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06.04.2010  |  00:00 Uhr

"Werde mich nie an Kriege gewöhnen!"

"Leider immer noch notwendig": Ostermarsch mit 150 Teilnehmern – Bundeswehr-Abzug aus Afghanistan gefordert

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Traunstein (he). Bei herrlichem Sonnenschein versammelten sich am Samstag an die 150 Friedensaktivisten zur OstermarschKundgebung, deutlich mehr als im letzten Jahr. Im 50. Jubiläumsjahr dieser Veranstaltungen meinte Renate Schunck, die Vorsitzende der Friedensinitiative Traunstein-Traunreut-Trostberg, es sei auch nach einem halben Jahrhundert "leider immer noch notwendig, für den Frieden auf die Straße zu gehen".

Waren es einst vor allem die Atomwaffen, gegen die sich die Demonstrationen richteten, so sind jetzt die Auslandseinsätze deutscher Soldaten Hauptkritikpunkt: "Das ist nicht in unserem Sinne und auch nicht im Sinn des Grundgesetzes", sagte Schunck– und stellte, ebenso wie die anderen Redner am Podium, deutlich klar, dass das aktuelle Wirtschaftssystem auf Kriege ausgerichtet sei, um die Rohstoffe, die Transportwege oder die Märkte zu sichern.

Heuer hatten die Organisatoren ein interessantes Programm zusammengestellt, das ihnen allein schon akustisch mehr Aufmerksamkeit bescherte als es in den letzten Jahren der Fall war. "Aufgepeppt", so Renate Schunck, wurde die Veranstaltung vor allem durch Liedermacher Christoph Weiherer, dessen Botschaft - begleitet von Gitarre und Mundharmonika - deutlich zu vernehmen war.

Fester Bestandteil des Ostermarsches ist seit langem schon das Straßentheater um Frank von Sicard und Thomas Schunck; diesmal wurde das Theaterteam von zwei Schauspielern aus München unterstützt. Dargestellt wurde ein Prozess, bei dem ein Banker angeklagt war, mit seinen riskanten Geschäften Leute um ihre Arbeitsstellen und um ihre Ersparnisse gebracht zu haben. Der Ausgang war klar: Der Banker wurde freigesprochen, Lücken in den Gesetzen seien der Grund dafür.

Renate Schunck stellte bei ihrer Begrüßung die Gruppen vor, die sich diesmal neben der Friedensinitiative am Ostermarsch beteiligten: antifaschistisches Bündnis Trostberg, Attac Traunstein/Rupertiwinkel, der Kreisverband Traunstein der Linken, das Friedensbündnis Rosenheim und nicht zuletzt die "Bunte Aktion Burghausen-Burgkirchen", die viele aktive junge Leute mitgebracht hatten und mit ihren Liedern und Texten vor allem auch während des Marsches für viel Aufmerksamkeit sorgten.

Am Beginn ihrer Rede zitierte sie Verteidigungsminister zu Gutenberg, den sie nur als "Kriegsminister" bezeichnete, der gesagt hatte: "Wir werden uns an das Wort Krieg gewöhnen müssen." Dazu Schunck: "Ich werde mich nie an den Krieg gewöhnen können, ich wehre mich dagegen, den Krieg hinzunehmen." Ausführlich ging sie auf das Geschehen bei Kundus ein, wo - so ihre Informationen - nie eine Bedrohung deutscher Soldaten bestanden habe. Ihr Fazit: "Ich möchte hier nicht auf die Lügen der Politiker eingehen, die hoffentlich im Untersuchungsausschuss aufgedeckt werden. Ich möchte hier der Opfer gedenken."

Manuel Schuhböck von der Bunten Liste meinte, das Wort ,Kriegsverbrechen’ sei blanker Hohn: "Krieg selbst ist ein Verbrechen!" Er forderte neben dem sofortigen Stopp des Exports von Kriegswaffen auch eine Beendigung der Kriminalisierung von Kriegsgegnern.

Anschließend marschierten rund 120 Leute durch die Stadt hin zur Kirche St. Georg und Katharina, wo gemeinsam mit den Pfarrern Sebastian Stahl und Sebastian Heindl ein Friedensgebet gesprochen wurde. Trotz aller gegenteiliger Erfahrungen sollten sich die Menschen ihre Hoffnung und ihre Sehnsucht auf Frieden, Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit bewahren, so der Appell der beiden Geistlichen.






 

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