• pnp.de
  • heimatsport.de


pnp.de 19.04.2018



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




10.03.2010  |  00:00 Uhr

Den "blonden Engel" verabschiedet

Evangelische Christusgemeinde Trostberg feierte ihren Pfarrer Andreas Herden – "Ein guter Zeuge des Evangeliums"

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Trostberg (fam). Viel Wertschätzung, Sympathie und Dankbarkeit hat Pfarrer Andreas Herden am Sonntag erfahren. Mit einem Gottesdienst und mit einem Empfang wurde Herden aus seiner Funktion als Seelsorger der Christusgemeinde verabschiedet. Wegbegleiter, Würdenträger aus Kirche und Politik, Freunde und Verwandte haben dies genutzt, Herden Dank zu sagen und auch ordentlich zu beschenken. Herden ist zwar in Trostberg nicht mehr Seelsorger, Stadt und Gemeinde bleibt er jedoch erhalten: Sein Abschied ist rein beruflicher Natur, seit 1. März ist Herden Assistent des Geschäftsführers der Inneren Mission München e. V., Dr. Günther Bauer. Bauer war auch bei der Verabschiedung Herdens am Sonntag dabei.

Gemeinsam mit Pfarrer Wolfram Hoffmann und Vikar Dr. Ingo Klitzsch sowie Pfarrer Wolfgang Schmidt-Pasedag aus Übersee feierte Herden in der Christuskirche Gottesdienst. Bei seinem Wirken in Trostberg haben Herden viele Gruppen der Gemeinde sehr am Herzen gelegen – unter anderem die Kindertheatergruppe. Sie bot mit dem Stück "Andis Abpflug" ein "Best of"-Programm der gemeinsamen Aufführungen. Am Schluss überreichten die Kinder Herden eine Warnweste mit der Aufschrift "Pfarrer im Einsatz".

Der Begriff "Abpflug" war Anspielung auf den Pflug als Sinnbild für die Seelsorge. Herden nahm diesen Ball, den ihm die Kinder zuspielten, auf: Wer seine Hand an den Pflug legt, dürfe nicht zurückblicken. "Jesus blickt nicht zurück. Er ist geschickt für das Reich Gottes." Blickte er, Herden, nun wehmütig auf seine Zeit in Trostberg zurück, würde er seiner neuen Aufgabe in München nicht gerecht werden.

"Trotzdem: "Ein bisschen zurückblicken wollen wir heute schon", sagte Traunsteins Dekan Gottfried Stritar. Es sei angebracht, zurückzublicken und Herden für das zu danken, was er in der Christusgemeinde bewirkt hat. "Sie waren ein guter Zeuge des Evangeliums. Und das ist eigentlich das Schönste und Wichtigste, was man von einem scheidenden Pfarrer, einer scheidenden Pfarrerin sagen kann."

Herden stelle sich eindeutig auf die Seite derer, die zum Leben zu wenig haben. Mit seinem Einsatz für Menschen, denen es nicht so gut geht, habe Herden einen großen Beitrag geleistet, dass Kirche an Glaubwürdigkeit gewinnt. Daher sprach Stritar Herden seinen Dank auch im Namen derer aus, die Herden begleitet, getröstet und gestärkt hat. "Diese Dankbarkeit und Wertschätzung wird bleiben – auch über den Abschied hinaus. Ihr Abschied und Ihr Neubeginn stehen unter dem Segen Gottes", sagte Stritar und entband Herden im Namen des Landeskirchenrats von seinen Pflichten in der Christusgemeinde.

Der kirchlichen Verabschiedung folgte die weltliche Feier unter dem Kirchendach – in dem neu gestalteten Raum, der Herden ebenfalls Herzensangelegenheit war und ist. Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid erklärte, dass es in der heutigen Zeit nicht einfach sei, Spuren zu hinterlassen. Sowohl in Politik als auch in Kirche vermisse Schleid Typen, wie es sie früher einmal gegeben habe. Herden sei eine positive Ausnahme. Mit Blick auf Herdens neue Aufgabe in München sagte Schleid: "Sie haben den Mut, in die Zukunft zu gehen." Er sei überzeugt, dass es eine positive Zukunft wird.

"Die Kirche ist nur dann Kirche, wenn sie für andere da ist", zitierte Franz Freutsmiedl, Rektor der Trostberger Hauptschule, den evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer. "Das trifft auch auf Sie zu, so lernte ich Sie an unserer Schule kennen." Herden habe es einfühlsam geschafft, Jugendliche für den Glauben zu gewinnen und christliche Fundamente zu setzen. Der Rektor hob Herdens Engagement für die Ökumene hervor. "Die auch mir ein Anliegen ist", fügte Freutsmiedl hinzu.

Die Ökumene war auch Thema in der Ansprache von Michael Kohl, Pastoralreferent in der katholischen Stadtpfarrei St. Andreas Trostberg. Kohl bezeichnete die Zusammenarbeit mit den evangelischen Kollegen als gut. "Ihr macht es einem aber auch leicht." Die Chemie stimme. "Es war schön und ist schön", betonte Kohl und blickte auf die gemeinsamen Erlebnisse mit Herden zurück: "Es war wirklich eine gute Zeit."

Eine Anekdote wusste Pfarrer Wolfgang Schmidt-Pasedag aus Übersee zu berichten: Herden sei bis 1998 in der Personalliste der evangelischen Landeskirche als Frau geführt worden – und zwar unter dem Namen "Andrea Herden". Doch dazu hätten sicher seine "weiblichen Anteile" geführt: Anteilnahme und mütterliche Sorge, die MutterVater-Figur Herden. "So haben wir dich im Pfarrkapitel auch erlebt: der blonde Engel."

Einige Laudatoren sagten Herden noch Dank: unter anderem der Jugendausschuss, Brigitte Huber vom Arbeitskreis Nächstenhilfe, Thomas Zugehör von der Diakonie Traunstein und Anton Naglschmidt von der Egerländer Gmoi. Dorothea Rinke, Vertrauensfrau Herdens vom Kirchenvorstand, wünschte dem Pfarrer alles Gute und Gottes Segen. Sehr persönlich gehalten waren die Abschiedsworte von Pfarrer Wolfram Hoffmann und die Abschlussrede Herdens.

Für die künstlerischen Farbtupfer sorgten die Pfadfinder und der Frauenkreis Miriam. Zwischen den Grußworten sangen die Pfadfinder einige Lieder. Annemarie Schott und Dorothea Rinke vom Frauenkreis hatten in bewährter Manier einen Sketch einstudiert, mit dem sie Herden und den Gemeindemitgliedern den Abschied etwas versüßten.






 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)
Weitere Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung (Ziffer 8 – Facebook-Plugins)


Dokumenten Information
Copyright © heimatzeitung.de 2018
Dokument erstellt am







Anzeige





In der Passage beim Geschäft Kaps ist bei einer Schlägerei am Montag ein 15-Jähriger ums Leben gekommen. Laut Passaus Oberstaatsanwalt Walter Feiler hat sich einer der Tatverdächtigen gegenüber den Ermittlern auch zu einem möglichen Motiv geäußert . − Foto: Jäger

Was war der Auslöser für die brutale Schlägerei am Montagabend in Passau, bei der der 15-jährige...



In dieser Passage in Passau ist am Montagabend ein 15 Jahre alter Jugendlicher bei einer Schlägerei tödlich verletzt worden. − Foto: Jäger

Drei Tage nach der Schlägerei in Passau, die den 15 Jahre alten Maurice K. das Leben kostete...



Ein Chlorgasaustritt alarmierte die Rettungskräfte am 17. März in Passau. Ein Einsatzhelfer wurde auf dem Weg zur Örtlichkeit geblitzt. −Symbolfoto: dpa

Ein ziviler Helfer, der im März auf dem Weg zu einem Einsatz in Passau war und dabei mit erheblich...



Immer mehr Blumen und Kerzen zieren die Stelle, an der sich am Montag die tödliche Schlägerei ereignet hat. − Foto: Ober

Die Polizei hat drei Tage nach der Schlägerei in Passau, in deren Folge der 15 Jahre alte Maurice K...



Betroffenheit und Anteilnahme am Tatort, dem Eingang zur Fußgängerunterführung am Schanzl in Passau: Hier wurde der 15-jährige Maurice K. aus Obernzell am Montagabend bei einer brutalen Schlägerei zu Tode geprügelt. − Foto: Jäger

In Obernzell im Landkreis Passau, wo der 15-jährige Maurice K. gewohnt hat, der am Montag nach einer...





Ihm missfällt, was er sieht: Hans Steindl, Förderer und Kritiker des Burghauser Fußballs. − Foto: Lakota

Nach der derben 0:5-Klatsche am Montag bei den kleinen Bayern ist wieder gehörig Druck auf dem...



Entlassen: Wacker-Coach Patrick Mölzl. − Foto: Lakota

Das ging aber schnell: Noch während der Woche hatten die Verantwortlichen des SV Wacker Burghausen...



Chancenlos: Wacker um Manuel Omelanowsky (l.) gegen Bayern II um Nicolas Feldhahn. − F.: Butzhammer

Das war mal gar nichts. Der FC Bayern München II war am Montagabend eine Nummer zu groß für den SV...



So sieht Frust aus: Die Wacker-Spieler um Stefan Wächter (vorne) schleichen nach dem 0:5 in München vom Platz. − Foto: Christian Butzhammer

Eine Woche hat der SV Wacker Burghausen nun Zeit, seine Wunden zu lecken, ehe es am 17...



Erst je einen Sieg haben der TSV Kastl und der FC Töging im Fußballjahr 2018 bisher verbuchen können. Hier eine Zweikampfszene mit Tobias Urban (am Boden) und Armin Mesic aus dem direkten Duell am Mittwoch, das die Kastler am Wasserschloss mit 4:1 für sich entschieden. − Foto: Zucker

Am 28. Spieltag der Fußball-Landesliga Südost ist an diesem Samstag für die drei Vereine aus dem...





Autofahrer aufgepasst: Ab Mittwoch werden in der Region wieder die Blitzer vermehrt aufleuchten. - Foto: dpa

Autofahrer aufgepasst: Die Polizei führt ab Mittwoch, 18. April, 6 Uhr, bis Donnerstag, 19...



Weil eine Familie auf einem Grünstreifen direkt neben der Autobahn picknickte, wurde sie am Samstagvormittag von der Polizei kontrolliert. − Foto: Bundespolizei

Da staunten die Polizisten wohl nicht schlecht. Eine Familie hat am Samstagvormittag direkt neben...



Freuen sich über die Eröffnung der AWO-Beratungsstelle für Migration und Integration, von links Evert Koenes, Asim Aydin , Uwe Sonntag, Dr. Herbert Lackner Ljiljana Vokovicund Alexandra Kournioti. − Foto: Andrea Neumeier

Die Arbeiterwohlfahrt hat eine Beratungsstelle für Migration und Integration in Bad Reichenhall...



Der Prozess gegen den 32-jährigen Mann aus Altötting wird am Landgericht Traunstein verhandelt. −Foto: dpa

Gerade erst hat das Landgericht einen 48-jährigen Mann aus dem Landkreis Altötting wegen...



Vickie Beck erläutert an der Theke ihres Cafés "Vickie’s chat and chill" an der Bahnhofstraße ihre Aktion, bei der man im Voraus Kaffee oder auch andere Getränke bezahlen kann, die dann Menschen zugute kommen, die sich das selbst nicht so ohne weiteres leisten können. − Foto: he

Wenn man sich im Café von Vickie Beck, im "Vickie’s chat and chill" an der Bahnhofstraße in...