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Neuötting  |  09.05.2014  |  12:33 Uhr

Kaufland wirbt auf Bairisch: "Habediäre" & "Herrschafts Zaiddn"

von Erwin Schwarz

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Pfiad Di God: Völlig verunglückt ist die Schreibweise des althergebrachten  Grußes "Habe die Ehre".

Pfiad Di God: Völlig verunglückt ist die Schreibweise des althergebrachten  Grußes "Habe die Ehre". | Foto: Erwin Schwarz

Pfiad Di God: Völlig verunglückt ist die Schreibweise des althergebrachten  Grußes "Habe die Ehre". - Foto: Erwin Schwarz


"Einen Trachtenanzug kann jeder kaufen – bairisch reden nicht. Bairisch hat einen eigenen Wortschatz, eine eigene Grammatik, eine eigene Lautung. Bairisch ist eine eigene Sprache." Und wenn sie verhunzt wird, dann tut das Rudi Mörtl, Vorsitzender des Vereins "Bairische Sprache" aus Traunstein, in der Seele weh.  Eine Vielzahl solcher Fälle gibt es zurzeit in Alt- und Neuötting zu bestaunen – und alle haben sie den selben Urheber: Kaufland.

Zum Schimpfen: Herrschaftszeiten ist ein Ausruf der Verärgerung – und bei dieser Schreibweise mehr als berechtigt.

Zum Schimpfen: Herrschaftszeiten ist ein Ausruf der Verärgerung – und bei dieser Schreibweise mehr als berechtigt. | Foto: Erwin Schwarz

Zum Schimpfen: Herrschaftszeiten ist ein Ausruf der Verärgerung – und bei dieser Schreibweise mehr als berechtigt. - Foto: Erwin Schwarz


Die Supermarktkette aus Neckarsulm eröffnet in Neuötting am 15. Mai eine neue Filiale und hat einen Großteil der Plakatwände und Litfaßsäulen mit ihren großflächigen, knallroten Werbeanzeigen zugepflastert. Weil die Kreativ-Abteilung des Unternehmens die potenziellen Kunden mit regionalen Besonderheiten erfreuen will, haben sich Axel Jacobi und seine Mitarbeiter an der bairischen Sprache versucht – mit mäßigem Erfolg, dafür aber einigen Stilblüten. Da wird aus dem Gruß "Habe d'Ehre" ein "Habediäre" und aus "Herrschaftszeiten", dem Ausruf der Verärgerung, ein "Herrschafts Zaiddn". "Niglnaglnei" kann man durchgehen lassen, aber beim  – mittlerweile überklebten – "Joa mei – Kaufland kimmt" ist neben der Schreibweise auch der Sinn fragwürdig: "Ja mei" gilt nicht als Ausdruck von Freude oder Überraschung.

Axel Jacobi sagt auf Nachfrage der Heimatzeitung, man habe sich bei Mitarbeitern, die "bayerische Muttersprachler" sind, rückversichert und keinen Widerspruch zur Schreibweise erhalten. Keinesfalls habe man die Gefühle der Bayern mit den eigenwilligen Ausdrücken verletzen wollen: "Anscheinend können wir's noch nicht ganz. Und Fehler machen doch auch sympathisch..."


Mehr dazu lesen Sie in der Heimatzeitung vom 9. Mai.






 

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