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Innsbruck  |  22.08.2017  |  11:53 Uhr

Weltrekord im Tunnelbau: Halbzeit-Bilanz beim Brenner Basistunnel

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Der Brennerbasistunnel soll bis ins Jahr 2026 fertig gestellt werden. −Foto: dpa

Der Brennerbasistunnel soll bis ins Jahr 2026 fertig gestellt werden. −Foto: dpa

Der Brennerbasistunnel soll bis ins Jahr 2026 fertig gestellt werden. −Foto: dpa


"Das ist klassische Tunnelluft", sagt Andrea Lussu. Es riecht nach verbranntem Streichholz, nach kleinsten Steinchen, nach einer Prise feuchtem Keller. 35 Sprengungen pro Tag allein in diesem Bauabschnitt hinterlassen ihre spezielle Duftmarke. Der 41-jährige Lussu ist Projektleiter beim Bau des zehn Milliarden Euro teuren Brenner Basistunnels (BBT) zwischen Österreich und Italien. Kein anderes Verkehrs-Vorhaben wird so von der EU gefördert - nämlich mit vier Milliarden Euro. Kein anderes Vorhaben wird in Teilen Bayerns so bekämpft - nämlich von Gemeinden, auf deren Gebiet die Bahnstrecke wegen der angestrebten verkehrsreicheren Zufahrt zum Tunnel aus- oder neugebaut werden soll.

Im Jahr 2026 soll der Brennerbasistunnel eröffnet werden

Es ist jedenfalls ein Bauwerk der Superlative, das jetzt praktisch Halbzeit feiert. Inklusive der bereits bestehenden Umfahrung von Innsbruck wird der BBT zur geplanten Eröffnung 2026 mit 64 Kilometern der längste Tunnel der Welt sein und den Gotthard-Tunnel in der Schweiz um sieben Kilometer übertreffen. Die Gesamtlänge der beiden Hauptröhren, des Erkundungsstollens, der Verbindungs- und Zufahrtswege beträgt 230 Kilometer. "Das ist auch absoluter Weltrekord", sagt Tunnel-Chef Konrad Bergmeister (58).

Vor zehn Jahren begann alles mit dem Ausbrechen eines Erkundungsstollens, in etwa zehn Jahren soll das Mega-Vorhaben endlich den Personen- und vor allem den europäischen Güterverkehr auf der Schiene beflügeln. Der Grund: Nach ersten Schätzungen werden sich 2017 rund 2,2 Millionen Lastwagen über den 1370 Meter hohen Brennerpass quälen. Immer wieder bildet sich zwischen Italien und Österreich ein bis zu 100 Kilometer langer Lkw-Stau. Der Brenner trägt mit 40 Prozent die Hauptlast im Frachtverkehr über die Alpen. Angesichts dessen bringen nun Tirol, Südtirol und das Trentino mit Gutachten sogar eine Kapazitätsgrenze ins Spiel, die den Güterverkehr auf der Straße perspektivisch limitieren könnte.

Täglich werden 20 Meter in den Berg gefräst

Für Zugreisende wird der Tunnel die Fahrt gen Süden attraktiver denn je machen. Die Fahrzeit zwischen Innsbruck und Franzensfeste in Südtirol verringert sich von 90 auf 25 Minuten. Wer von München nach Verona will, wird bei vollem Ausbau des gesamten Korridors nur noch vier statt sieben Stunden brauchen.

Zur Halbzeit zieht Bergmeister erleichtert Bilanz. "Ich bin dankbar, dass wir jetzt so weit sind." Insgesamt 70 Kilometer, davon 15 Kilometer Hauptröhren, sind durch Sprengungen und mit Hilfe der gewaltigen Tunnelbohrmaschinen vom deutschen Spezialisten Herrenknecht geschafft. Mit 1600 Tonnen Druck fräsen sich die mechanischen Ungetüme aus Stahl bis zu 20 Meter täglich durch den Berg. Offenbar habe die deutsche Seite weder mit der grundsätzlichen Realisierbarkeit noch mit diesem Baufortschritt gerechnet und das politisch heikle Thema ausgeblendet, vermutet Bergmeister.

Denn ähnlich wie im Rheintal bei der Zufahrt zum 2016 eröffneten Gotthard-Tunnel hinkt die Bundesrepublik beim Ausbau der Zufahrts-Strecke im Inntal massiv hinter. Im März hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf Druck der Gemeinden rund um Rosenheim eine neue Verkehrsstudie bestellt. Sie soll klären, ob tatsächlich ein deutliches Plus beim transalpinen Güterverkehr auf der Schiene via Brenner absehbar ist. − dpa






 

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