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Traunreut  |  20.04.2017  |  16:56 Uhr

Ausspähen - präzise zuschlagen: So will Boxprofi Serge Michel siegen

von Thomas Thois

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Den Gegner ausspähen und mit Präzision zuschlagen – mit seinem Scharfschützen-Kampfstil will der "Bavarian Sniper" Serge Michel morgen einen Heimsieg landen. − Fotos: Alexandre Gorodnyi/privat

Den Gegner ausspähen und mit Präzision zuschlagen – mit seinem Scharfschützen-Kampfstil will der "Bavarian Sniper" Serge Michel morgen einen Heimsieg landen. − Fotos: Alexandre Gorodnyi/privat

Den Gegner ausspähen und mit Präzision zuschlagen – mit seinem Scharfschützen-Kampfstil will der "Bavarian Sniper" Serge Michel morgen einen Heimsieg landen. − Fotos: Alexandre Gorodnyi/privat


Serge Michel ist einer der großen Hoffnungsträger im deutschen Boxsport und das beste Pferd im Stall von Ex-Profi Alexander Petkovic. Vor der Fight-Night dahoam, seinem zweiten Profikampf am Samstag, 22. April, gegen Vikotr Kessler vor über 1000 Zuschauern in der Traunreuter TuS-Halle, hat sich die Heimatzeitung mit dem 28-jährigen Halbschwergewichtler unterhalten.

Wie war die Vorbereitung auf Ihren großen Heimkampf? Sind Sie in optimaler Verfassung?

Serge Michel: Ich bin topfit. Die Vorbereitung war lang und hart und ist super gelaufen – verletzungsfrei. Das Sparring war intensiv, manchmal auch mit Schmerzen verbunden. Meine Nase hat etwas gelitten. Aber das gehört dazu. Berufsrisiko. Jetzt bin ich in der Stabilisierungswoche, in der ich nur noch einmal am Tag trainiere und weniger mache, damit den Körper vor dem Kampf nicht zu stark ausgelaugt wird.

Daumen hoch für den "Familienboxbetrieb": Vater und Trainer Eduard Michel (links) und Neu-Profi Serge Michel (rechts) freuen sich über den bayerischen Juniorenmeistertitel von Fedor Michel (15) im März in Straubing.

Daumen hoch für den "Familienboxbetrieb": Vater und Trainer Eduard Michel (links) und Neu-Profi Serge Michel (rechts) freuen sich über den bayerischen Juniorenmeistertitel von Fedor Michel (15) im März in Straubing.

Daumen hoch für den "Familienboxbetrieb": Vater und Trainer Eduard Michel (links) und Neu-Profi Serge Michel (rechts) freuen sich über den bayerischen Juniorenmeistertitel von Fedor Michel (15) im März in Straubing.


Es ist der erste große Kampf in Ihrer Heimatstadt.

Michel: Und darauf freue ich mich wahnsinnig. Es ist einfach toll, wie groß der Zuspruch ist. So viele Leute interessieren sich für den Kampf und wünschen mir Glück. Das hat mich extrem motiviert, im Training noch mehr Gas zu geben. Ich bin meinem Boxstall wirklich sehr, sehr dankbar dafür, dass er das ermöglicht hat. So ein Riesen-Event! Eine solche Profi-Box-Gala bekommt man hier zum ersten Mal zu sehen. Es ist großartig, dass ich den Hauptkampf bestreiten darf und so die Möglichkeit habe, Danke an alle Fans, Unterstützer, Freunde und die ganze Region zu sagen.

Ihr Vater ist Ihr Trainer. Aber das ist lange noch nicht alles im "Familienboxbetrieb" Michel. Wenn man sich die Erfolge Ihres 15-jährigen Bruders anschaut, könnte man ja sagen: Die Klitschkos waren gestern, jetzt kommen die Michels!

Michel (lacht): Ja, genau! Ich bin wirklich stolz auf meinen Bruder. Fedor ist gerade in Binz auf Rügen bei der deutschen Juniorenmeisterschaft. Da hat er das Achtelfinale gewonnen. Und jetzt ist es natürlich so, dass ich mir wünschen muss, dass er nicht zu meinem Kampf nach Traunreut kommen kann. Denn er soll das Finale erreichen, und das wäre auch am Samstag. Fedor ist echt talentiert und wird auch von meinem Vater trainiert. Er ist 2014 Deutscher Meister geworden, heuer Bayerischer Meister, und er hat bei der U15-Europameisterschaft in Ungarn Bronze geholt.

Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Kampfnamen "Bavarian Sniper" gekommen?

Michel: Den hat mir mein Nationalmannschaftskollege und guter Freund Edgar Walth aus Straubing verpasst. Er meinte, dass ich so einen Bumms drauf habe, dass mit einem Schuss alles vorbei sein kann.

Wobei "Scharfschütze" aber auch insgesamt ganz gut zu Ihrem Boxstil passt, oder?

Michel: Ja, ich denke schon. Ich schaue, dass ich meinen Gegner quasi ausspähe, mir meine Schläge gezielt aussuche und dann mit Präzision anbringe. Boxen ist für mich keine Prügelei, sondern eine Kampfkunst und die Kunst, schlauer zu sein als der Gegner.

Das ganze Interview und eine ausführliche Vorschau auf die Fight-Night, die vor bis z u 1200 Zuschauern in der Traunreuter TuS-Halle ab 18 Uhr insgesamt zehn Profi-Kämpfe und ein Show-Programm mit der Tanzgruppe "Riddim Cubes" und Sänger Danyál bietet, lesen Sie am 21. April auf einer Sonderseite im Sportteil von Trostberger Tagblatt, Traunreuter Anzeiger und Südostbayerischer Rundschau (Online-Kiosk) oder als registrierter Abonnent hier:

- Auch zu später Stunde hellwach und schlauer als der Gegner sein

- Vorsicht vor der Schlaghand! Das ist Serge Michels Gegner

- Box-Spektakel und Show-Programm

- AUS DEM KNAST ZUR WELTSPITZE: DIE AUFSTEIGERGESCHICHTE VON SERGE MICHEL

- TRAUNREUTER FIGHT-NIGHT MIT ZEHN KÄMPFEN








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