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Traunreut  |  18.06.2017  |  12:08 Uhr

"Bavarian Sniper" triumphiert trotz lädierter Schlaghand + Video/Fotos

von Thomas Thois

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Da war die Schlaghand noch unversehrt: Der "Bavarian Sniper" Serge Michel feuert eine Rechte auf Zura Mekereshvilli. − Foto: gk

Da war die Schlaghand noch unversehrt: Der "Bavarian Sniper" Serge Michel feuert eine Rechte auf Zura Mekereshvilli. − Foto: gk

Da war die Schlaghand noch unversehrt: Der "Bavarian Sniper" Serge Michel feuert eine Rechte auf Zura Mekereshvilli. − Foto: gk


Was für ein harter Hund Serge Michel ist, welch taktische und körperliche Ausnahmeleistung er vollbracht hatte, das konnten die 800 euphorisch jubelnden Fans in der TuS-Halle gar nicht wissen, als sich der Lokalmatador bei ihnen für die "Bombenstimmung" bedankte. Denn dass er sich am Samstag bei seinem klaren Punktsieg gegen den Georgier Zura Mekereshvili in der zweiten Runde die Schlaghand angebrochen hatte, das verschwieg der "Bavarian Sniper" dem Publikum. Was der 28-jährige Traunreuter in seiner respektvoll-bescheidenen Art lieber in den Vordergrund stellte, war die aufopferungsvolle Leistung seines Gegners, der vor allem am Anfang riesige Nehmerqualitäten bewiesen habe. (Ein Video vom Kampf finden Sie am Ende des Artikels)

So sahen die Zuschauer diesmal hochklassiges Halbschwergewichtsboxen über die volle Distanz. Wobei Serge Michel seine "Nachtschicht", die nach neun Kämpfen und zwei Showeinlagen erst gegen 0.30 Uhr begann, auch wieder zur "Kurzarbeit" hätte machen können. Denn er war der klar bessere Boxer – größer, schneller, druckvoller, präziser. Jedoch bescherte ihm die zweite Runde – statt eines Knock-Out-Siegs wie in seinen ersten beiden Profikämpfen – diesmal einen gefährlichen Zwischenfall. Bei einem rechten Haken fuhr ihm der Schmerz durch die Hand. "Ich habe ihn am Kopf getroffen, aber wohl an einer besonders harten Stelle", schildert Michel die Situation, die ihn nach einem furiosen Start den Sieg hätte kosten können. "Ich habe es noch ein, zwei Mal mit voller Wucht probiert, aber gemerkt, dass es nicht mehr geht." Seiner stärksten Waffe beraubt, musste der bayerische Scharfschütze das Beste aus der verletzungsbedingten Ladehemmung machen: Er wechselte die Auslage, benutzte die rechte Faust fast nur noch als Führhand, um den Kampf zu kontrollieren, und versuchte, mit links Wirkungstreffer zu setzen. "Wie er sich bis zum Schluss durchgebissen hat, wie klug er das gegen einen Top-Mann gelöst hat, zeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist", lobte Nadine Rasche vom Petko-Boxstall ihren Vorzeigeathleten.

Serge Michel blieb trotz der Blessur Herr der Lage – so dominant und überzeugend, dass nur absolute Box-Experten im Publikum überhaupt merkten, dass etwas nicht stimmt. Selbst Mekereshvilli brauchte bis zur fünften Runde, ehe er aus Michels Handicap etwas Kapital schlagen und zu einigen bedrohlichen Schwingern ansetzen konnte.

"Er hat unglaublich gut dicht gemacht, da war es schwer durchzukommen, erst recht mit der falschen Schlagseite", sagte Serge Michel, als ihm die Heimatzeitung zu später Stunde im Box-Gym der TuS-Halle zum außergewöhnlichen Sieg gratulierte – natürlich ohne Händeschütteln angesichts der dicken Schwellungen rund um die Fingerknöchel. "Dürfte angebrochen sein", lautete Michels erste Einschätzung.

Video: Serge Michel siegt beim Heimkampf
(Kamera: Thois)

Weitere Berichte über die insgesamt zehn Kämpfe und die Showeinlagen bei der 2. Traunreuter Fight-Night lesen Sie am 19. Juni im Traunreuter Anzeiger und Trostberger Tagblatt (Online-Kiosk) oder als registrierter Abonnent hier.







 

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