• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 13.12.2017



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Weniger neue Windparks  |  11.10.2016  |  16:54 Uhr

Ökostrom-Umlage steigt auf 6,88 Cent

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Zur Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne müssen Verbraucher im nächsten Jahr erneut tiefer in die Tasche greifen. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von derzeit 6,35 Cent auf wohl 6,88 Cent pro Kilowattstunde steigen, wie aus der Strombranche verlautete.

Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber unter Berufung auf Netzbetreiber berichtet.

Bereits Ende September hatten Experten mit einem Anstieg auf knapp unter 7 Cent pro Kilowattstunde gerechnet. Die Netzbetreiber geben die Höhe der Umlage für 2017 an diesem Freitag bekannt. Das Wirtschaftsministerium äußerte sich nicht zu dem Bericht.

Die EEG-Umlage wird als Differenz zwischen dem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet. Je niedriger der Börsenpreis, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher die Umlage. Was der Anstieg der Umlage für Haushalte bedeutet, ist daher kaum zu berechnen. Es kommt darauf an, ob die Energiekonzerne fallende Börsenstrompreise an die Kunden weitergeben.

Im Zuge der Neuordnung der Ökostrom-Förderung ab 2017 sollen im Norden Deutschlands deutlich weniger neue Windkraft-Anlagen gebaut werden als bisher. Nach einem Entwurf für eine Verordnung der Bundesnetzagentur müssen die Regionen, in denen in der Vergangenheit die meisten neuen Windparks entstanden sind, künftig mit etwas mehr als der Hälfte des bisherigen Zubaus auskommen. Grund für den gebremsten Ausbau sind die Engpässe im Stromnetz. Für Stromkunden dürfte sich beim Preis dem Entwurf zufolge aber kaum etwas ändern.

Von den jährlich 2500 Megawatt Windkraft-Leistung, die von 2017 an jährlich neu gebaut werden sollen, dürfen nur maximal 902 Megawatt in "Netzausbaugebieten" im Norden entstehen, wie aus dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf hervorgeht, über den zuvor die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Je nach Größe einzelner Anlagen entspreche das zwischen 120 und 200 Windrädern.

Da der Bau großer Nord-Süd-Stromleitungen nur schleppend vorankommt, lässt sich der Windstrom aus dem Norden oft nicht nutzen. Vor allem Windanlagen an Land würden "wegen Engpässen im Übertragungsnetz in steigendem Umfang in Norddeutschland abgeregelt, weil der Strom nicht vor Ort verbraucht und nicht zu den großen Verbrauchszentren im Süden abtransportiert werden kann", heißt es.

Dem Verordnungsentwurf zufolge wird ganz Mecklenburg-Vorpommern zu einem solchen Wind-Ausnahmegebiet. Ebenso Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Bremerhaven sowie der nördliche Teil Niedersachsens. Ursprüngliche Pläne, statt in Mecklenburg-Vorpommern in ganz Niedersachsen und auch Hessen den Ausbau zu drosseln, sind nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" damit vom Tisch.

Von 2017 an wird die Förderung von Ökostrom in Deutschland komplett umgestellt. Betreiber größerer Windparks oder Solaranlagen sowie von Biogas-Anlagen erhalten künftig für eingespeisten Strom keine feste, gesetzlich festgelegte Vergütung mehr. Stattdessen werden neue Projekte ausgeschrieben. Wer am wenigsten Subventionen pro Kilowattstunde Strom verlangt, erhält dann den Zuschlag.

Oliver Krischer von den Grünen kritisierte, Deutschland werde seine Klimaschutzziele 2020 krachend verfehlen, und trotzdem bremse die Bundesregierung den Ausbau der Windenergie aus: "Das ist absurd, denn Windenergieanlagen dürfen vor allem deshalb nicht gebaut werden, damit Kohlekraftwerke wie Moorburg weiterlaufen können." Ähnlich äußerte sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Ausgerechnet die kostengünstigste Technologie soll an den besten Standorten gedeckelt werden", hiße es in einer Mitteilung.

Nach den Worten von Eva Bulling-Schröter (Linke), zeigt der Anstieg der EEG-Umlage, dass die Ökostrom-Novellen nicht den Endverbraucher entlasten: "Statt jetzt unnötig bei der Energiewende auf die Bremsen zu gehen, sollten andere Kostentreiber angegangen werden, wie die zu hohen Netzentgelte mit Gewinngarantie für die Netzbetreiber, die EEG-Industrieprivilegien oder die Stromsteuer."








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2017
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2017
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am











DAX
Chart
DAX 13.162,00 -0,16%
TecDAX 2.511,00 -0,25%
EUR/USD 1,1741 +0,03%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation






Anzeige





Die digitale Währung Bitcoin hat in den vergangenen Wochen eine enorme Wertsteigerung hingelegt. In Osterhofen hat im Oktober eines der ersten Bitcoin-Büros Bayerns eröffnet. Inhaber Alexander Bär berät dort Kunden, die in das Geschäft einsteigen möchten. − Foto: Roland Binder

Alexander Bär aus Osterhofen (Landkreis Deggendorf) ist einer der wenigen Bitcoin-Berater Bayerns...



Sebastian Frankenberger erhält auch heute noch Morddrohungen. Foto: Jäger

Mehr als sieben Jahre nach dem Volksentscheid zum Rauchverbot erhält dessen Initiator Sebastian...



Symbolfoto: dpa

Ein Unfall auf der Autobahn 8 hatte in der Nacht zum Mittwoch den Tod einer 30-jährigen Frau zur...



Dem Landeskriminalamt ist ein Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. −Symbolfoto: dpa

Unter Federführung des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) ist ein großer Schlag gegen den...



Ein Foto der verdreckten Gänse als "Beweis" für den dringenden Handlungsbedarf war dem Schreiben beigefügt. − F.: Berchtesgadener Anzeiger

"Unrecht kann manchmal nur mit Unrecht bekämpft werden" – so begründen die Diebe der sechs...





Die Sargpflicht soll in Bayern erhalten bleiben. −Symbolfoto: dpa

Die CSU ist weiter kategorisch gegen eine Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen...



Sebastian Frankenberger erhält auch heute noch Morddrohungen. Foto: Jäger

Mehr als sieben Jahre nach dem Volksentscheid zum Rauchverbot erhält dessen Initiator Sebastian...



Aufnahmen vom Nationalpark-Wolf sind dem Jäger Karl Bauernfeind gelungen. Er hielt den Moment fest, in dem er einen Hahn riss. − Foto: Bauernfeind

Da steht er, der Wolf. Nur wenige Meter von Karl Bauernfeind entfernt. Seelenruhig...



Die Trafik– Österreichs Tabakladen – mit dem typischen Schild: Die Alpenrepublik belässt es bei ihren relativ laxen Rauchverbots-Regeln. – F.: dpa

Das für 2018 geplante absolute Rauchverbot in Österreichs Gaststätten soll nach dem Willen von ÖVP...



Das Vaterunser ist ein zentrales Gebet im Christentum und wurde in viele Sprachen übersetzt – an manchen Wortlauten regen sich Zweifel. −F. dpa

Frankreich hat zum ersten Adventssonntag den Text des Vaterunser geändert – statt der Bitte...





Eine neue Laterne aus Birkenholz bezaubert die Besucher am Eingang zu Kloster. − Fotos: Maria Horn

Vielfältig sind die Veranstaltungen in der Adventszeit, um sich auf das Weihnachtsfest einzustimmen...



Auf dem Weg zur Burg gab es einiges zu entdecken – wie hier die "schwimmende Stadt".

Leicht beschneite Wege und Dächer der Holzbuden rund um die Stiftskirche sorgten für eine...



Mit Genugtuung stellte sich ein Teil des Fahrzeug-Ausschusses vor dem neuen LF 20 auf (vorne von links): Stefan Rasch, Feuerwehrreferent des Gemeinderates Burgkirchen, Kommandant Christian Steinberger, Hannes Helmberger, Markus Barth. Hinten von links: Zweiter Kommandant Günter Helmberger, Hans Huber, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, Thomas Thalhammer, Hans-Jürgen Niedermeier und Albert Russinger. − Foto: Gerlitz

Die Gesichter der Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr Dorfen (Gemeinde Burgkirchen/Alz) strahlen...



Ein Flutlicht für den A-Platz im Sportpark zahlt sich für den Verein ionsofern aus, als damit der B-Platz geschont und dessen Unterrhalt günstiger wird. − Foto: Fuchs

Der B-Fußballplatz des Sportparks ist fast alljährlich, wegen der großen Beanspruchung...



2400 Gramm getrocknetes Marihuana, eine kleine Menge Amphetamine und eine Aufzuchtanlage beschlagnahmten die Polizisten. −Symbolfoto: dpa

Eine brisante Entdeckung machte die Polizei bei einem Einsatz in der Nacht auf Dienstag in Bad...