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13.09.2018

Regensburg

Kleine Liah (7) verliert Kampf gegen den Krebs

Die kleine Liah Mak (7) ist an den Folgen eines nicht operablen Gehirnturmors gestorben. −Foto: privat
Die kleine Liah Mak (7) ist an den Folgen eines nicht operablen Gehirnturmors gestorben. −Foto: privat

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von Christian Eckl
Die kleine Liah Mak (7) ist an den Folgen eines nicht operablen Gehirnturmors gestorben. Das teilten die Eltern auf Facebook mit. Für das Mädchen hatte es eine große Sympathiewelle in den Sozialen Medien und weit darüber hinaus gegeben. Zuletzt war allerdings Kritik aufgekommen, dass mit Spendengeldern nicht transparent verfahren würde – ausgerechnet an ihrem Todestag.

Die kleine Liah Mak, gerade erst sieben Jahre alt geworden, hat den Kampf gegen einen Tumor im Gehirn verloren. Wie die beiden Eltern Katrin und Danny Mak, 32 und 33 Jahre alt, auf der Unterstützer-Seite für ihre Tochter auf Facebook mitteilten, ist Liah an den Folgen des nicht operablen Tumors gestorben. Am 25. Juni 2018 hatten die Eltern des Kindes eine niederschmetternde Diagnose erhalten: Die Ärzte der Kinder-Uniklinik Ostbayern (KUNO) teilten ihnen mit, dass der Gehirntumor nicht operabel ist. Entdeckt wurde der Tumor durch Zufall: Im Mai hatte Liah einen Schulunfall. Sie fiel aufs Gesicht, die Folge waren Gleichgewichtsstörungen. Die Ärzte fanden zunächst keine neurologische Ursache. Erst als sich die Symptome verschlimmerten, Liah nicht mehr richtig laufen konnte, bestanden die Eltern auf eine Computertomographie. Auf dem CT-Bild sahen die Ärzte das Unfassbare: einen golfballgroßen Tumor am Kleinhirn.

Eltern: "Es ist eine für uns erschreckende Nachricht"

"Liah – Kampf gegen Krebs" heißt eine Seite im Sozialen Netzwerk Facebook, über die für die Eltern und eine alternative Therapie Geld gesammelt wurde. Zunächst wurde die kleine Liah in einer Klinik in der Schweiz behandelt, sollte jetzt in den USA weiterversorgt werden – doch sie verlor den Kampf. Wörtlich erklärten ihre Eltern: "Meine Frau Katrin und ich, Danny Mak, sind seit gestern am Boden zerstört. Es ist eine für uns erschreckende Nachricht: Unsere geliebte Tochter Liah hat gestern den Kampf gegen den Krebs verloren", so Danny und Katrin Mak. "Vor elf Wochen bekamen wir die erschütternde Diagnose, seitdem haben wir, unsere Familie und uns freundlich gesinnte Helfer alles Menschenmögliche versucht, unseren kleinen Schatz zu retten", so die Eltern weiter. "Wir sind mehr als verzweifelt, was die meisten Menschen nachvollziehen können." Schwere Vorwürfe erheben die Eltern gegen Medien, die ausgerechnet am Todestag über Zweifel berichtet hatten, dass das Geld auch der Behandlung der kleinen Liah zu Gute kommen würde. Mangelnde Transparenz für die eingehenden Spendengelder lautete der Tenor des Vorwurfs.

Engagement war groß

In der Tat war das Engagement vieler Regensburger und Oberpfälzer groß: Beispielsweise organisierten Helfer am 29. Juli ein Benefizfestival in Köfering im Landkreis Regensburg, um Spenden für die Therapien zu sammeln.

Kurz nach der Diagnose hatte Danny Mak, der selbst Fußballspieler beim SV Donaustauf im Landkreis Regensburg ist, beschrieben, wie eine solche Diagnose auf Eltern wirkt: "Meine Frau und ich fühlen uns noch ein wenig in Schockstarre, aber wir gehen aktuell relativ gut damit um, allein schon deshalb, weil wir für Liah stark sein müssen", sagte Mak damals zur PNP. Es sei "wie eine Fieberkurve, an einem Tag ist man voller Hoffnung und am nächsten Tag voller Trauer. Aber eins ist klar: Wir geben nicht auf und kämpfen bis zum Schluss!" Doch diesen Kampf hat die kleine Liah am 11. September verloren.
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