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Lindberg  |  06.10.2017  |  13:42 Uhr

Wölfe im Nationalpark ausgebrochen - Schnelleinsatz-Trupp steht bereit

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Mehrere Wölfe sind aus dem Tier-Freigelände am Nationalparkzentrum Falkenstein ausgebrochen. −Symbolfoto: dpa

Mehrere Wölfe sind aus dem Tier-Freigelände am Nationalparkzentrum Falkenstein ausgebrochen. −Symbolfoto: dpa

Mehrere Wölfe sind aus dem Tier-Freigelände am Nationalparkzentrum Falkenstein ausgebrochen. −Symbolfoto: dpa


Mehrere Wölfe sind in der Nacht auf Freitag aus dem Tier-Freigelände im Nationalparkzentrum Falkenstein am Haus der Wildnis in Ludwigsthal (Landkreis Regen) ausgebrochen. Das hat die Nationalparkverwaltung auf PNP-Nachfrage mitgeteilt. Wie die Tiere entkommen konnten ist noch unklar; Sabotage kann aber nicht ausgeschlossen werden. Derzeit wird versucht, die Tiere zu lokalisieren und einzufangen. Die Fachleute sehen nach Angaben der Nationalparkverwaltung derzeit "keine Gefährdung für die Bevölkerung", ein Schnelleinsatz-Trupp stehe jedoch bereit. Ein Wolf ist in der Nacht auf Freitag vom Zug erfasst worden.

In dem Gehege leben neun Wölfe; sechs davon sind ausgebrochen. Wie die Tiere aus dem Gehege kamen ist noch unklar. Laut einer Mitteilung der Nationalparkverwaltung vom Vormittag könnte es Sabotage gewesen sein: "Fremdeinwirkung durch Dritte wird nicht gänzlich ausgeschlossen", heißt es dazu. Die Polizei ist eingeschaltet.

Am Freitagnachmittag wurde bekannt, dass eines der entlaufenen Tiere bereits in der Nacht zum Freitag von einem Zug erfasst und getötet wurde. Die Länderbahn teilte den Unfall erst tagsüber mit. Der Wolf wurde auf der Bahnlinie zwischen Zwiesel und Bayerisch Eisenstein in der Nähe des Tier-Freigeländes auf Höhe Ludwigsthal von der Waldbahn erfasst. Nach fünf Tieren wird noch gesucht.

Im Tierfreigehege in Lindberg sind die Suchmaßnahmen nach den ausgebüchsten Wölfen bereits angelaufen. − Foto: Bietau

Im Tierfreigehege in Lindberg sind die Suchmaßnahmen nach den ausgebüchsten Wölfen bereits angelaufen. − Foto: Bietau

Im Tierfreigehege in Lindberg sind die Suchmaßnahmen nach den ausgebüchsten Wölfen bereits angelaufen. − Foto: Bietau


Zunächst war man davon ausgegangen, dass sich die Wölfe nur in der Nähe des Tier-Freigeheges bewegen würden. Eines der Tiere habe jedoch nun einen größeren Aktionsradius aufgezeigt, weshalb die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald nun einen Schnelleinsatz-Trupp installiert hat, der rund um die Uhr ausrücken kann. "Diese Mitarbeiter sind mit Narkosegewehr und scharfer Waffe ausgerüstet", erklärt Nationalparkleiter Franz Leibl. Da die Wahrscheinlichkeit eines Einfangens mit fortschreitender Zeit immer weiter sinkt, sollen die Wölfe wenn möglich betäubt werden.

Ein Krisenstab koordiniert die "intensiven Suchmaßnahmen" nach den Tieren. "Wir setzen mit höchstem Personaleinsatz alles daran, die Tiere wieder einzufangen", sagt Nationalparkleiter Franz Leibl. Es werde versucht, die Tiere anzufüttern. "Das letzte Mittel wäre aus Sicherheitsgründen der Abschuss der Tiere", so Leibl.

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Das Gelände um das Freigehege wurde abgesperrt. − Foto: Bietau

Das Gelände um das Freigehege wurde abgesperrt. − Foto: Bietau

Das Gelände um das Freigehege wurde abgesperrt. − Foto: Bietau


Weil sie ihr gesamtes Leben in menschlicher Obhut verbracht haben, seien die Tiere in freier Wildbahn nicht lange Zeit überlebensfähig, heißt es weiter. Die Bevölkerung wird darum gebeten, auf keinen Fall Futter für die Wölfe zu deponieren, sich den Wölfen aktiv zu nähern oder sie zu fotografieren. Wer Hinweise geben kann, soll sich mit den Verantwortlichen am Haus der Wildnis, Tel. 09922/5002-0, in Verbindung setzen.

Neben dem Freigelände am Falkenstein gibt es im Nationalpark ein zweites Gehege am Lusen in Neuschönau (Landkreis Freyung-Grafenau). Auch dort sind Wölfe untergebracht. − ageMehr dazu lesen Sie in der Samstagsausgabe der Passauer Neuen Presse (Online-Kiosk) oder nach kurzer Anmeldung kostenlos auf PNP Plus.

Karte: Hier liegen die Tier-Freigelände im Nationalpark
Die Karte zeigt das Tier-Freigelände am Falkenstein im Westen und das Gelände am Lusen. Aus dem Freigelände am Falkenstein sind die Tiere ausgebrochen.








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