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pnp.de 23.05.2018



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57621441 | Foto: Tilman Büttner

Heute haben Hausierer nur noch in Filmen ihren großen Auftritt, wie hier in der SWR-Fernsehserie "Pfalzgeschichten", die 2015 ausgestrahlt wurde. Ramberg war im 19. Jahrhundert  für seine Bürsten und Besen bekannt. Bürstenhändler brachten sie in die ganze Welt. - Foto: Tilman Büttner


Die Versorgung der Bevölkerung erlebt gerade einen dramatischen Wandel. Der Einzelhandel bricht in Stadt und Land in einem Ausmaß ein, dass ganze Kaufhausketten marode geworden sind, und die Versorgung übernehmen Discounter oder Internet und − der Postbote.

Die Huckler belieferten das Land

Doch dies ist im Grunde nichts Neues. Es gab immer wieder Zeiten, in denen die Versorgung − vor allem in entlegenen Gebieten − durch fahrende Händler, wie noch in den 60er Jahren, oder durch Katalogbestellungen organisiert wurde. Und in den kleineren Provinzstädten und Märkten hatten noch sogenannte Gemischtwarenläden und bescheidenere Provinzkaufhäuser geöffnet, die alles auf Vorrat hatten, was die Hausfrau so brauchte. Davor versorgten in den ländlichen Gegenden auch fahrende Krämer die Landfrauen, die nicht so häufig in die Stadt kamen. Sogenannte Huckler belieferten das flache Land mit Waren und boten Dienstleistungen an. Der Begriff "Huckler" kommt von der Last, die sie auf dem Rücken in einer Art Kraxen trugen.

Reger Handel über die Alpen

In früheren Jahrhunderten hatten diese umherziehenden, verarmten Leute nicht den besten Ruf. Doch es gab auch fahrende Krämer, die ihre Waren nur auf Jahrmärkte und Dulten brachten, außerhalb der Marktzeiten jedoch eingesessene und vor allem geachtete und zugelassene Kaufleute waren, teils gar von einer Firma geschickt als erste "Außendienstler". Später nahmen die mobilen Hausierer den Platz eines Zwischenhändlers ein, der auch in die entlegensten Gebiete kam. Auf diesem Weg wurden Kleidung, Tücher, Eisen-, Blech- und Holzwaren, Tabak und Gewürze verkauft. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Hausieren verboten. Ausnahmen stellten Händler dar, die mit Gold, Silber, Samt und Seide, Kosmetika und Galanteriewaren, Nachtlichtern und Rosenkränzen unterwegs waren.

Oft kamen sie aus Oberitalien und Frankreich. Dies passte natürlich den jeweiligen Landesherren so ganz und gar nicht. "Welsche Waren" konnten konfisziert werden, doch brachten vor allem diese zunehmend Luxus ins Land, besonders da, wo einheimische Händler vor Ort fehlten. Große Handelshäuser sorgten bald dafür, dass sich dies änderte. So zum Beispiel die Kaufmannsfamilie Meuting aus Augsburg. Sie hatte in großem Stil Majoliken aus Italien, die sich bei uns besonderer Beliebtheit erfreuten, eingeführt. Und die Familie Tieffenbrucker aus der Gemeinde Roßhaupten fing zu Beginn des 16. Jahrhunderts an, ihre Lauten nicht nur in Bayern, sondern auch in ganz Oberitalien zu vertreiben. 100 Jahre später machten große Handelshäuser, wie Ruffini in München, von sich reden und arbeiteten mit dem bayerischen Adel und den Landesherrn zusammen. Wildes Hausieren war ab 1765 verboten, es bedurfte einer landesherrlichen Zustimmung. Zugelassen waren aber immer die Herrgottsschnitzer aus Oberammergau, die mit ihren Wagen unterwegs waren, und ihre eigenen Kruzifixe und Krippen verkauften. Im Grunde waren auch die "Viehtandler" fahrende Händler, die Vieh im Zwischenhandel aufkauften. Immer mehr wurden aus den Krämern Spezialisten, die zum Beispiel Hufschmiede waren, und Sensen und Wetzsteine vertrieben.






 

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