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24.02.2012  |  11:30 Uhr

Wunsch-Omas und -Opas gesucht

Ehrenamtliche Kinderbetreuung: Projekt von Annette Köhler läuft in der Trägerschaft des Diakonischen Werks

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Traunstein (he). "Mein ,Enkelkind' war auch gleich recht zutraulich. Das Mädchen hat mir ihre Puppe mit allen Funktionen erklärt. Sie wollte sich gar nicht mehr von mir trennen und hat mich gleich zum Essen eingeladen." So schildert eine Wunsch-Oma begeistert das erste Treffen mit ihrem "geliehenen" Enkelkind - und sie ist mit solch positiven Erfahrungen nicht alleine. Rund zwei Dutzend Wunsch-Omas und -Opas kümmern sich im Landkreis Traunstein ehrenamtlich stundenweise um kleine Kinder. Aber in etwa ebensoviele werden noch gebraucht.

Rektorin i. R. Annette Köhler aus Weibhausen, Gemeinde Wonneberg, hat dieses Projekt im Mai angestoßen und treibt es mit Engagement voran. Die Trägerschaft dafür hat das Diakonische Werk Traunstein übernommen. Die Familien, die derzeit schon betreut werden, sind unter anderem in Traunstein, in Gemeinden des Achentals, Siegsdorf, Trostberg, Sondermoning, Wonneberg und Chieming zu Hause. Nachgefragt sind weitere Betreuungen im Achental, in Waging, Traunreut, Chieming, Vachendorf und Grabenstätt.

Annette Köhler hofft, dass sich noch mehr Omas und Opas melden. Besonders willkommen wären Ehepaare, die gemeinsam eine Betreuung übernehmen. In aller Regel kommen die Wunsch-Großeltern zwei bis sechs Stunden an einem - ausnahmsweise auch an zwei - Nachmittagen pro Woche, nach Absprache auch mal mehr.

Dabei ist Köhler eines wichtig: "Wir lassen uns nicht ausnutzen, wir sind keine kostenlosen Tagesmütter." Das Projekt solle eine Beziehung auf Gegenseitigkeit sein: Betreuung von Kindern auf der einen, Familienanschluss für die Betreuenden auf der anderen Seite. Denn manche fühlen sich - wenn sie keine eigenen Kinder haben oder diese weit weg wohnen - einsam und wollen mit der Betreuung in Kontakt kommen.

Und das funktioniert recht gut. Bei den regelmäßigen Familientagen sehe man dann, so Annette Köhler, wie herzlich sich das Verhältnis in manchen Fällen entwickelt hat.

Bevor es zu einer Betreuung kommt, gibt es ein gemeinsames Gespräch zwischen Eltern und Wunsch-Großeltern, an dem zunächst auch Annette Köhler teilnimmt, um die Voraussetzungen zu besprechen. Dabei wird eine Vereinbarung unterzeichnet. So muss etwa ein Führungszeugnis beigebracht werden und ein Attest, dass keine ansteckenden Krankheiten vorhanden sind. Nach diesen formellen Dingen lässt Köhler die beiden Seiten allein, damit sich diese "beschnuppern" können.

Bei den ersten gemeinsamen Stunden der Wunsch-Großeltern mit den Kindern sind die Eltern immer dabei. Es gelte, sich aneinander zu gewöhnen, Vertrauen aufzubauen. Man könne sich aussprechen, Rat holen, sich auch mal "ausweinen", beschreibt es Annette Köhler. "Das geht von Haushalt-Tipps bis zur Lebensberatung. Da sind die Omas auch ganz stolz, denn sie haben ihr Leben gelebt und ihre Erfahrungen gemacht."

Diese Betreuung ist gratis. lediglich eventuell anfallende Fahrtkosten sollten bezahlt werden. Wo dies ein finanzielles Problem ist, kann die durch Spenden unterstützte Organisation auch einspringen. Einen Familientag gibt es einmal im Vierteljahr. Dabei können sich die vermittelten Familien untereinander kennenlernen - bei Kaffee, Kuchen und Brotzeit.

Die Gruppe der WunschGroßeltern ist, wie Köhler sagt, "ein netter Haufen". Und damit sich dieser Haufen noch besser kennenlernen kann, gibt es auch da regelmäßige Treffen. Diese finden in der Kinderbetreuungsstätte "Murmel" in Traunsteinstatt. Da werden Spielenachmittage oder Wanderungen angeboten. Einmal im Monat, jeweils am ersten Mittwoch, stehen Supervision und Fortbildung auf dem Plan. Annette Köhler hat dafür eine spezielle Ausbildung gemacht, und die Leih-Omas und -Opas können hier erzählen, wie es ihnen ergeht.

Um für ihr Projekt Werbung zu machen, verteilt Annette Köhler ihre Flyer, die vom Diakonischen Werk erstellt worden sind. Ganz dringend fehlt derzeit ein Opa, der mit einem Kind eine große Eisenbahnanlage aufbauen solle. Dazu hat sie bereits Kontakt zu den Traunsteiner Modelleisenbahnern aufgenommen. Rückfragen zum Projekt sind beim Diakonischen Werk möglich: Tel. 08 61/98 98-0.

Annette Köhler hat selber drei Enkelkinder, die aber weit entfernt wohnen. So hat sie auch Zeit und Lust, selbst WunschOma zu spielen - und das schon eine ganze Weile. Die Mama, die in diesen Genuss kam, ist eine ehemalige Lehramtsanwärterin, der sie zur Geburt das Versprechen gegeben hatte, einmal pro Woche das Kind zu betreuen, damit die Eltern zur Chorprobe gehen können. Angefangen hat das, als das Kind zehn Monate alt war. Inzwischen ist Annette Köhler schon über vier Jahre "Vize-Oma" bei dieser Familie.






 

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