• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 24.01.2018



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Lob für das IOC  |  06.12.2017  |  20:20 Uhr

Putin akzeptiert Strafe im Dopingskandal

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Russland verzichtet trotz der empfindlichen Strafen des Internationalen Olympischen Komitees im Dopingskandal auf einen Boykott der Winterspiele in Südkorea.

Präsident Wladimir Putin akzeptierte, dass seine Sportler unter neutraler Flagge und ohne russische Hymne antreten müssen. Wenn alle Auflagen des IOC erfüllt werden, kann Russland schon am 25. Februar mit der Schlussfeier in Pyeongchang in die olympische Familie zurückkehren.

IOC-Präsident Thomas Bach begrüßte das und hofft, dass nun eine neue Generation russischer Athleten eine Brücke in "eine saubere Zukunft des russischen Sports baut". Er sei sicher, dass die russischen Sportler auf einer Versammlung im Sinne einer Teilnahme entscheiden.

Putin, der kurz zuvor in Nischni Nowgorod die Kandidatur für eine vierte Amtszeit ankündigte, sagte: "Wir werden zweifellos nicht diejenigen blockieren, die teilnehmen wollen." Er äußerte erneut Unverständnis: "Die meisten Anschuldigungen basieren auf Vorwürfen, die in keiner Weise bestätigt wurden und zumeist keine Grundlage haben.

Das politische Moskau reagierte am Mittwoch zunächst wütend auf die IOC-Entscheidung, dass die startberechtigten Athleten am 9. Februar bei der Eröffnungsfeier nicht als russische Mannschaft einlaufen dürfen.

Das hält das IOC für angemessen, stellte es wie schon der kanadische Sonderermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, Richard McLaren, fest: In Russland gab es ein mutmaßlich staatlich orchestriertes Dopingsystem vor und bei den Winterspielen in Sotschi 2014.

Vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne gingen Klagen von 22 russischen Wintersportlern ein, die vom IOC lebenslang für Olympia gesperrt sind. Auch das Nationale Olympische Komitee des Landes (ROC) könnte gegen seinen Ausschluss in Pyeongchang vor dem CAS klagen.

Dass der Dopingskandal auf die Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Sommer übergreifen könnte, wiesen die russischen Organisatoren - wie schon zuvor der Weltverband FIFA - zurück. "Die Entscheidung des IOC hat keine Auswirkungen auf die Vorbereitungen für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018", hieß es am Mittwoch auf dpa-Anfrage aus Moskau.

Der Chef des WM-OK, Witali Mutko, war wegen seiner Verwicklung in das Staatsdoping vor und nach den Winterspielen 2014 in Sotschi vom IOC lebenslang von Olympia ausgeschlossen worden. Die FIFA hatte Konsequenzen für Mutko abgelehnt. Der Vize-Regierungschef soll demnach das Turnier vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 weiter verantwortlich organisieren.

Auf das IOC kommt auf jeden Fall eine Klagewelle aus Russland zu. Wie der CAS mitteilte, seien unter den Klägern gegen die lebenslangen Sperren und die Annullierung der Ergebnisse der Winterspiele 2014 in Sotschi die Olympiasieger Alexander Subkow (Bob), Alexander Legkow (Langlauf) und Alexander Tretjakow (Skeleton).

Das IOC hat bislang 25 russische Sotschi-Teilnehmer nachträglich gesperrt. Dabei wurden Russland auch elf Medaillen, darunter vier goldene, aberkannt.

Für das IOC und seinen Präsidenten gab es für die Entscheidung vom Dienstag viel Lob aus der Politik sowie von Funktionären und Athleten, aber auch Kritik, die Maßnahmen seien nicht ausreichend.

Selbst die ansonsten Bach-kritische Nationale Anti-Doping-Agentur der USA begrüßte das Urteil als einen "bedeutenden Sieg" für saubere Athleten.

Der russische Kronzeuge im Dopingskandal, Grigori Rodschenkow, ist "stolz" auf die IOC-Entscheidung, wie sein Anwalt Jim Walden dem Onlinedienst "insidethegames" (Mittwoch) sagte.

Rodschenkow, der mit seinen Aussagen den Skandal ins Rollen gebracht hatte, war Anfang 2016 in die USA geflüchtet, weil er in seiner Heimat um sein Leben fürchtete. Er lebt nun unter dem Schutz des FBI an einem unbekannten Ort. Russland fordert seine Auslieferung.

Für Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist der Fall Russland ein "bitterer Befund". Der CDU-Politiker sagte: "In Anbetracht dieses Ergebnisses ist die Entscheidung des IOC konsequent."

Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und Exekutivmitglied im Weltverband IIHF, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich bin froh, dass es keine Kollektivbestrafung gegeben hat. Das Urteil lässt den sauberen Sportlern die Möglichkeit, bei Olympia zu starten."

Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), sagte der dpa: "In Anbetracht des schier unglaublichen Ausmaßes bleibt trotz alledem ein bitteres Gefühl."

Auch Athleten halten wenig von einem kompletten Ausschluss Russlands. Biathlon-Sprint-Weltmeister Benedikt Doll sagte: "Wenn man nichts gemacht hat und nicht starten kann, dann ist das ein harter Schicksalsschlag."

Konstantin Schad, Athletensprecher des Ski-Weltverbands FIS, ist zufrieden mit dem IOC-Urteil: "Das ist schon eine knackige Ansage und für Herrn Putin die ultimative Demütigung."

Kritiker des IOC argumentieren ähnlich wie die Anti-Doping-Kämpferin Ines Geipel. Die Vorsitzende des Dopingopfer-Hilfe-Vereins sagte: "Die Beweise liegen auf dem Tisch. Doch im Grunde sagt die Entscheidung: Egal, welches Staatsdoping ihr auflegt in dieser Welt, wir nehmen euch auf in die olympische Familie."

Das Internationale Paralympische Komitees (IPC) will am 22. Dezember eine Entscheidung zu einem möglichen Ausschluss Russlands bei den Paralympics 2018 in Pyeongchang treffen.








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2018
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2018
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am










Anzeige





Ein Schüler zündet am Dienstagabend in Lünen eine Kerze für seinen getöteten Mitschüler an. − Foto: dpa

Der 15-Jährige, der am Dienstag in der Lünener Käthe-Kollwitz-Schule einen 14 Jahre alten Mitschüler...



Am 8. Februar geht Germany’s Next Topmodel in die dreizehnte Runde. Gleich drei Niederbayerinnen treten dieses Mal an. − Foto: Rankin/ProSieben/obsm

Gleich dreifach ist Niederbayern bei der dreizehnten Staffel "Germany's Next Topmodel" (GNTM)...



In einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen soll ein 15-Jähriger einen Mitschüler erstochen haben. − Foto: dpa

Dienstagmorgen kurz nach 8 Uhr. In den meisten Räumen der Lüner Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wird...



Autofahrer nutzen auf der A8 bei Bernau am Chiemsee (Landkreis Rosenheim) die Rettungsagasse aus, um schneller vorwärts zu kommen. − Foto: Screenshot / Facebook Polizei Oberbayern Süd

Durch die winterlichen Wetterverhältnisse in den vergangenen Tagen ist es in Südostbayern zu...



Der Freistaat übernimmt die Kosten für die PFOA-Bluttests im Landkreis Altötting. −Symbolfoto: dpa

Altöttings Landrat Erwin Schneider war von Anfang von einer Kostenübernahme ausgegangen...





Künftig für Burghausen am Ball: Maurizio Scioscia, der in Heidenheim schon 2. Liga spielte. − Foto: dpa

Neuer Mann für Wacker Burghausen: Maurizio Scioscia (26) wird den Regionalligisten in den restlichen...



Zwei Tore in 17 Einsätzen bejubelte Markus Mayer (rechts) beim FC Töging. Nach nur einem halben Jahr ist der Stürmer nun wieder weg. − Foto: Zucker

Zwei Abgänge meldet Fußball-Landesligist FC Töging: Markus Mayer und Marcel Erlinger haben den...



Es wird eine harte erste Woche für die Burghausener Spieler um Tim Sulmer, die am Montag erstmals wieder auf dem Platz standen. − Foto: Butzhammer

Der Ball rollt wieder an der Salzach – am Montagabend versammelte Wacker Burghausens Trainer...



Daumen hoch: Anschieber Florian Bauer (links) und Pilot Pablo Nolte haben sich beim Europacup erneut sehr gut in Form gezeigt – was ihnen kurz vor dem Saison-Highlight noch mehr Selbstvertrauen geben sollte. − Foto: W. Bauer

Weitere Podestplätze im Zweier- und Viererbob hat Florian Bauer beim letzten Europacup-Wochenende...



Mit überdimensionalen Spruchbändern solidarisierten sich die "Unity Ultras Dortmund" am Freitag mit dem verurteilten Wacker-Fan. − Foto: Unity Ultras Dortmund

Das Urteil gegen einen Fan des SV Wacker Burghausen (Landkreis Altötting) hat nicht nur in der...





Am Amtsgericht in Miesbach hat ein Richter für ein Verfahren gegen einen Asylbewerber aus Afghanistan ein Kreuz abhängen lassen. −Symbolfoto: dpa

Für ein Verfahren gegen einen jungen Asylbewerber aus Afghanistan hat ein Richter am Amtsgericht...



Der Freistaat übernimmt die Kosten für die PFOA-Bluttests im Landkreis Altötting. −Symbolfoto: dpa

Altöttings Landrat Erwin Schneider war von Anfang von einer Kostenübernahme ausgegangen...



16 Fahrzeuge sind nach ersten Erkenntnissen in einen Unfall auf der A93 im Landkreis Kelheim verwickelt. Drei Menschen wurden verletzt. − Foto: Alexander Auer

Ein schwerer Unfall hat sich am Mittwochmittag auf der A93 im Landkreis Kelheim ereignet...



Schwer begeistert waren die Fans von den Kastelruther Spatzen, mit denen nach einer Pause wegen einer Herz-OP auch Bandleader Norbert Rier wieder auf der Bühne stand. − Foto: Graf

Die Kastelruther Spatzen haben auf ihrer Tournee 2018 mit dem Titel "Die Tränen der Dolomiten" am...



Schwer verletzt wurde ein 22-Jähriger bei einem Arbeitsunfall in Burgkirchen −Symbolfoto: Wolf

Mit schweren Verletzungen ist am Mittwoch ein Arbeiter nach einem Betriebsunfall im Burgkirchner...







Anzeige
Professionelles Heimtraining für Zuhause: Mit einem Kettler Heimtrainer Fahrrad zielgerichtet die Ausdauer verbessern.