute Alkoholverbot für Fahranfänger eingeführt.

Großes Interesse hatten die Schüler an dem Thema "Begleitetes Fahren", zumal einige bereits dabei waren, ihren Führerschein mit 17 Jahren zu machen, um dann ein Jahr mit einer Begleitperson fahren zu dürfen. Für die Polizei ist das besonders erfreulich, denn Teilnehmer dieses Projekts fänden sich wesentlich besser im Verkehr zurecht und seien kaum in schwere Verkehrsunfälle verwickelt.

Eine besondere Belastung stelle für die Polizei die Flüchtlingsproblematik dar. Viele Beamte werden für die Grenzkontrollen benötigt, die dann für andere Aufgaben fehlen und gleichzeitig viele Überstunden aufbauen. In Zusammenhang mit den Asylsuchenden berichtete Polizeihauptkommissar Bohnert davon, dass gerade bei der weiblichen Bevölkerung erhebliche Verunsicherung festzustellen sei. Es komme vermehrt zu Nachfragen, wie man sich vor tätlichen Übergriffen schützen könne.

Allerdings habe es außer einem Vorfall in der Silvesternacht in Traunreut keine nennenswerten Vorkommnisse in Zusammenhang mit den Asylanten gegeben. Meist gehe es um Konflikte in Verbindung mit der beengten Unterbringung. Zwei Demonstrationen, die kürzlich in Traunreut in Zusammenhang mit der Einwanderungspolitik stattfanden, seien völlig friedlich verlaufen.

Mehr darüber lesen Sie am Freitag, 12. Februar, im Traunreuter Anzeiger und Trostberger Tagblatt.








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2016
Dokument erstellt am




Anzeige









Anzeige






Ausgelaufenes Heizöl war bei der Hochwasserkatastrophe 2013 – hier in der Passauer Innstadt – ein Riesenproblem. − Foto: Jäger

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will Ölheizungen in Hochwasser-Regionen verbieten...



Die Polizei sucht nach Hinweisen auf diese Kunststoffkanne. − Foto: Polizei

Im Fall des fünfjährigen Buben aus dem oberpfälzischen Waldmünchen (Landkreis Cham)...



Schweine müssen vor dem Schlachten betäubt werden, aber viele Betriebe in Bayern haben damit laut einer Studie Probleme. Deshalb will das zuständige Ministerium die Kontrollen neu organisieren.

Mehrere bayerische Schlachthöfe sollen nach Medienrecherchen zum wiederholten Mal gegen das...



Die Syrer verließen als erste mit den Koffern die bisherige Unterkunft in Traunreut. − Foto: hr

Gewaltfrei ist am Donnerstagmorgen die Räumung der Asylunterkunft am Traunring in Traunreut...



−Symboldbild: dpa

Eine mutmaßliche Unfallflucht gibt der Polizei in Niederbayern Rätsel auf: Eine Autofahrerin hat auf...





Ersten Hochrechnungen nach der nächste Bundespräsident Österreichs: Alexander Van der Bellen. − Foto: dpa

Forscher haben die Gründe für den unerwartet klaren Erfolg des Ex-Grünen-Chefs Van der Bellen bei...



− Foto: Symbolbild dpa

Neue Skisaison - neue Höchstpreise: Bis zu 53 Euro müssen Skifahrer heuer für eine einzige...



Der Gemeinderat sah das Jodl-Grab nie als Anziehungspunkt für Neonazis. Doch nun sind NPD-Aktivisten mit Fahnen der rechtsextremen Partei auf der Fraueninsel aufmarschiert. Sie versuchten unter den Augen der Friedhofs- und Münster-Besucher, die rote Farbe von Wolfram Kastners letzter "künstlerischer Intervention" zu entfernen. − Foto: NPD/Facebook

Der Dauerstreit um das Jodl-Grab auf der Fraueninsel hat sich in den letzten Wochen wieder...



Uwe Wolf bedankt sich nach dem Derbysieg am Samstag bei den Wacker-Fans. Im Vorfeld hatte sich der Trainer kritisch über die Bedingungen in Schalding geäußert. − Foto: Butzhammer

Das Regionalliga-Derby zwischen Wacker Burghausen und dem SV Schalding ist für diese Saison bereits...



Muhamed Subasic (l.) brachte Burghausen mit einem Strafstoß in Front (r. Maxi Huber). − Foto: Butzhammer

Wacker Burghausen beschert seine Fans und Uwe Wolf zum 100. Ligaspiel mit drei Punkten: 2:1 siegen...





Der Gemeinderat sah das Jodl-Grab nie als Anziehungspunkt für Neonazis. Doch nun sind NPD-Aktivisten mit Fahnen der rechtsextremen Partei auf der Fraueninsel aufmarschiert. Sie versuchten unter den Augen der Friedhofs- und Münster-Besucher, die rote Farbe von Wolfram Kastners letzter "künstlerischer Intervention" zu entfernen. − Foto: NPD/Facebook

Der Dauerstreit um das Jodl-Grab auf der Fraueninsel hat sich in den letzten Wochen wieder...



Das Eichhörnchen blieb im Gully stecken. − Foto: dpa

Ein Eichhörnchen ist in München in einem Gullydeckel stecken geblieben - weil es zu breite Hüften...



Die Syrer verließen als erste mit den Koffern die bisherige Unterkunft in Traunreut. − Foto: hr

Gewaltfrei ist am Donnerstagmorgen die Räumung der Asylunterkunft am Traunring in Traunreut...



Ehrungen für besondere Verdienste und langjährige Mitgliedschaft (hinten von links): Martina Hacker, Mathilde Bernard, Nora Diwisch, Walter Schmied, Astrid Hofmann, Rosemarie Mitschke-Schindler, Rosa Franz und stellvertretender Landesvorsitzender Felix Vogt-Gruber. Vorne von links: Gudrun Baur, Christa Kraus, Vorsitzender Wolfgang Böhm, Brigitte Neubauer und Josef Hawlitschek. − Foto: Spielhofer

Einen vollen Saal hatte die Jahreshauptversammlung der Kreis- und Ortsgruppe der Sudetendeutschen...



− Foto: Tourismus-Information Regen

Es steht nicht besonders gut um Bayerns Schwimmbäder. 299 von 910 öffentlichen Hallen- und...







Anzeige
















Hier können Sie die tagesaktuelle Zeitung sowie 6 Monate rückwirkend alle regionalen Ausgaben der Passauer Neuen Presse als PDF-Dokument direkt online kaufen und sofort lesen. Bitte wählen Sie nun die gewünschte Ausgabe und den entsprechenden Erscheinungstermin:




Jetzt kaufen!



Kostenlos online Sudoku spielen

Kostenlos
Sudoku spielen

Spielen Sie hier kostenlos Sudoku. Testen Sie einfach im Online-Sudoku Ihre logischen Fähigkeiten...
Hier geht's zum Sudoku