• pnp.de
  • regioevent.de
  • heimatsport.de


pnp.de 25.04.2017



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Bad Reichenhall  |  21.04.2017  |  09:30 Uhr

Bergwacht rettet jungen Urlauber vom verschneiten Zwiesel

Lesenswert (2) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 52 / 90
  • Pfeil
  • Pfeil




An der geschlossenen Zwieselalm versorgte die Bergwacht den jungen Mann und transportierte ihn ab. − Foto: BRK

An der geschlossenen Zwieselalm versorgte die Bergwacht den jungen Mann und transportierte ihn ab. − Foto: BRK

An der geschlossenen Zwieselalm versorgte die Bergwacht den jungen Mann und transportierte ihn ab. − Foto: BRK


Zu einem unerwarteten und aufwendigen Winter-Einsatz sind am Donnerstagnachmittag die Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing ausgerückt: Ein 22-jähriger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen war über den Mulisteig zur Zwieselalm aufgestiegen und dort erschöpft zusammengebrochen. Der junge Mann musste bei rund einem dreiviertel Meter Neuschnee zu Fuß spuren und war sich der erheblichen Lawinengefahr vor allem unterhalb des Almhangs offenbar nicht bewusst.

Der 22-Jährige wollte eigentlich von seinem Urlaubsquartier in Schönau aus in die Berchtesgadener Berge wandern gehen, ließ dann aber aufgrund des erneuten Wintereinbruchs davon ab und fuhr mit dem Zug nach Bad Reichenhall, um den Zwiesel zu besteigen. Diesen Berg schätzte er offenbar als harmloser ein. Vom Bahnhof aus ging er zu Fuß mit Jeans, Bergschuhen und einem relativ kleinen Rucksack los.

Beim Mulisteig kämpfte er sich durch einen dreiviertel Meter Neuschnee. Dabei kam er nur sehr langsam voran und verausgabte sich völlig. An der geschlossenen Alm brach er dann kraftlos zusammen und konnte sich nicht mehr bewegen. Deshalb setzte er gegen 15.50 Uhr in seiner aussichtslosen Lage bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die die Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing alarmierte. Hüttenwirt Andi Potschacher war kurz zuvor mit Skiern über den Jochberg aufgestiegen und wieder abgefahren und hatte den jungen Mann wohl nur knapp verpasst.

Wegen Wolken und Schneefall war ein Hubschrauberflug zur Alm nicht möglich. Die Einsatzkräfte konnten dann aufgrund des unerwartet vielen Neuschnees mit dem Auto nur über den Langacker bis zum Listanger fahren und mussten Retter und Ausrüstung von dort aus mit einem Raupen-All-Terrain-Vehicle (ATV) weiter bis zur Dreiviertelstunden-Tafel transportieren. Später schaffte es auch die Besatzung des Rettungsfahrzeugs, das zunächst im Schnee steckengeblieben war, mit Schneeketten weiter bis zum letzten Steilstück unterhalb der Dreiviertelstunden-Tafel. Von dort aus stiegen die Einsatzkräfte zu Fuß über den Mulisteig auf. Gegen 17.45 Uhr trafen sie beim Patienten ein. Nach der medizinischen Erstversorgung schützten sie den frierenden jungen Mann gegen weiteres Auskühlen. Aufgrund einer beginnenden Unterkühlung konnte der völlig Erschöpfte nur noch liegend im Akja abtransportiert werden, den weitere Retter an die Einsatzstelle brachten.

Auch für die elf Bergwachtleute war der rund vierstünde Einsatz bei Lawinenwarnstufe 3 nicht ohne Risiko und durchaus mühsam. "Der Neuschnee hatte fast keine Bindung zum Untergrund, wobei vor allem der steile Almhang oberhalb des Steigs unter Spannung stand", berichtet Bereitschaftsleiter Stefan Strecker, der seine gesamte Mannschaft nur mit Lawinen-Notfallausrüstung, also Suchgerät, Sonde und Schaufel, ins Gelände gehen ließ. Sie brachten den 22-Jährigen unter vereinten Kräften per Akja bis zum Fahrzeug und dann gegen 19 Uhr ins Tal nur Bergrettungswache. Eine weitere medizinische Versorgung im Krankenkaus lehnte der Urlauber aber ab. Die Bergwacht war bis 20 Uhr gefordert. − red








Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2017
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am







Anzeige











Nach dieser Frau fahndet die Polizei. −Fotos: Polizei

Eine bislang unbekannte Frau hat am 10. Februar in der Landshuter Altstadt zwei Geldbeutel gestohlen...



Mehr als 50 schwerbewaffnete Verbrecher haben aus dem Tresor vermutlich mehrere Millionen Dollar erbeutet. Sie legten mehrere Sprengstoffsätze, um bis zum Tresor durchzukommen. −Foto: Telefuturo/telam/dpa

Mehr als 50 schwerbewaffnete Verbrecher haben bei einem Raubüberfall in Paraguay aus einem Tresor...



Ein 33-Jähriger bedrohte Autofahrer an der Tankstelle und wollte verschüttetes Benzin anzünden. −Symbolfoto: dpa

Ein 33-Jähriger hat am Sonntagabend an einer Tankstelle in Altdorf (Landkreis Landshut) Autofahrer...



Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter war beim Rückspiel des FC Bayern in Madrid vor Ort. Hautnah hat er miterlebt, wie die Polizei den Bayern-Block gestürmt und auf Fans eingeschlagen hatte. Nun will er einen Anwalt einschalten. − Foto: dpa

Als Stadionbesucher vor Ort hat Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter beim Viertelfinal-Rückspiel...



Um von der Grundschule auf die Realschule oder das Gymnasium zu wechseln, brauchen Schüler einen bestimmten Notenschnitt. In Zukunft sollen allein die Eltern über die Schullaufbahn entscheiden, fordert die SPD-Landtagsfraktion in einem Gesetzentwurf. − Foto: dpa

Die Note allein soll in Bayern nicht mehr darüber entscheiden, welche Schule ein Kind besuchen darf...





Um von der Grundschule auf die Realschule oder das Gymnasium zu wechseln, brauchen Schüler einen bestimmten Notenschnitt. In Zukunft sollen allein die Eltern über die Schullaufbahn entscheiden, fordert die SPD-Landtagsfraktion in einem Gesetzentwurf. − Foto: dpa

Die Note allein soll in Bayern nicht mehr darüber entscheiden, welche Schule ein Kind besuchen darf...



Die Polizei in Niederbayern ist insgesamt zufrieden mit dem Verlauf des diesjährigen Blitzermarathons. −Symbolfoto: dpa

Eine positive Bilanz hat das Polizeipräsidium Niederbayern vom diesjährigen Blitzermarathon gezogen...



Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) Foto: dpa

Ausgerechnet bei seinem eigenen Karriereende lässt CSU-Chef Seehofer den eigenen Worten keine Taten...



Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter war beim Rückspiel des FC Bayern in Madrid vor Ort. Hautnah hat er miterlebt, wie die Polizei den Bayern-Block gestürmt und auf Fans eingeschlagen hatte. Nun will er einen Anwalt einschalten. − Foto: dpa

Als Stadionbesucher vor Ort hat Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter beim Viertelfinal-Rückspiel...



Zusammengerechnet sollen die beiden Bandenmitglieder Metalle im Wert von rund 300000 Euro erbeutet haben. Beide müssen dafür rund fünf Jahre in Haft. − Foto: Schöttl

Jeweils um die fünf Jahre müssen zwei Mitglieder der sogenannten Kupferbrigade ins Gefängnis...





Bereits mit neun Jahren half er dem Vater aus, heute – 70 Jahre später – ist der Fimberger Max der letzte Glöckner von Maria Ach. − Foto: Stummer

Er wirkt ein wenig wie aus der Zeit gefallen. Wenn er langsam durch die Kirche schlurft...



Der neue Oberstaatsanwalt Prof. Dr. Kroiß (links), Justizminister Winfried Bausback und Wolfgang Giese. - Foto: Karlheinz Kas

Traunstein. Festakt im Schwurgerichtssaal: Dort wo ansonsten die schweren Fälle der...



Noch vor der ohnehin immer früh beginnenden Osternachtsmesse versammelten sich rund 150 "Geburtstagsgäste" im und am Geburtshaus Benedikts XVI., um sich inmitten eines Lichterlabyrinths auf den besonderen Tag einzustimmen. − Fotos: A. Kleiner

Erst andächtig und leise, im späteren Tagesverlauf immer ausgelassener und klanggewaltiger hat...



Mehr als 50 schwerbewaffnete Verbrecher haben aus dem Tresor vermutlich mehrere Millionen Dollar erbeutet. Sie legten mehrere Sprengstoffsätze, um bis zum Tresor durchzukommen. −Foto: Telefuturo/telam/dpa

Mehr als 50 schwerbewaffnete Verbrecher haben bei einem Raubüberfall in Paraguay aus einem Tresor...



Prof. Karl Aigner ist von seiner Methode überzeugt, Krebsgeschwüre durch regional begrenzte Chemotherapie zu bekämpfen. Die Dosis kann weit höher sein, die Verträglichkeit für den Patienten ist dennoch besser, weil nur das Tumorgewebe und sein Umfeld mit den Zellgiften behandelt werden. Seine Methode ist unter Medizinern umstritten. Bisher hat sich Aigner vergeblich darum bemüht, eine Kassenzulassung zu bekommen. Die Patienten müssen also selbst die Behandlung bezahlen. − Fotos: Wetzl

"Wunder gibt es nicht", räumt der Burghauser Krebsarzt Prof. Karl Aigner (Landkreis Altötting) ein...