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Birkastoana in dritter und vierter Generation: Hannelore Heilgemeir und ihr Sohn David.

Birkastoana in dritter und vierter Generation: Hannelore Heilgemeir und ihr Sohn David. | Foto: privat

Birkastoana in dritter und vierter Generation: Hannelore Heilgemeir und ihr Sohn David. - Foto: privat


Die Liebe zur Tradition und das Platteln oder Tanzen im Trachtenverein wird den meisten Mitgliedern bereits in die Wiege gelegt. "Der Trachtenverein ist ein Familienunternehmen für jedes Alter", sagt Werner Seitle, Vorsitzender des Trachtenvereins Dö Birkastoana Grasheim (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen). Allerdings müssten die Generationen dann gut miteinander auskommen, nicht jedes Kind wolle freiwillig dorthin, wo die Eltern sind. Tatsächlich kommen aber die meisten entweder über ihre Eltern oder den Partner zum Trachtenverein, er selbst wurde von einem Verwandten, bei dem er Gitarre und Akkordeon lernte, zu den Birkastoana mitgenommen. "Das Bayerische, die Tradition war mir schon immer sehr vertraut und wichtig", erzählt er, "als Kind habe ich es nie verstanden, warum wir Schwaben sein sollten." Als Neuburg dann mit der Gebietsreform nach Oberbayern kam, wurde Seit-le ganz offiziell Bayer – und die Welt war in Ordnung. Seine Frau Andrea kam durch ihn in den Trachtenverein. Die Mitgliederfluktuation ist eher gering, was Seitle darauf zurückführt, dass Trachtenvereine als Traditionsvereine nicht auf Wandel und Schnelligkeit angelegt seien. Natürlich treten gelegentlich Mitglieder aus, die einen, weil sie umziehen, die anderen, weil sie mit dem Verein unzufrieden sind oder mit den Leuten nicht auskommen. Die weitaus größere Zahl aber bleibt dem Verein treu, und das über viele Jahrzehnte. "Auch der Gau ist eine große Familie, da bauen sich über die Jahre viele Freundschaften auf", sagt Seitle.

Rekordhalterin bei Dö Birkastoana mit stolzen 80 Mitgliedsjahren ist Olga Schütz (87), die bereits im zarten Alter von sieben eingetreten war. Die Brauchtumspflege wurde ihr sozusagen in die Wiege gelegt, denn ihre Eltern Anna und Johann Seiler waren Gründungsmitglieder der Birkastoana. Als sie in die erste Klasse ging, fragte der Vater den Lehrer, ob die Kinder nicht beim Heimatabend mitmachen könnten, weil der so lange dauerte und die Eltern die Kinder nicht so lange allein lassen wollten. Also durften Olga und ihre zwei Jahre ältere Schwester Johanna mit den Großen zusammen auftreten. "Wir waren zwei Kindertanzpaare und durften dann immer noch ganz alleine eine Zugabe geben, weil die Zuschauer so begeistert waren", erinnert sie sich. Nach dem Auftritt kam Oberlehrer Hertle zu ihrem Vater und sagte "Herr Seiler, lassen Sie die Kinder morgen von der Schule daheim – die schlafen sonst ein." Olga und Johanna besuchten damals die evangelische Schule an der Augsburger Straße neben der Kirche. Ihre Tanzpartner waren Adolf Mattes und Ernst Müller, von beiden existiert noch ein Foto gemeinsam mit Johanna. "Beide sind im Krieg gefallen", erzählt die 87-Jährige. Der Krieg brachte das Platteln und Tanzen zum Erliegen, die Männer mussten einrücken. Erst 1946 blühte das Vereinsleben wieder auf und ihr kürzlich verstorbener Mann Josef trat seiner Olga zuliebe in den Verein ein. Nicht nur als Tanzpaar waren die beiden im Trachtenverein aktiv, sondern auch in der Theatergruppe, Olga bereits als 15-Jährige. Lauter traurige Rollen habe sie gehabt, erzählt die 87-Jährige, die unter anderem die Hauptrolle in dem Stück "Die Blinde" gespielt hatte. Damals seien hauptsächlich traurige Stücke gespielt worden. Nach einem schweren Unfall mit dem Bulldog gab sie das Tanzen auf, ihr Mann aber war noch mit 65 als Plattler aktiv, zeitweise als zweiter Vorplattler.






 

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