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Bad Reichenhall  |  19.06.2017  |  16:55 Uhr

Mutige Ersthelferinnen bewahren Mann vor dem Ertrinken im Abtsee

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Der Abtsee an der Gemeindegrenze zwischen Laufen und Saaldorf-Surheim. − Foto: Hannes Höfer / Archiv

Der Abtsee an der Gemeindegrenze zwischen Laufen und Saaldorf-Surheim. − Foto: Hannes Höfer / Archiv

Der Abtsee an der Gemeindegrenze zwischen Laufen und Saaldorf-Surheim. − Foto: Hannes Höfer / Archiv


Mehrere Frauen haben am Montagmittag einen bewusstlosen 71-jährigen Mann aus dem Abtsee (Landkreis Berchtesgadener Land) gezogen, mit Wiederbelebungsversuchen begonnen und ihm damit vermutlich das Leben gerettet. Der Einheimische war beim Baden im See plötzlich untergegangen. Das Rote Kreuz war mit Rettungswagen und Notarzt aus Freilassing, dem Traunsteiner Rettungshubschrauber "Christoph 14" und dem Kriseninterventionsdienst (KID) im Einsatz.

Der schwere Badeunfall ereignete sich gegen 11.50 Uhr. Ein Ehepaar aus Salzburg besuchte zu dieser Zeit das Freizeitgelände und begab sich zum Schwimmen in den See. Im Uferbereich verlor der 71-jährige Ehemann nach bisheriger Erkenntnis plötzlich das Bewusstsein und ging unter. Zwei Ersthelferinnen und die Ehefrau, die um Hilfe rief, bemerkten den Notfall. Da der Mann ein Schwimmbrett am Arm festgebunden hatte, konnte er - obwohl er bereits deutlich unter Wasser war - sofort durch die Ersthelferinnen geortet und aus dem Wasser gezogen werden. Eine weitere fachkundige Ersthelferin begann sofort mit Wiederbelebungsversuchen und setzte einen Notruf ab. Nach weiterer Versorgung flogen die Einsatzkräfte den Mann dann zum Klinikum Traunstein. Der KID des Roten Kreuzes wurde zur Betreuung der Ehefrau nachalarmiert. Beamte der Laufener Polizei nahmen den Unfall auf.

Aufgrund der beiden Ertrinkungsunfälle im Thumsee (10. Juni 2017) und im Abtsee (19. Juni 2017) erinnert die BRK-Wasserwacht an die wichtigen Verhaltensregeln bei derartigen Notfällen. "Das Wichtigste ist immer, gleich den Notruf 112 zu wählen. Nur dann kann die Leitstelle in Traunstein die rasche Rettung in die Wege leiten", erklärt Kreis-Wasserwacht-Chef Rudolf Schierghofer. Wenn man einen Ertrinkungsunfall mitbekommt, sollte man folgende Grundregeln beachten: Ruhe bewahren, Notruf absetzen, Hilfe rufen, dem Ertrunkenen helfen, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu begeben und an Land dann Erste Hilfe leisten, bis Notarzt und Sanitäter eintreffen. − pnp








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