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Fürstenzell  |  21.04.2017  |  09:00 Uhr

Fürstenzeller Obstbauer schützt seine Bäume mit Wachskerzen

von Martin Hogger

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Mit Wachskerzen verhindern die Bauern einen größeren Frostschaden an ihren Obstbäumen. − Foto: Patrick Seeger/dpa

Mit Wachskerzen verhindern die Bauern einen größeren Frostschaden an ihren Obstbäumen. − Foto: Patrick Seeger/dpa

Mit Wachskerzen verhindern die Bauern einen größeren Frostschaden an ihren Obstbäumen. − Foto: Patrick Seeger/dpa


Das erste Mal seit elf Jahren musste Hans Wölkl wieder um seine Obstbäume kämpfen. Den Frost der vergangenen Tage haben die Pflanzen überstanden, kritisch aber sollte es in der Nacht auf heute werden. Der PNP erklärt der erfahrene Obstbauer aus Fürstenzell (Landkreis Passau), wie er mit Feuer dem Eis entgegenwirken kann.

Wölkl hofft darauf, dass die Temperaturen nicht mehr unter minus zwei Grad fallen. "Ab da erfrieren nämlich die offenen Blüten. Ab minus vier Grad ist das bei noch geschlossenen Blüten der Fall", sagt Wölkl.

Durch den warmen März waren bereits viele Knospen von Obstsorten ausgetrieben, die nun durch den Frost abzusterben drohen. Vier Hektar mit Apfel- und Birnbäumen muss Wölkl vor dem Frost schützen. Dementsprechend viel Geld nahm der Obstbauer in die Hand, um einen totalen Ernteausfall zu verhindern.

Industriell gefertigte Wachskerzen sollen den Obstbäumen in der Nacht Wärme spenden. Das Problem: "Eine Kerze kostet zehn Euro. Für einen Hektar braucht man aber mehrere 100 Kerzen", sagt Wölkl. Er habe mehrere befreundete Obstbauern, die diese Investitionen nicht machen würden.

Wölkl aber hat einen Vorteil: Seine Plantage liegt auf einem Hang. "Die kalte Luft geht nach unten. Also friert hoffentlich nicht der ganze Hang ab, sondern nur der untere Teil", hofft der Obstbauer. Deshalb muss er nicht alle Obstbäume wärmen, sondern nur die im Talbereich der Plantage. Neben den Kerzen befeuert er dort auch noch Tonnen mit Holz. "Wie man sie vom Christkindl-Markt kennt", sagt der Obstbauer schmunzelnd, "nur halt für Bäume". Es gebe auch noch andere Methoden, die Obsternte zu retten, sagt Wölkl. Die beste – aber teuerste – wäre die Überkronenberegnung.

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