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Lindberg  |  09.10.2017  |  17:05 Uhr

Nach Abschuss eines entlaufenen Wolfs: Empörung über Nationalpark

von Anna Zimmermann

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Diesen Wölfen droht kein Abschuss: Sie gehören zu den Tieren, die das Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald bei Lindberg (Lkr. Regen) nicht verlassen hatten. Sechs der neun dort gehaltenen Wölfe waren in der Nacht zum Freitag entkommen. Zwei von ihnen sind bereits tot. − Foto: Walter

Diesen Wölfen droht kein Abschuss: Sie gehören zu den Tieren, die das Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald bei Lindberg (Lkr. Regen) nicht verlassen hatten. Sechs der neun dort gehaltenen Wölfe waren in der Nacht zum Freitag entkommen. Zwei von ihnen sind bereits tot. − Foto: Walter

Diesen Wölfen droht kein Abschuss: Sie gehören zu den Tieren, die das Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald bei Lindberg (Lkr. Regen) nicht verlassen hatten. Sechs der neun dort gehaltenen Wölfe waren in der Nacht zum Freitag entkommen. Zwei von ihnen sind bereits tot. − Foto: Walter


Der Abschuss eines der sechs aus dem Nationalpark entlaufenen Wölfe sorgt in der Region für Aufruhr und für einen Shitstorm gegen den Nationalpark. Mindestens ein Waldführer hat seine Tätigkeit im Park beendet. Es wurde eine Online-Petition ins Leben gerufen, deren Unterstützer den Abschuss der Wölfe verhindern wollen. Auch bei Facebook äußern viele Nutzer Ärger und Unverständnis für den Beschluss.

Jan Turner, Mitbegründer der Initiative "Der Waldluchs", die unter anderem Naturseminare und geführte Touren im Bayerischen Wald anbietet, hat nach dem Abschuss des Wolfs über das soziale Netzwerk öffentlich angekündigt, nicht mehr als Waldführer für den Nationalpark zur Verfügung zu stehen. "Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, für diese Institution künftig tätig zu sein", gab er auf seinem Profil bekannt. Seine Entscheidung fand dort viel Zustimmung. "Respekt! Ein Mensch mit Herz", schrieb eine Facebook-Nutzerin. "Hut ab vor Menschen mit Charakter", kommentierte eine weitere Nutzerin Turners Post.

Auch PNP-Leser machen ihren Ärger über die Nationalparkverwaltung bei Facebook öffentlich. "Ihr solltet euch nicht Nationalpark nennen. Sucht tagelang nach den Wölfen. Ohne Erfolg. Kaum werden sie zum Abschuss freigegeben, wird der erste abgeknallt. Ihr könnt mit Betäubungspfeilen genauso zielen, wie mit normaler Munition. Und ihr wollt Tierschützer sein? (...)", schreibt Lisa M. bei Facebook. "Mehr als komisch" findet es Mario S., "wie schnell man die Wölfe findet, wenn man sie töten darf".

Einen Teil der Kommentare finden Sie unter diesem Facebook-Post

Mehr dazu:
- Wölfe im Nationalpark ausgebrochen - Schnelleinsatz-Trupp bereit
- Experte im Interview: Sind die entlaufenen Wölfe gefährlich?
- Ehepaar filmt die ausgebüxten Wölfe im Nationalpark +++ Videos
- Fallen sollen Wölfe im Nationalpark vor Abschuss bewahren
- Suche nach Wölfen im Bayerwald: Ein Tier geschossen +++ Video
- So verlief die Jagd auf die Wölfe - Tiere lebend zu fangen hat Priorität
- Ausgebüxte Wölfe: Polizei geht von Fremdeinwirkung aus und ermittelt

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag in Ihrer PNP (Online-Kiosk) oder als registrierter Nutzer im PlusPortal hier:

- Empörung über Nationalpark wegen Wolfs-Abschuss
- Jagd auf Wölfe - Kritik am Nationalpark.








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