• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 14.12.2017



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Milliardenstrafe in USA  |  12.01.2017  |  07:26 Uhr

VW bekennt sich schuldig in Abgas-Affäre

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Mit weiteren Milliardenbußen und Strafanzeigen gegen mehrere Manager ziehen die US-Behörden Volkswagen im Abgas-Skandal zur Rechenschaft. Der Wolfsburger Konzern einigte sich mit dem Justizministerium in Washington auf Zahlungen über 4,3 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro).

Einen entsprechenden Vergleich bestätigten Ministerin Loretta Lynch und das Unternehmen am Mittwoch. Zudem wurden Anzeigen gegen sechs hohe VW-Mitarbeiter bekanntgegeben.

Das Unternehmen räumte mit einem Schuldbekenntnis kriminelles Fehlverhalten ein. Ihm wurden Betrug und Verletzungen des Luftreinhaltegesetzes vorgeworfen. Beendet sind die Ermittlungen in den Vereinigten Staaten und auch in Deutschland jedoch noch nicht.

"Wir werden Volkswagens Versuche, Verbraucher in die Irre zu führen und die Regierung zu betrügen, weiter untersuchen", kündigte Lynch an. Der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe sagte der Deutschen Presse-Agentur, seine Behörde lasse die zusammen mit dem niedersächsischen Landeskriminalamt geführten Ermittlungen unabhängig von der Entwicklung in den USA weiterlaufen.

Konzernchef Matthias Müller erklärte: "Volkswagen bedauert die Handlungen, die zur Dieselkrise geführt haben, zutiefst und aufrichtig. Wir werden weiter mit Nachdruck den Wandel im Denken und Handeln vorantreiben." Das Unternehmen zahlt nun 2,8 Milliarden Dollar, um strafrechtliche Ermittlungen wegen Manipulationen von Abgaswerten zahlreicher Dieselautos beizulegen. Darüber hinaus werden zivilrechtliche Bußgelder von 1,5 Milliarden Dollar fällig.

Bei Hunderten US-Zivilklagen von Kunden, Autohändlern und Behörden hatte sich VW bereits auf Vergleiche geeinigt, die über 17 Milliarden Dollar kosten könnten. Im September 2015 hatte der Konzern eingeräumt, die Emissionswerte Hunderttausender Dieselwagen in den USA gefälscht zu haben. Dies stürzte Volkswagen in eine tiefe Krise.

Der Vergleich mit dem Justizministerium muss nun noch vom zuständigen Gericht abgesegnet werden. Die Einigung sieht auch vor, dass VW seine Kontrollsysteme verstärken muss sowie für drei Jahre auf "Bewährung" gesetzt und von einem externen Aufseher überprüft wird. Der Vizechef des FBI, Andrew McCabe, sagte: "VW betrog die amerikanische Regierung und das amerikanische Volk. (...) Und sie taten das jahrelang." Die Leiterin der Umweltbehörde EPA, Gina McCarthy, betonte: "Wir fordern Maßnahmen, die sicherstellen, dass so etwas nicht mehr geschieht."

Das Justizministerium will die Ermittlungen gegen sechs amtierende und ehemalige Führungskräfte von VW forcieren, gegen die Strafanzeige gestellt wurde. Einer der Männer, die eher dem mittleren Management oder der zweiten Reihe als der Konzernspitze zugerechnet werden können, war am Samstag von der Bundespolizei FBI in Miami gefasst worden. Er soll am Donnerstag erneut vor Gericht erscheinen.

VW hat für Rechtskosten im Abgasskandals bereits 18,2 Milliarden Euro beiseitegelegt. Diese Summe wird jetzt aber dem Unternehmen zufolge voraussichtlich nicht ausreichen. Volkswagen war daran gelegen, die Auseinandersetzung mit dem Justizministerium noch vor dem Amtsantritt des künftigen Präsidenten Donald Trump am 20. Januar beizulegen.

Betriebsratschef Bernd Osterloh und IG-Metall-Chef Jörg Hofmann betonten in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Einigung in den USA ein bedeutender Schritt sei. Aber: "Die damit verbundenen Belastungen für das Unternehmen sind enorm. Wir werden alles daran setzen, dass die Belegschaften des Konzerns nicht darunter leiden." Ereignisse wie die Abgas-Krise dürften sich bei Volkswagen nicht wiederholen.








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2017
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2017
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am










Anzeige





6,60 Euro für einen Joint bekam der Mann von der Polizei rückerstattet. −Symbolbild: dpa

Die Münchner Polizei hat einem Mann 6,60 für einen Joint bezahlt, den sie ihm zuvor weggenommen...



Gibt es in diesem Jahr weiße Weihnachten? Sicher ist nichts. Aber der Blick in die Statistiken des Deutschen Wetterdienstes zeigt: Es sieht wahrscheinlich nicht gut aus. −Symbolbild: Archiv

Drinnen leuchtet der Christbaum, die Geschenke liegen darunter bereit, die Familie sing gemeinsam...



Eines der beiden Kängurus, die Polizisten in der Nacht auf Mittwoch in einem Auto in Passau entdeckt haben − Foto: Tierheim Passau

In der Nacht auf Mittwoch hat die Passauer Polizei in der Neuburger Straße eine Verkehrskontrolle...



Die digitale Währung Bitcoin hat in den vergangenen Wochen eine enorme Wertsteigerung hingelegt. In Osterhofen hat im Oktober eines der ersten Bitcoin-Büros Bayerns eröffnet. Inhaber Alexander Bär berät dort Kunden, die in das Geschäft einsteigen möchten. − Foto: Roland Binder

Alexander Bär aus Osterhofen (Landkreis Deggendorf) ist einer der wenigen Bitcoin-Berater Bayerns...



Rettungskräfte versuchen auf dem Pezid in Tirol einen Skifahrer aus einer Lawine zu befreien - ohne Erfolg: Der Mann aus Deutschland konnte nurmehr tot geborgen werden. − Foto: Dominik Bartl/www.newsmediaservice.de

Ein deutscher Skifahrer ist bei einem Lawinenabgang am Mittwoch in Tirol ums Leben gekommen...





Die Sargpflicht soll in Bayern erhalten bleiben. −Symbolfoto: dpa

Die CSU ist weiter kategorisch gegen eine Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen...



Sebastian Frankenberger erhält auch heute noch Morddrohungen. Foto: Jäger

Mehr als sieben Jahre nach dem Volksentscheid zum Rauchverbot erhält dessen Initiator Sebastian...



Aufnahmen vom Nationalpark-Wolf sind dem Jäger Karl Bauernfeind gelungen. Er hielt den Moment fest, in dem er einen Hahn riss. − Foto: Bauernfeind

Da steht er, der Wolf. Nur wenige Meter von Karl Bauernfeind entfernt. Seelenruhig...



Das Vaterunser ist ein zentrales Gebet im Christentum und wurde in viele Sprachen übersetzt – an manchen Wortlauten regen sich Zweifel. −F. dpa

Frankreich hat zum ersten Adventssonntag den Text des Vaterunser geändert – statt der Bitte...



Die Trafik– Österreichs Tabakladen – mit dem typischen Schild: Die Alpenrepublik belässt es bei ihren relativ laxen Rauchverbots-Regeln. – F.: dpa

Das für 2018 geplante absolute Rauchverbot in Österreichs Gaststätten soll nach dem Willen von ÖVP...





Tödlicher Unfall in Burghausen. − Foto: Timebreak21

Aus "verkehrsfremden Gründen" hat ein 64-jähriger Emmertinger am frühen Freitagmorgen gegen 6...



Siegfried Niedermeier mit einem seiner Lieblingsmodelle, einem Büssing aus den 50er Jahren. − Fotos: Traup (3), privat

Siegfried Niedermeier öffnet sein Schatzkästchen gerne. Eigentlich ist es kein Schatzkästchen mehr...



Eine neue Laterne aus Birkenholz bezaubert die Besucher am Eingang zu Kloster. − Fotos: Maria Horn

Vielfältig sind die Veranstaltungen in der Adventszeit, um sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen...



Ein Wildschwein wurde am Montagabend bei Altötting von einem Auto erfasst. −Symbolfoto: dpa

Ein Wildschwein wurde am Montagabend bei Neuötting (Landkreis Altötting) von einem Auto erfasst und...



Mit Genugtuung stellte sich ein Teil des Fahrzeug-Ausschusses vor dem neuen LF 20 auf (vorne von links): Stefan Rasch, Feuerwehrreferent des Gemeinderates Burgkirchen, Kommandant Christian Steinberger, Hannes Helmberger, Markus Barth. Hinten von links: Zweiter Kommandant Günter Helmberger, Hans Huber, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, Thomas Thalhammer, Hans-Jürgen Niedermeier und Albert Russinger. − Foto: Gerlitz

Die Gesichter der Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr Dorfen (Gemeinde Burgkirchen/Alz) strahlen...