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07.07.2010  |  00:00 Uhr

Heimische Künstler glänzen im "Kunstsalon"

Ausstellung läuft noch bis zum 18. Juli – Fraglich: Wie lange haben die Münchner Künstlerverbände im Haus der Kunst noch Gastrecht?

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München (-ll.) Fast ist zu befürchten, dass die lange Tradition der jährlichen Ausstellungen der Münchner Künstlerverbände im Haus der Kunst zu Ende geht. Die "Königlich Privilegierten", die heuer schon am Zug waren, die Freie Münchner und deutsche Künstlerschaft, die gegenwärtig Gastrecht genießt, sowie Neue Gruppe, Secession und Neue Münchner Künstlergenossenschaft, die im August zu Wort kommen werden, haben vorsorglich schon mal die Kündigung erhalten, weil 2014 der Münchner Kunsttempel umfassend saniert wird. Noch aber läuft die Ausstellung – unter anderem mit Künstlern aus der heimischen Region.

Susanne Raab vom Münchner Kunstministerium spricht zwar von einer vorsorglichen Maßnahme, um zum Zeitpunkt der Restaurierung nicht blockiert zu sein, aber die Gekündigten sind da sehr skeptisch. Noch aber ist es nicht soweit und die bis zum 18. Juli gezeigte Ausstellung der Freien Münchner und deutschen Künstlerschaft im "Kunstsalon 2010" empfiehlt zweifellos die Beibehaltung dieser 51-jährigen Tradition. Das gute Niveau der vorangegangenen Präsentationen wird erneut gehalten und erstmals kommt noch eine Sonderausstellung hinzu, in der ehemalige und noch aktive "Sprüher" vorgestellt werden, die sich mit ihren malenden Kollegen messen.

Besonders erfreulich aus heimischer Sicht ist das erneut gute Abschneiden der südostbayerischen Künstler unter den insgesamt 67 Ausstellern, die von der Jury ausgewählt wurden. Da ist der in Hammer bei Inzell schaffende Bildhauer Franz Xaver Angerer wieder mit drei überzeugenden Holzskulpturen vertreten, die in ihrer spezifischen Materialbehandlung und bezwingenden Formensprache von beständiger Meisterschaft künden. Sie stehen in optisch idealer Korrespondenz zu den drei schwarz-weißen Grafiken im Prägedruck der Fridolfingerin Gudrun Reubel, auf denen klare Formelemente spannungsvoll zueinander gefügt sind und von eingestochenen Mustern der Brailleschrift dezent ergänzt werden. Und weil es so herrlich passt, gesellt sich zu dem Duo mit dem Seeoner Hermann Wagner noch ein dritter heimischer Künstler, der gleichsam den belebenden malerischen Punkt beisteuert. Seine strahlende Farbtafel ist von expressiver wie inwendiger Ausdruckskraft. Der Künstler hat mit seiner konsequenten Hinwendung zur Macht der Farbe mittlerweile einen Höhepunkt in seinem Schaffen erreicht.

Aus sympathisch positiver Sicht hat der Genghamer Maler und Bildhauer Ekkehard Wiegand seine beiden köstlichen Skulpturen und die gemalte "geheimnisvolle Gruppe" geschaffen. Es gelingt ihm immer wieder auf meisterliche Weise mit dem Schalk im Nacken künstlerisch überzeugende Ergebnisse zu erzielen. Begrüßenswert kontrolliert offenbart die in Stockham bei Obing schaffende Elisabeth Wohrizek diesmal ihre Freude an der Farbe, die sie in ihrer Arbeit einem sicheren Rhythmus unterordnet. Von dieser dezenten Zurückhaltung und sicheren Beherrschung von Form und Farbe hätte man sich in ihrer jüngsten Ausstellung im Trostberger Atrium auch einige Beispiele gewünscht.

Künstlerische und handwerkliche Meisterschaft offenbaren sich in der fotorealistischen Arbeit des Rosenheimers Gerhard Prokop. Sein "Sony Center" gibt detailgetreu das Spezifikum dieser Stadtansicht wieder. Die gekonnte Arbeit hätte auch einen Platz in der gegenwärtigen Realisten-Ausstellung in der Münchner Hypo-Kunsthalle verdient. Von hohem optischen Reiz ist die silbergraue Streifenkomposition in Holz und Pappe von Herbert Utiger Apyon aus Neubeuern. In seiner spezifischen Technik gelingen ihm immer wieder neue wirkungsvolle Objekte. Indem er das eigentlich brüchige Material sensibel abflammt, verleiht er der filigranen Arbeit eine ganz besondere ästhetische Aura. In diese Richtung passt auch das Schaffen der in Nußdorf bei Traunstein lebenden Malerin Renate Kohl, die sich bevorzugt im grafischen Bereich auszeichnet. Die meist unbetitelten schwarz-weißen Radierungen genügen sich in Zeichen und Formen, die auch ohne inhaltlichen Bezug eine in sich gekehrte Welt deutlich machen und zum Meditieren anregen. Die in München gezeigten, vorzüglichen Arbeiten sind dafür besonders geeignet.

So steuern die "heimischen" Vertreter beachtenswerte Beiträge zu der insgesamt sehenswerten Ausstellung bei und man kann nur hoffen, dass sie dazu auch über 2014 hinaus noch Gelegenheit finden. Die Ausstellung ist bis 18. Juli täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.






 

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