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02.01.2010  |  00:00 Uhr

Mann vom Hochstaufen gerettet

Braunschweiger kommt bei Dunkelheit vom Blausteig ab – Licht am Untersberg löst fast einen Großeinsatz aus

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Bad Reichenhall (ml). Einen verstiegenen 50-jährigen Braunschweiger haben Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger in einer über vierstündigen Such- und Rettungsaktion an Silvester bei Dunkelheit sicher und unverletzt vom Hochstaufen ins Tal gebracht. Sieben Bergretter, ein Suchhund und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz. Tags zuvor hatte Licht am Untersberg fast einen nächtlichen Großeinsatz ausgelöst.

Der Mann hatte sich beim Abstieg vom Staufen von seinem Schwager getrennt und war über den so genannten Blausteig in Richtung Zwiesel weitergegangen. Als der Schwager über die Bartlmahd und den Normalweg abgestiegen war und gegen 16 Uhr an der Padinger Alm eintraf, fehlte von dem 50-Jährigen noch jede Spur. Trotz schlechter Handyverbindung konnte der Mann noch mitteilen, dass er bei einsetzender Dunkelheit den Weg aus den Augen verloren hatte und nun ohne Licht abseits des Steigs orientierungslos und in Bergnot geraten sei.

Per Notruf wurden die Polizeieinsatzzentrale und die Rettungsleitstelle Traunstein verständigt, die gegen 17.30 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht alarmierte. Während zwei Suchmannschaften der Bergwacht über den Zwiesel und den Staufen zum Blausteig aufstiegen, nahm die Besatzung eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera die Suche aus der Luft auf. Gegen 19.30 Uhr orteten die Einsatzkräfte den Mann noch auf der Staufenseite im freien Gelände unterhalb des Steigs: Per Scheinwerfer wurde vom Hubschrauber aus die genaue Position angezeigt, wobei eine der beiden Suchmannschaften fünf Minuten später beim Verstiegenen eintraf.Bergwacht selbst zurück ins Tal absteigen, wo die Gruppe zwei Stunden später beim Bergwacht-Geländewagen an der Padinger Alm eintraf. Ein ebenfalls angeforderter zweiter Polizeihubschrauber mit Rettungswinde wurde wieder abbestellt.

Für viel Aufregung haben am Mittwochabend zwei Salzburger gesorgt, die bei Dunkelheit im weglosen und sehr absturzgefährlichen Gelände unterhalb der Gurrwand am Untersberg unterwegs waren. Zahlreiche Menschen beobachteten am Mittwochabend am Untersberg Taschenlampenlicht "abseits jeglicher Wanderwege" und schlugen Alarm, bestätigte die Polizei Rosenheim am Donnerstag einen Bericht des BRK. Als erster hatte ein Bauer hatte von Hallthurm aus ungewöhnliche Lichter am Berg gesichtet und daraufhin per Notruf die Polizei verständigt.

Kurze Zeit darauf teilten mehrere besorgte Beobachter über Notruf mit, dass sie im Bereich der Gurrwand am Untersberg Lichtquellen im unwegsamen Gelände gesehen haben. Nachdem von einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Berchtesgaden festgestellt wurde, dass diese Lichtquellen abseits jeglicher Wanderwege für längere Zeit an der gleichen Stelle verweilten, wurden über die Rettungsleitstelle die für diesen Bereich zuständigen Bergwachten alarmiert.

Zusammen mit der PolizeiStreifenbesatzung erkundete der Bergwacht-Einsatzleiter die Lage, wobei gegen 18 Uhr noch immer unregelmäßiges Licht am Fuß der Gurrwand zu sehen war. Das Lawinenunglück in Südtirol vor ein paar Tagen im Hinterkopf, bei dem vier Bergretter in einem gefährlichen Einsatz ihr Leben lassen mussten, sollte zunächst mit einem Überflug eines Polizeihubschraubers mit einer Wärmebildkamera geklärt werden, ob tatsächlich ein Rettungseinsatz in dem schwierigen Gelände erforderlich war.

Gleichzeitig überprüften die Polizeibeamten einen am Parkplatz Hallthurm abgestellten Skoda mit österreichischer Zulassung. Mit Hilfe der Salzburger Polizei konnten innerhalb kürzester Zeit der Halter und dessen Handynummer ermittelt werden. Kurz vor Beginn einer groß angelegten Such- und Rettungsaktion ergab sich, dass die Nummer tatsächlich den beiden vermeintlich am Wandfuß in Bergnot geratenen Männern zuzuordnen war. Nach mehreren vergeblichen und weniger erhellenden Anrufen mit anfänglich ungenauen Angaben konnte trotz des schlechten Handyempfangs am Berg telefonisch Kontakt zu dem 27-jährigen Salzburger und seinem Begleiter aufgenommen werden.fremde Hilfe ins Tal absteigen werde, konnte der mittlerweile vorbereitete Rettungseinsatz in letzter Minute abgebrochen werden. Gewissheit über den guten Ausgang der Unternehmung bestand für die Bergwacht erst spät in der Nacht, als die beiden Männer mit ihrem Fahrzeug nach Hause fuhren. Zehn Einsatzkräfte standen rund eineinhalb Stunden in Bereitschaft.

Bereits am 27. Dezember musste der Reichenhaller Bergwacht-Einsatzleiter den Ursprung von Lichtquellen am Fuderheuberg abklären, die besorgte Bürger gegen 17.30 Uhr von Urwies aus gesichtet hatten. Nach mehreren Telefonaten konnte Entwarnung gegeben werden: Arbeiten an der Pidinger Hütte hatten bis in die Dunkelheit gedauert; die Bergwacht wurde nicht benötigt.






 

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