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Lindberg  |  07.10.2017  |  17:02 Uhr

Fallen sollen ausgebüxte Wölfe im Nationalpark vor Abschuss bewahren

von Andreas Geroldinger,Daniel Ober

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Sechs der neun Wölfe sind aus dem Nationalpark-Gehege durch ein offenes Tor entkommen. − Foto: Eichmann

Sechs der neun Wölfe sind aus dem Nationalpark-Gehege durch ein offenes Tor entkommen. − Foto: Eichmann

Sechs der neun Wölfe sind aus dem Nationalpark-Gehege durch ein offenes Tor entkommen. − Foto: Eichmann


Am Tag nach dem Ausbruch der Wölfe aus dem Tier-Freigelände am Haus der Wildnis in Ludwigsthal (Landkreis Regen) setzen die Verantwortlichen alles daran, die fünf Tiere lebend einzufangen. Doch umso weiter sie sich vom Tier-Freigehege entfernen, desto niedriger werden die Chancen: "Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als sie tödlich zu schießen", teilt Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung, am Samstagnachmittag auf PNP-Nachfrage mit. Mit Ködern und Fallen wird nun versucht, die Tiere vor einem Abschuss zu bewahren. Und wenn das nicht klappt? "Wir werden uns am Sonntag mehr mit Abschießen beschäftigen als mit Narkose", so Leibl.

Vier Suchtrupps durchkämmten am Samstag den Nationalpark. Drei der fünf Tiere habe man im Bereich des Falkensteins lokalisiert, einer befindet sich im Bereich des Geheges, ein weiterer wurde etwa zehn Kilometer entfernt gesichtet, sagte Leibl. Immer wieder habe man Sichtkontakt zu den Tieren. Zum Betäuben brauche es aber eine geringe Distanz; bislang sei es nicht gelungen, entsprechend nah an die Wölfe heranzukommen. Wenn sich die Tiere jetzt noch weiter vom Gehege entfernen und in die Wälder reingehen, dann bleibe den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als sie tödlich zu schießen, so Leibl.

Nationalpark-Chef Dr. Franz Leibl. − Foto: Hackl

Nationalpark-Chef Dr. Franz Leibl. − Foto: Hackl

Nationalpark-Chef Dr. Franz Leibl. − Foto: Hackl


Mehr dazu:
- Wölfe im Nationalpark ausgebrochen - Ein Tier von Waldbahn erfasst
- Experte im Interview: Sind die ausgebüxsten Wölfe gefährlich?
- Ehepaar filmt die ausgebüxten Wölfe im Nationalpark +++ Videos

"Wir werden alles versuchen, die Tiere lebend einzufangen", sagte Leibl. Bis zirka 17.30 Uhr versuchen die Trupps noch weiter ihr Glück, ehe es dunkel wird. In der Nacht versucht man, die Tiere mit Ködern in Kastenfallen sowie im Trenngehege, in dem sie für gewöhnlich gefüttert werden, anzulocken und zu fangen.

Sollte all dies nichts helfen, könnte dann auch scharfe Munition eingesetzt werden. "Das ist ein schmaler Grat", ist sich Leibl der Tragweite einer möglichen Abschuss-Entscheidung bewusst. Irgendwann aber sei das Ende der Fahnenstange erreicht. Man könne nicht abschätzen wie sich die Wölfe künftig dem Menschen gegenüber verhalten, sagte Leibl. "Da kann es zu Situationen kommen, die keiner will."

"Ganz massive Fremdeinwirkung im Spiel"

Klarer scheint die Lage bei der Frage, wie die Wölfe aus dem Gehege gekommen sind. "Ich bin schon der Meinung, dass da ganz massive Fremdeinwirkung im Spiel war", sagte Leibl im PNP-Gespräch. Das Tor sei "sperrangelweit offen" gestanden, das Schloss auf dem Boden gelegen. Nach der letzten Fütterung am Mittwoch habe am Donnerstagvormittag ein Mitarbeiter den Zaun kontrolliert. Am Abend, gegen 22 Uhr, wurde dann der erste Wolf außerhalb des Geheges gesichtet. Leibl ist sicher: " Da muss irgendwas passiert sein."

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