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Pittenhart  |  15.05.2014  |  11:54 Uhr

Nach sieben Jahren wilder Ehe: Kennen Sie den Hungerbaum?

von Andrea Auer

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Der Hungerbaum in seiner ganzen – nicht vorhandenen – Pracht. Foto: Auer

Der Hungerbaum in seiner ganzen – nicht vorhandenen – Pracht. Foto: Auer

Der Hungerbaum in seiner ganzen – nicht vorhandenen – Pracht. Foto: Auer


Da haben die Burschen und Dirndln genau nachgerechnet: Vor sieben Jahren haben sich Birgit und Martin kennen und lieben gelernt. Die beiden wohnen zusammen in Pittenhart (Landkreis Traunstein), eine Hochzeit ist bisher noch nicht geplant. Vergangenen Samstag wurde es für die beiden 23-Jährigen ernst, als 25 Freunde mit einem etwa drei Meter langen Hungerbaum einfielen. Laut traditionellem "Hungerbaum-Gesetz" kommt das Aufstellen einer Aufforderung zum Heiraten gleich. Davon lassen sich Birgit und Martin aber nicht unter Druck setzen. "Wir heiraten, wenn wir uns dazu bereit fühlen."

Ein Hungerbaum ist nicht gerade eine Augenweide. Das Bäumchen ist heruntergekommen und bereits abgesägt, Stamm und Äste sind dürr und braun, und es blüht kein Blatt mehr. Ist der Hungerbaum im Garten gepflanzt, fällt er aber trotzdem auf, weil er mit allem möglichen Krempel geschmückt wird. Luftballons, kleine Gießkannen, leere Büchsen, Teile einer alten Vorhangstange und ein Reifen kommen zum Einsatz.

Die Forderungen an das Liebespaar haben die Aufsteller als Paragrafen auf einem Holzbrett festgehalten. Denn der Hungerbaum erlegt dem Paar einige Verpflichtungen bis zur Hochzeit auf. Birgit und Martin müssen zum Beispiel rund um den Baum ein Blumenbeet pflanzen und dieses hegen und pflegen. Zu Ostern und zu Weihnachten müssen sie sich als Osterhase oder Nikolaus verkleidet mit dem Hungerbaum fotografieren. Am Martinstag muss das Paar jedes Jahr einen Martinszug mit selbst gebastelten Laternen und selbst gebackenen Martinsgänsen veranstalten. Und am Jahrestag ist das Paar alljährlich dazu verpflichtet, ein Fest oder einen Umtrunk für die Aufsteller zu organisieren.

Stichwort Hungerbaum: Brauch mit ungeklärtem UrsprungEin Hungerbaum wird traditionell einem Paar in den Garten gepflanzt, das nach sieben Jahren Beziehung noch nicht geheiratet hat. Der Baum bringt einige Pflichten mit sich, die von den Aufstellern beliebig festgelegt werden. Woher die Idee des Hungerbaumes stammt, ist nicht geklärt. Irrtümlicherweise glauben viele, dass es sich dabei um eine alte bayerische Tradition handelt. Brauchtumskenner Siegi Götze aus Marquatstein widmet sich seit 40 Jahren den weiß-blauen Traditionen, und der Hungerbaum ist ihm bisher in keiner einzigen Quelle untergekommen. Michael Ritter von Bayerischen Landesverein für Heimatpflege in München verweist auf die Entwicklungsfähigkeit von Bräuchen. "Sie verändern sich, neue entstehen, andere verschwinden." − aa/mirDen ganzen Artikel lesen Sie am Freitag, 16. Mai, in Ihrer Heimatzeitung.






 

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